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Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#161
27.06.2022 - 18:59 Uhr
Eines vorab: Den Gedanken Aktionen wie Spendet Becher, rettet Leben sind Whitewashing für all die Kosten und Negativschlagzeilen, die uns die UItras einbringen, hatte ich gestern auch kurz, weil KB in seiner Argumentation etwas sehr schnell von der Kritik an den Ultras zu "die machen ja auch gute Dinge" gewechselt ist, sodass man diesen Eindruck infolge seines Argumentationsaufbaus durchaus haben konnte, wenngleich ich zweifle, dass dies seine Intention war.

Je mehr ich die MV gestern für mich noch einmal mit noch mehr Abstand nachbearbeite, umso mehr verfestigt sich bei mir der Eindruck, wie viel Heuchelei und Doppelmoral dort gestern leider zu verspüren waren. Mit dem Ethikkodex des Vereins, den es seit 2021 gibt, zu argumentieren, dass Steffel aufgrund seiner Aussagen über die Ultras, die ja alle (sic!) Hertha-Fans diffamiert, gemäß Ethikkodex nicht hätte zur Wahl zugelassen werden dürfen erscheint angesichts dessen, was dort gestern in und um den CityCube und in den Tagen zuvor online passiert ist, wie ein Treppenwitz.

Abgesehen davon, dass die Frage von eklatanter Unkenntnis der Satzung zeugt, denn der Ethikkodex ist (bislang) nicht in der Satzung verankert, so schien für sie die Verdrehung des Zitates in Richtung ihrer Argumentationslinie hingegen vollkommen legitim zu sein. Dass jemand, der angegeben hat, selber an diesem Kodex mitgearbeitet zu haben, auf so offenkundige und dreiste Weise gegen das verstößt, was sie vorgibt, zu verteidigen, macht mich schon einigermaßen betroffen, weil es diesen eigentlich im Kern äußerst begrüßenswerten Wertekanon in meinen Augen ein stückweit entwertet.

Ich finde es gut, wichtig und richtig, dass wir einen solchen Kodex haben und ich bin der Meinung, er sollte zwingend auch in der Satzung verankert werden als ethische Leitschienen innerhalb derer ALLE Herthaner vom Präsidenten bis zum einfachen Kurvengänger handeln sollten.

Mal nur so ein paar Beispiele aus dem Ethikkodex, bei denen jeder, ganz gleich wen er gestern gewählt oder nicht gewählt hat, doof oder nicht doof findet, mal ein wenig reflektieren kann (der eine mehr, der andere weniger), inwieweit er diesen Leitlinien in letzter Zeit gerecht wurde:

HERTHANERINNEN UND HERTHANER …

… SIND BLAU-WEIẞ
Egal, welche Hautfarbe wir haben, woran wir glauben oder nicht glauben, wen wir lieben, wie wir sind und wo wir herkommen – wir sind so vielfältig wie unser Berlin. In unserer Hertha-Familie finden alle ihren Platz.

… STEHEN AUF UND FÜREINANDER EIN
Erkennen wir Grenzüberschreitungen, die Menschen verletzen, so zeigenwir Haltung und schreiten ein. Wir lernen aus unserer eigenen Geschichte und stellen uns gegen Rassismus, Antisemitismus und Sexismus, Diskriminierungen aufgrund von geschlechtlichen Identitäten oder sexuellen Orientierungen, körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen sowie gegen andere Angriffe auf unsere Mitmenschen. Stattdessen setzen wir uns aktiv für deren Würde ein und beschützen diese.

… ZEIGEN RESPEKT
Wir akzeptieren und respektieren die Menschen, denen wir begegnen, und erwarten Fairplay auch von unserem Gegenüber – egal, ob auf oder neben dem Platz. Wenn wir ein Foul begehen, stehen wir zu unserem Fehler, entschuldigen uns und übernehmen Verantwortung.

… SPIELEN IN EINEM STARKEN TEAM
Von unseren Partnerinnen und Partnern erwarten wir, dass sie in unserem Team spielen, unsere Vorstellungen und Werte teilen und diese beschützen und bewahren.

Am Ende ist schließlich niemandem damit gedient, wenn man demnächst auf dem Weg zur MV einen Slalom durch Flyer-verteilende Mitglieder unterschiedlicher Lager laufen und sich auf der MV die Augen reiben muss, weil man nicht weiß, ob man auf Herthas MV ist oder in Hamburg auf dem Fischmarkt, wo die Marktschreier austesten, wer am lautesten brüllen kann. Die eher konservativen Wähler, die gestern tendenziell eher zu Steffel tendiert haben, sollten zwar mit Masse aus ihrer Sturm-und-Drang-Zeit raus sein, sodass ähnliche Aktionen wie gestern eher unwahrscheinlich sind, aber ich denke, der Gedanke hinter der Aussage sollte dennoch klargeworden sein.

•     •     •

Some people believe football is a matter of life and death, I am very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that. (Bill Shankly)

***

Hertha · Strasbourg · Karlsruhe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von el_tXefe am 27.06.2022 um 19:03 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#162
27.06.2022 - 19:09 Uhr
So schlecht ist der Ansatz mit den Dauerkarten doch gar nicht. Ob es am Ende 50.000 Dauerkarten für 20 Euro werden, bezweifele ich.

Kai Bernstein hat ein Stadionproblem. Mit Steffel wäre die Wahrscheinlichkeit größer gewesen einen anderen Platz für ein Hertha Stadion zu erhalten. So gibt es zu Zeit nur die Möglichkeit sich auf das Angebot des Berliner Senats einzulassen und eine 45.000 Zuschauer Arena zu bauen mit einer Verknappung der Plätze was ziemlich sicher eine Preiserhöhung nach sich zieht, oder man muss versuchen das Olympiastadion voll zu bekommen und damit ein kleineres Stadion obsolet zu machen. Die Möglichkeit nach Brandenburg zu gehen ist mit Bernstein endgültig vom Tisch.

Aktuell kann davon ausgehen, dass bei den meisten Spielen 15.000 bis 20.000 Plätze frei bleiben. Warum sollte man nicht an Jugendliche die einen Schülerausweis vorlegen, oder bedürftige am Spieltag Karten vergünstigt anbieten. Theoretisch wäre es auch möglich einer Dauerkarte die nur bestimmte Spiele, also eben die kein Zuschauer Magnet sind anzubieten.

Man darf auch nicht vergessen, wenn man mit diesen Tickets vielleicht nur die Unkosten refinanziert. Könnte ein volles Stadion mit der Stimmung den einen oder anderen Punkt bringen und auch bei den Sponsoren bei der Bandenwerbung auch einen positiven Effekt haben.

•     •     •

Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Kay Bernstein [✝] |#163
27.06.2022 - 19:18 Uhr
Zitat von HerrThaner
Zitat von flonaldinho10

Zitat von HerrThaner

Zitat von Robson512

Zitat von flonaldinho10

Zitat von Tropper

Zitat von Hertiehats

Mein erster Beitrag, nachdem ich seit 5 Jahren unregistriert mitlese und seit 1985 Mitglied bin:

Weil ja hier alle KB die Eignung absprechen, da er mangels Erfahrung in wirtschaftlichen (Groß)Untenehmen die Eignung absprechen, möchte ich mal an seine Vorgänger erinnern.
Fangen wir mit Wolfgang Holst an (November 1979 bis November 1989):
Saison 79/80: Platz 16, Abstieg in die zweite Liga unter Helmut Kronsbein
Saison 80/81: Platz 3 2. Bundesliga Norf unter Klimaschefski
Saison 81/82: Platz 2, Aufstieg in die Bundesliga unter Gawlicek
Saison 82/83: Platz 18, Abstieg in die zweite Liga unter Gawlicek
Saison 83/84: Platz 11 in der zweiten Liga unter Eder
Saison 84/85: Platz 14, zweite Liga unter Kliemann

Danach folgte Heinz Roloff (November 85 bis September 94)
Saison 85/86: Platz 17 und Abstieg aus der zweiten Liga unter Sundermann
In der Saison 87/88 Aufstieg in die zweite Liga
In der Saison 89/90 Aufstieg in die Bundesliga
In der Saison 90/91 Abstieg in die zweite Liga und dort blieben wir bis zum Ende seiner Zeit als Präsident

Dann kam Zemaitat (September 94 bis September 98):
Bis zur Siason 96/97, wo der Aufstieg in die Bundesliga gelang Mittelmaß in der zweiten Liga

Weiter mit Walter Müller (September 98 bis September 2000):
In seine Amtszeit fiel die erstmalige Teilnahme an der UEFA Champions League in der Saison 1999/00. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft wollte er offensichtlich nicht mitmachen und trat 2000 als Präsident zurück.

Dann kam Schiphorst (September 200 bis Mai 2008):
Solide Bundesligaleistungen mit zwei vierten Plätzen, allerding auch nicht ganz uneigennützig, da er bereits 1990 mit der Ufa die bandenrechte im Oly erwarb.

Auf Schiphorst folgte Werner Gegenbauer. Unter Gegenbauer gab es zwei Abstiege in die zweite Liga und zwei fast Abstiege. 375 Millionen € des Investors Lars Windhorst lösten sich nahezu in Luft auf.

Meint ihr nicht, Kay Bernstein hat eine reelle Chance verdient?
Die Weltuntergangsszenarien scheinen mir sehr weit hergeholt, denn die Latte wurde von seinen Vorgängern nicht besonders hoch gelegt. Die Ausnahme ist hier vielleicht Walter Müller, der witzigerweise auch nur eine Amtszeit von zwei Jahren hatee…wie KB vorerst.


Dass es mit KB ein wirtschaftliches Desaster geben wird, zeigt doch er Artikel im Focus heute!
Ganz tolle Dinge, die er da machen möchte, aber wie er das ganze gegenfinanzieren möchte, um die finanzielle Lücke, die dadurch entsteht auszugleichen, ist der bisher immer noch schuldig geblieben!
Welche Dauerkarten sollen denn billiger werde? Ganz sicher auch die für seine Kumpels aus der Clownfraktion!
Aber im Moment scheint er fast in jedes Forum, Gruppen seine Leute zu schicken, die alles ganz toll reden, was er so vorhat!


Ganz genau. Bobic soll also Transferüberschüsse erwirtschaften, weil es uns wirtschaftlich so schlecht geht aber Herr Bernstein möchte 50.000 Dauerkarten zum Sonderpreis raushauen, auf ne knappe Million von Wettanbieter-Sponsor verzichten und 50% der Erlöse aus Trikotverkäufen spenden. Geil! So sieht seriöses wirtschaften aus. augen-zuhalten


Ist doch ein Bombenstart augen-zuhalten
Einmal Clown (oder Capo) - immer Clown


Mit solch billigen Polemiken wollt ihr tatsächlich ANDERE zum Clown machen?rolleyes

Sollten Dauerkarten (leicht) vergünstigt werden und Geld für Spenden freigemacht werden, dann sind das ganz normale Vorgänge, die es in anderer Form bei uns immer schon gegeben hat. In der letzten Saison wurden die Karten zum Teil verschenkt, ohne dass es uns in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hätte. Und ob das Geld für soziale Projekte nun aus dem Merchandise oder anderswo herkommt ist doch letztliche Jacke wie Hose. Fakt ist: Soziale Projekte hat es bei Hertha immer schon gegeben und diese noch zu verstärken zu wollen ist auch nicht komplett haarsträubend. Wenn es dann wieder irgendwelche Projekte für Obdachlose, soziale benachteiligte Kinder etc. gibt, dann klopft ihr euch doch auch wieder alle stolz auf die Brust und sagt "Dit is mein Verein!".

Und mit einem Verzicht auf Sportwetten-Sponsoring kommt man im Zweifel einfach DFL-weiten Regeln zuvor. So oder so bringt uns 1 Mio. Verlust auch weiterhin nicht um und im Gegenzug etablieren wir wieder das Bild eines Vereins, der seine Werte nicht nur aufschreibt, sondern auch vorlebt.

Solche Aktionen kann man sicherlich gerne kontrovers diskutieren. Aber tut doch bitte nicht so, als ob das hanebüchener Unsinn ist, der uns direkt in die Regionalliga treibt. Bewahrt euch etwas Würde.


Cool! Hoffentlich wirst du nicht der Nachfolger von Schiller. Wir müssen bei Transfers mittlerweile jeden Cent umdrehen und müssen deshalb teilweise bis zum Ende der Tranferperiode ausharren um eventuell doch noch ein Schnäppchen zu machen und haben deshalb zu Saisonbeginn nie den vollen Kader zur Verfügung. Wir sollen einen nicht unbeträchtlichen Transferüberschuss erwirtschaften und es ist ungewiss ob uns Windhorst nach der gestrigen Wahl weitere Finanzspritzen gibt um überhaupt zu überleben aber ne Million tut uns natürlich nicht weh…


Nochmal: Auch klamme Vereine geben allesamt Geld für Corporate Social Responsibility (CSR) und Marketing aus. Dafür gibt es Gründe. Dieses Geld wird nicht einfach zum Fenster rausgeschmissen oder verbrannt (dafür haben wir in den letzten Jahren ganz andere Wege gefunden) sondern hat im Idealfall einen Gegenwert.

Du kannst das gerne doof finden und auf deine gewohnt erwachsene Art kritisieren und vielleicht wirst du dabei sogar den ein oder anderen guten Punkt machen. Aber es wird nicht der Untergang des Vereins sein wenn man hierfür etwas mehr Geld in die Hand nimmt.


Ich glaube aber nicht, dass hier generell das Aufrechterhalten der sozialen Projekte angeprangert wird, sondern dass die Ausweitung eben dieser zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt geschehen soll.

Wir geben heute bereits einen nicht zu geringen Teil für soziale Projekte aus und das unterstütze ich voll und ganz, aber eine Ausweitung, wenn man finanziell schlecht aufgestellt ist, könnte das Budget des Profibereichs weiter einschränken, wodurch der nun mehrfach knapp verfehlte Abstieg nur noch realistischer wird. In der Folge fallen dann weitere Einnahmen aus, die dazu führen könnten, dass nicht nur die überstürzte Ausweitung zurückgerollt, aber auch bestehende Projekte verkleinert werden müssen.

Damit wäre niemandem geholfen, erst recht nicht jenen, die von diesen Projekten wirklich profitieren sollen.

Ich halte das für eine sehr berechtigte Kritik. Ich weiß nicht, wie tief sich Bernstein vorher mit den Finanzen auseinandergesetzt hat (er betonte immer wieder, dass er sich nicht in allen Bereichen auskennt und daher auf seine Kollegen angewiesen sein wird - was ich erstmal ok finde) und ob ihm da jetzt ein böses Erwachen kommt, wenn es an die Finanzierung geht. Und dann stellt sich für mich die Frage, ob er lieber wortbrüchig oder finanziell unverantwortlich weitere Löcher reißen wird.

Er tritt da weiß Gott keinen leichten Job an. Daher fand ich einige seiner Aussagen etwas blauäugig. Würden wir alle seine Punkte so umsetzen, könnte uns schnell der finanzielle Kollaps drohen und noch wissen wir nicht, wer dort als Finanzchef aufschlagen wird, um das Ganze zu überwachen.
Kay Bernstein [✝] |#164
27.06.2022 - 19:24 Uhr
Zitat von ricktap
Zitat von HerrThaner

Zitat von flonaldinho10

Zitat von HerrThaner

Zitat von Robson512

Zitat von flonaldinho10

Zitat von Tropper

Zitat von Hertiehats

Mein erster Beitrag, nachdem ich seit 5 Jahren unregistriert mitlese und seit 1985 Mitglied bin:

Weil ja hier alle KB die Eignung absprechen, da er mangels Erfahrung in wirtschaftlichen (Groß)Untenehmen die Eignung absprechen, möchte ich mal an seine Vorgänger erinnern.
Fangen wir mit Wolfgang Holst an (November 1979 bis November 1989):
Saison 79/80: Platz 16, Abstieg in die zweite Liga unter Helmut Kronsbein
Saison 80/81: Platz 3 2. Bundesliga Norf unter Klimaschefski
Saison 81/82: Platz 2, Aufstieg in die Bundesliga unter Gawlicek
Saison 82/83: Platz 18, Abstieg in die zweite Liga unter Gawlicek
Saison 83/84: Platz 11 in der zweiten Liga unter Eder
Saison 84/85: Platz 14, zweite Liga unter Kliemann

Danach folgte Heinz Roloff (November 85 bis September 94)
Saison 85/86: Platz 17 und Abstieg aus der zweiten Liga unter Sundermann
In der Saison 87/88 Aufstieg in die zweite Liga
In der Saison 89/90 Aufstieg in die Bundesliga
In der Saison 90/91 Abstieg in die zweite Liga und dort blieben wir bis zum Ende seiner Zeit als Präsident

Dann kam Zemaitat (September 94 bis September 98):
Bis zur Siason 96/97, wo der Aufstieg in die Bundesliga gelang Mittelmaß in der zweiten Liga

Weiter mit Walter Müller (September 98 bis September 2000):
In seine Amtszeit fiel die erstmalige Teilnahme an der UEFA Champions League in der Saison 1999/00. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft wollte er offensichtlich nicht mitmachen und trat 2000 als Präsident zurück.

Dann kam Schiphorst (September 200 bis Mai 2008):
Solide Bundesligaleistungen mit zwei vierten Plätzen, allerding auch nicht ganz uneigennützig, da er bereits 1990 mit der Ufa die bandenrechte im Oly erwarb.

Auf Schiphorst folgte Werner Gegenbauer. Unter Gegenbauer gab es zwei Abstiege in die zweite Liga und zwei fast Abstiege. 375 Millionen € des Investors Lars Windhorst lösten sich nahezu in Luft auf.

Meint ihr nicht, Kay Bernstein hat eine reelle Chance verdient?
Die Weltuntergangsszenarien scheinen mir sehr weit hergeholt, denn die Latte wurde von seinen Vorgängern nicht besonders hoch gelegt. Die Ausnahme ist hier vielleicht Walter Müller, der witzigerweise auch nur eine Amtszeit von zwei Jahren hatee…wie KB vorerst.


Dass es mit KB ein wirtschaftliches Desaster geben wird, zeigt doch er Artikel im Focus heute!
Ganz tolle Dinge, die er da machen möchte, aber wie er das ganze gegenfinanzieren möchte, um die finanzielle Lücke, die dadurch entsteht auszugleichen, ist der bisher immer noch schuldig geblieben!
Welche Dauerkarten sollen denn billiger werde? Ganz sicher auch die für seine Kumpels aus der Clownfraktion!
Aber im Moment scheint er fast in jedes Forum, Gruppen seine Leute zu schicken, die alles ganz toll reden, was er so vorhat!


Ganz genau. Bobic soll also Transferüberschüsse erwirtschaften, weil es uns wirtschaftlich so schlecht geht aber Herr Bernstein möchte 50.000 Dauerkarten zum Sonderpreis raushauen, auf ne knappe Million von Wettanbieter-Sponsor verzichten und 50% der Erlöse aus Trikotverkäufen spenden. Geil! So sieht seriöses wirtschaften aus. augen-zuhalten


Ist doch ein Bombenstart augen-zuhalten
Einmal Clown (oder Capo) - immer Clown


Mit solch billigen Polemiken wollt ihr tatsächlich ANDERE zum Clown machen?rolleyes

Sollten Dauerkarten (leicht) vergünstigt werden und Geld für Spenden freigemacht werden, dann sind das ganz normale Vorgänge, die es in anderer Form bei uns immer schon gegeben hat. In der letzten Saison wurden die Karten zum Teil verschenkt, ohne dass es uns in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hätte. Und ob das Geld für soziale Projekte nun aus dem Merchandise oder anderswo herkommt ist doch letztliche Jacke wie Hose. Fakt ist: Soziale Projekte hat es bei Hertha immer schon gegeben und diese noch zu verstärken zu wollen ist auch nicht komplett haarsträubend. Wenn es dann wieder irgendwelche Projekte für Obdachlose, soziale benachteiligte Kinder etc. gibt, dann klopft ihr euch doch auch wieder alle stolz auf die Brust und sagt "Dit is mein Verein!".

Und mit einem Verzicht auf Sportwetten-Sponsoring kommt man im Zweifel einfach DFL-weiten Regeln zuvor. So oder so bringt uns 1 Mio. Verlust auch weiterhin nicht um und im Gegenzug etablieren wir wieder das Bild eines Vereins, der seine Werte nicht nur aufschreibt, sondern auch vorlebt.

Solche Aktionen kann man sicherlich gerne kontrovers diskutieren. Aber tut doch bitte nicht so, als ob das hanebüchener Unsinn ist, der uns direkt in die Regionalliga treibt. Bewahrt euch etwas Würde.


Cool! Hoffentlich wirst du nicht der Nachfolger von Schiller. Wir müssen bei Transfers mittlerweile jeden Cent umdrehen und müssen deshalb teilweise bis zum Ende der Tranferperiode ausharren um eventuell doch noch ein Schnäppchen zu machen und haben deshalb zu Saisonbeginn nie den vollen Kader zur Verfügung. Wir sollen einen nicht unbeträchtlichen Transferüberschuss erwirtschaften und es ist ungewiss ob uns Windhorst nach der gestrigen Wahl weitere Finanzspritzen gibt um überhaupt zu überleben aber ne Million tut uns natürlich nicht weh…


Nochmal: Auch klamme Vereine geben allesamt Geld für Corporate Social Responsibility (CSR) und Marketing aus. Dafür gibt es Gründe. Dieses Geld wird nicht einfach zum Fenster rausgeschmissen oder verbrannt (dafür haben wir in den letzten Jahren ganz andere Wege gefunden) sondern hat im Idealfall einen Gegenwert.

Du kannst das gerne doof finden und auf deine gewohnt erwachsene Art kritisieren und vielleicht wirst du dabei sogar den ein oder anderen guten Punkt machen. Aber es wird nicht der Untergang des Vereins sein wenn man hierfür etwas mehr Geld in die Hand nimmt.


Ich glaube aber nicht, dass hier generell das Aufrechterhalten der sozialen Projekte angeprangert wird, sondern dass die Ausweitung eben dieser zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt geschehen soll.

Wir geben heute bereits einen nicht zu geringen Teil für soziale Projekte aus und das unterstütze ich voll und ganz, aber eine Ausweitung, wenn man finanziell schlecht aufgestellt ist, könnte das Budget des Profibereichs weiter einschränken, wodurch der nun mehrfach knapp verfehlte Abstieg nur noch realistischer wird. In der Folge fallen dann weitere Einnahmen aus, die dazu führen könnten, dass nicht nur die überstürzte Ausweitung zurückgerollt, aber auch bestehende Projekte verkleinert werden müssen.

Damit wäre niemandem geholfen, erst recht nicht jenen, die von diesen Projekten wirklich profitieren sollen.

Ich halte das für eine sehr berechtigte Kritik. Ich weiß nicht, wie tief sich Bernstein vorher mit den Finanzen auseinandergesetzt hat (er betonte immer wieder, dass er sich nicht in allen Bereichen auskennt und daher auf seine Kollegen angewiesen sein wird - was ich erstmal ok finde) und ob ihm da jetzt ein böses Erwachen kommt, wenn es an die Finanzierung geht. Und dann stellt sich für mich die Frage, ob er lieber wortbrüchig oder finanziell unverantwortlich weitere Löcher reißen wird.

Er tritt da weiß Gott keinen leichten Job an. Daher fand ich einige seiner Aussagen etwas blauäugig. Würden wir alle seine Punkte so umsetzen, könnte uns schnell der finanzielle Kollaps drohen und noch wissen wir nicht, wer dort als Finanzchef aufschlagen wird, um das Ganze zu überwachen.


Wie jetzt mehrfach gesagt: Es geht mir nicht darum, dass man so etwas nicht genauso sachlich kritisieren kann, wie du das jetzt tust, sondern darum, dass Bernstein aufgrund dieser potentiellen Maßnahmen hier als ahnungsloser Ultra-Clown bezeichnet wurde, der unseren Klub direkt in den Amateurfußball führt.

Ich finde, dass die angesprochenen Maßnahmen alles Dinge sind, deren für und wider man sachlich diskutieren und für die man gute Argumente auf beiden Seiten finden wird. Aber daran wird sich nicht das Wohl und Wehe unseres Vereins entscheiden.

•     •     •

Bluesky: @pascal91
Kay Bernstein [✝] |#165
27.06.2022 - 19:38 Uhr
Zitat von HerrThaner
Zitat von ricktap

Zitat von HerrThaner

Zitat von flonaldinho10

Zitat von HerrThaner

Zitat von Robson512

Zitat von flonaldinho10

Zitat von Tropper

Zitat von Hertiehats

Mein erster Beitrag, nachdem ich seit 5 Jahren unregistriert mitlese und seit 1985 Mitglied bin:

Weil ja hier alle KB die Eignung absprechen, da er mangels Erfahrung in wirtschaftlichen (Groß)Untenehmen die Eignung absprechen, möchte ich mal an seine Vorgänger erinnern.
Fangen wir mit Wolfgang Holst an (November 1979 bis November 1989):
Saison 79/80: Platz 16, Abstieg in die zweite Liga unter Helmut Kronsbein
Saison 80/81: Platz 3 2. Bundesliga Norf unter Klimaschefski
Saison 81/82: Platz 2, Aufstieg in die Bundesliga unter Gawlicek
Saison 82/83: Platz 18, Abstieg in die zweite Liga unter Gawlicek
Saison 83/84: Platz 11 in der zweiten Liga unter Eder
Saison 84/85: Platz 14, zweite Liga unter Kliemann

Danach folgte Heinz Roloff (November 85 bis September 94)
Saison 85/86: Platz 17 und Abstieg aus der zweiten Liga unter Sundermann
In der Saison 87/88 Aufstieg in die zweite Liga
In der Saison 89/90 Aufstieg in die Bundesliga
In der Saison 90/91 Abstieg in die zweite Liga und dort blieben wir bis zum Ende seiner Zeit als Präsident

Dann kam Zemaitat (September 94 bis September 98):
Bis zur Siason 96/97, wo der Aufstieg in die Bundesliga gelang Mittelmaß in der zweiten Liga

Weiter mit Walter Müller (September 98 bis September 2000):
In seine Amtszeit fiel die erstmalige Teilnahme an der UEFA Champions League in der Saison 1999/00. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft wollte er offensichtlich nicht mitmachen und trat 2000 als Präsident zurück.

Dann kam Schiphorst (September 200 bis Mai 2008):
Solide Bundesligaleistungen mit zwei vierten Plätzen, allerding auch nicht ganz uneigennützig, da er bereits 1990 mit der Ufa die bandenrechte im Oly erwarb.

Auf Schiphorst folgte Werner Gegenbauer. Unter Gegenbauer gab es zwei Abstiege in die zweite Liga und zwei fast Abstiege. 375 Millionen € des Investors Lars Windhorst lösten sich nahezu in Luft auf.

Meint ihr nicht, Kay Bernstein hat eine reelle Chance verdient?
Die Weltuntergangsszenarien scheinen mir sehr weit hergeholt, denn die Latte wurde von seinen Vorgängern nicht besonders hoch gelegt. Die Ausnahme ist hier vielleicht Walter Müller, der witzigerweise auch nur eine Amtszeit von zwei Jahren hatee…wie KB vorerst.


Dass es mit KB ein wirtschaftliches Desaster geben wird, zeigt doch er Artikel im Focus heute!
Ganz tolle Dinge, die er da machen möchte, aber wie er das ganze gegenfinanzieren möchte, um die finanzielle Lücke, die dadurch entsteht auszugleichen, ist der bisher immer noch schuldig geblieben!
Welche Dauerkarten sollen denn billiger werde? Ganz sicher auch die für seine Kumpels aus der Clownfraktion!
Aber im Moment scheint er fast in jedes Forum, Gruppen seine Leute zu schicken, die alles ganz toll reden, was er so vorhat!


Ganz genau. Bobic soll also Transferüberschüsse erwirtschaften, weil es uns wirtschaftlich so schlecht geht aber Herr Bernstein möchte 50.000 Dauerkarten zum Sonderpreis raushauen, auf ne knappe Million von Wettanbieter-Sponsor verzichten und 50% der Erlöse aus Trikotverkäufen spenden. Geil! So sieht seriöses wirtschaften aus. augen-zuhalten


Ist doch ein Bombenstart augen-zuhalten
Einmal Clown (oder Capo) - immer Clown


Mit solch billigen Polemiken wollt ihr tatsächlich ANDERE zum Clown machen?rolleyes

Sollten Dauerkarten (leicht) vergünstigt werden und Geld für Spenden freigemacht werden, dann sind das ganz normale Vorgänge, die es in anderer Form bei uns immer schon gegeben hat. In der letzten Saison wurden die Karten zum Teil verschenkt, ohne dass es uns in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hätte. Und ob das Geld für soziale Projekte nun aus dem Merchandise oder anderswo herkommt ist doch letztliche Jacke wie Hose. Fakt ist: Soziale Projekte hat es bei Hertha immer schon gegeben und diese noch zu verstärken zu wollen ist auch nicht komplett haarsträubend. Wenn es dann wieder irgendwelche Projekte für Obdachlose, soziale benachteiligte Kinder etc. gibt, dann klopft ihr euch doch auch wieder alle stolz auf die Brust und sagt "Dit is mein Verein!".

Und mit einem Verzicht auf Sportwetten-Sponsoring kommt man im Zweifel einfach DFL-weiten Regeln zuvor. So oder so bringt uns 1 Mio. Verlust auch weiterhin nicht um und im Gegenzug etablieren wir wieder das Bild eines Vereins, der seine Werte nicht nur aufschreibt, sondern auch vorlebt.

Solche Aktionen kann man sicherlich gerne kontrovers diskutieren. Aber tut doch bitte nicht so, als ob das hanebüchener Unsinn ist, der uns direkt in die Regionalliga treibt. Bewahrt euch etwas Würde.


Cool! Hoffentlich wirst du nicht der Nachfolger von Schiller. Wir müssen bei Transfers mittlerweile jeden Cent umdrehen und müssen deshalb teilweise bis zum Ende der Tranferperiode ausharren um eventuell doch noch ein Schnäppchen zu machen und haben deshalb zu Saisonbeginn nie den vollen Kader zur Verfügung. Wir sollen einen nicht unbeträchtlichen Transferüberschuss erwirtschaften und es ist ungewiss ob uns Windhorst nach der gestrigen Wahl weitere Finanzspritzen gibt um überhaupt zu überleben aber ne Million tut uns natürlich nicht weh…


Nochmal: Auch klamme Vereine geben allesamt Geld für Corporate Social Responsibility (CSR) und Marketing aus. Dafür gibt es Gründe. Dieses Geld wird nicht einfach zum Fenster rausgeschmissen oder verbrannt (dafür haben wir in den letzten Jahren ganz andere Wege gefunden) sondern hat im Idealfall einen Gegenwert.

Du kannst das gerne doof finden und auf deine gewohnt erwachsene Art kritisieren und vielleicht wirst du dabei sogar den ein oder anderen guten Punkt machen. Aber es wird nicht der Untergang des Vereins sein wenn man hierfür etwas mehr Geld in die Hand nimmt.


Ich glaube aber nicht, dass hier generell das Aufrechterhalten der sozialen Projekte angeprangert wird, sondern dass die Ausweitung eben dieser zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt geschehen soll.

Wir geben heute bereits einen nicht zu geringen Teil für soziale Projekte aus und das unterstütze ich voll und ganz, aber eine Ausweitung, wenn man finanziell schlecht aufgestellt ist, könnte das Budget des Profibereichs weiter einschränken, wodurch der nun mehrfach knapp verfehlte Abstieg nur noch realistischer wird. In der Folge fallen dann weitere Einnahmen aus, die dazu führen könnten, dass nicht nur die überstürzte Ausweitung zurückgerollt, aber auch bestehende Projekte verkleinert werden müssen.

Damit wäre niemandem geholfen, erst recht nicht jenen, die von diesen Projekten wirklich profitieren sollen.

Ich halte das für eine sehr berechtigte Kritik. Ich weiß nicht, wie tief sich Bernstein vorher mit den Finanzen auseinandergesetzt hat (er betonte immer wieder, dass er sich nicht in allen Bereichen auskennt und daher auf seine Kollegen angewiesen sein wird - was ich erstmal ok finde) und ob ihm da jetzt ein böses Erwachen kommt, wenn es an die Finanzierung geht. Und dann stellt sich für mich die Frage, ob er lieber wortbrüchig oder finanziell unverantwortlich weitere Löcher reißen wird.

Er tritt da weiß Gott keinen leichten Job an. Daher fand ich einige seiner Aussagen etwas blauäugig. Würden wir alle seine Punkte so umsetzen, könnte uns schnell der finanzielle Kollaps drohen und noch wissen wir nicht, wer dort als Finanzchef aufschlagen wird, um das Ganze zu überwachen.


Wie jetzt mehrfach gesagt: Es geht mir nicht darum, dass man so etwas nicht genauso sachlich kritisieren kann, wie du das jetzt tust, sondern darum, dass Bernstein aufgrund dieser potentiellen Maßnahmen hier als ahnungsloser Ultra-Clown bezeichnet wurde, der unseren Klub direkt in den Amateurfußball führt.

Ich finde, dass die angesprochenen Maßnahmen alles Dinge sind, deren für und wider man sachlich diskutieren und für die man gute Argumente auf beiden Seiten finden wird. Aber daran wird sich nicht das Wohl und Wehe unseres Vereins entscheiden.


Ja, das finde ich auch albern, weil wir uns noch nicht mal sicher sein können was davon wie umgesetzt werden wird (einiges war ja auch bewusst sehr vage auf Bernsteins Webseite gehalten), deshalb bin ich auch darauf nicht weiter eingegangen. Aber ob es nicht über Wohl und Wehe des Vereins entscheiden kann, hängt für mich davon ab, wie umfänglich hier „Fan-Service“ und auch in welchem Zeitrahmen betrieben werden soll.

Schaue ich mir die Bilanzen von Bernsteins Firma an (1+ Mio Umsatz bei ~40k Gewinn), dann habe ich wirklich etwas Bange, wie es bei ihm um das finanzielle Knowhow steht. zur Erinnerung, er betreibt eine Kommunikations- und Eventagentur, da sollte die Ausgabenseite eigentlich nicht 95% des Umsatzes auffressen. Konnte aber nicht genug darüber finden, wie stark er reinvestiert, ist daher auch nur ein Bauchgefühl, das komplett an der Realität vorbeilaufen kann.

Sollte er die nötigen Leute installieren, auf seine Kollegen vertrauen und sich beim Umsetzen seiner Pläne die nötige Zeit nehmen und diese jeweils erst dann umsetzen, wenn es der finanzielle Spielraum zulässt, kann das sicher auch unter ihm eine runde Sache werden. Würde es mir, trotz meines Wunsches für Steffel, wünschen, geht schließlich hierbei primär um das Wohl des Vereins und nicht um die Funktionäre.
Kay Bernstein [✝] |#166
27.06.2022 - 19:54 Uhr
Gibt es eigentlich von unserem Präsidenten ein Statement, wie zu den verteilten Handzetteln steht und wie gut er dies im Umgang miteinander findet?
Kay Bernstein [✝] |#167
27.06.2022 - 19:56 Uhr
Ich denke, den Gedanken des sozialen Engagements und dessen Wichtigkeit dürfte wohl niemand in Frage stellen. Die Darstellung, wie KB seine Ideen verkauft, wirkt halt eben nur ein bisschen sehr naiv und in der Umsetzung unausgegoren. Da man davon ausgehen kann, dass ihm diese Ideen nicht erst nach seiner Wahl gestern gekommen sind, wirken sie dafür eben ein bisschen sehr übers Knie gebrochen und wenig durchdacht und reihen sich damit in eine Reihe von anderen seiner Ideen ein, die verständlicherweise eher Kopfschütteln und mitleidiges Lächeln hervorgerufen haben und wie einfach gestrickte Symbolpolitik wirken wie sein Spieler grillen für die Geschäftsstelle.

Wenn man denn einerseits etwas Soziales tun will, gleichzeitig die Verbindung zwischen Hertha und den Berlinern verbessern will und insbesondere bei der nächsten Generation Hertha wieder zu dem Verein machen will, dem sie ihr Herz schenken, dann gibt es in meinen Augen viel einfachere und kostengünstigere Wege, dies zu tun:

Beispielsweise eine Neuauflage der Kieztrainings vorrangig in sozial schwachen Stadtteilen oder an Einrichtungen, an denen Kinder aus sozial schwachen Familien betreut werden. Das in regelmäßigem Rahmen, unterstützt von Spielern (finden die nebenbei sicher auch geiler als sich an den Grill zu stellen) und Trainern aus dem riesigen Staff von Hertha. Wenn Du dann noch ein paar aussortierte Bälle oder ein paar Restbestände an Trikots aus dem Fanshop mitbringst, dann erreichst Du für weniger Geld vermutlich noch viel mehr und viel direkter und hast zudem noch einen viel greifbareren Bezug zu Hertha und durch die Regelmäßigkeit eine viel höhere Wahrnehmung als über eine reine Geldspende, wo es dann einmal eine Scheckübergabe gibt und gut ist. Nebenbei schlägst Du da auch gleich ein halbes Dutzend Fliegen mit einer Klappe und im Idealfall entdeckste dabei noch unseren nächsten KPB. zwinker

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Some people believe football is a matter of life and death, I am very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that. (Bill Shankly)

***

Hertha · Strasbourg · Karlsruhe
Kay Bernstein [✝] |#168
27.06.2022 - 20:14 Uhr
Wir sollten schon würdigen, dass mit dem Amtsantritt von Bernstein einige positive Sachen in Richtung Fans bewegt werden, ich denke da z.B. an das Kieztrainig, das irgendwann eingestellt wurde, mehr Möglichkeiten die Mannschaft auch beim Training zu beobachten, ein Fanhaus, meinetwegen auch Grillfeste mit Teilen der Mannschaft usw. Das kann Bernstein alles und noch viel mehr bewegen, das sollte er dann auch tun.
Dafür hat er den Rückhalt der Fans aber auch von allen anderen Herthanern - denke ich zumindest.
Angst habe ich vor der wirtschaftlichen Kompetenz, von den so geschmähten Kungeleien mit Geschäftspartnern. Das gehört dazu, aber wenn Bwernstein das den anderen Mitgliedern des Präsidiums und Aufsichtsrates überläßt, okay, dann kann das "Teamwork" was werden.
Ich habe ihn nicht gewählt, aber jetzt ist er unser Präsi und wir sollten konstruktiv bleiben. Keiner hat einen Gewinn, wenn der Verein an die Wand gefahren wird.

PS: Ich werde niemals mit "HaHoHe" grüßen, das ist so was von lächerlich. Welcher Dortmunder oder Schalker grüßt mit "Borussia" oder "04". Leider hat sich ein Großteil der Bewerber um einen Präsidiumsplatz dem angeschlossen. Weckt bei mir ungute Assoziationen.

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Hertha for ever
Kay Bernstein [✝] |#169
27.06.2022 - 20:18 Uhr
Zitat von muffelino
Gibt es eigentlich von unserem Präsidenten ein Statement, wie zu den verteilten Handzetteln steht und wie gut er dies im Umgang miteinander findet?


Ich bin mir recht sicher, dass man alles daran setzen wird, die genauen Umstände der Wahl so gut es geht aus den Medien rauszuhalten. Bisher ist das ja nicht hochgekocht, und je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird es, dass das nochmal auf den Tisch kommt.

@el_tXefe: Vollste Zustimmung
Kay Bernstein [✝] |#170
27.06.2022 - 21:06 Uhr
Das mit dem Ethikkodex ist doch eigentlich eine geniale Steilvorlage. Und zwar nicht gegen Bernstein, sondern gegen die Ultras. Es wurde gestern von Mitgliederseite im Rahmen der Aussprache gefordert, dass dieser in der Satzung zu verankern sei - gut, tun wir das doch, und entziehen dann jedem Mitglied, welches dagegen nachweisbar und schwer verstößt, die Mitgliedschaft sowie belegen es mit Stadionverbot. Und siehe da: schon hat man ein von den Mitgliedern selbst geschaffenes Instrument an der Hand, mit dem die Leute, die auf dem Trainingsplatz Spieler bedrohen oder nach Spielende demütigen, empfindlich bestraft werden können.
Dass mit diesem Kodex gegen Steffel argumentiert wurde, während Bernstein Stadionverbote hinter sich hat - geschenkt. Leider bin ich einfach von meiner Persönlichkeit her zu feige, mich in so einer Situation an das Mikro zu stellen, um "gegenzuhalten". Ich lasse mich da durchaus von so einer feindlichen Atmosphäre beeindrucken.

Nun ist KB aber gewählt, und natürlich verdient er eine Chance, es gut zu machen. Das ist mein Demokratieverständnis, auch wenn es manchmal weh tut - und KB als Präsident von Hertha ist dann doch weniger schlimm für mein Leben als Trump als Präsident der USA zwinker
Er muss sich aber demzufolge auch an seinen Versprechen messen lassen. Eines davon war, dass er fannah agieren wird. Wie kann man ihn denn erreichen? Ich würde bspw. gerne ein Statement von ihm zu den Geschehnissen rund um die Wahl einfordern - denn auch daran muss er sich ab sofort messen lassen, wie er damit umgeht.

Die wichtigste Frage nach gestern ist doch aber: wie kann man zukünftig verhindern, dass eine solch schlecht vorbereitete Wahl ohne wirklich geeignete Kandidaten erfolgen muss? Wie kann man verhindern, dass man sich von den Ultras das Vereinsleben diktieren lässt? Was kann man als Mitglied aktiv dafür tun? Ich bin, das gebe ich offen zu, niemand der bei Faninitiativen oder dergleichen mitmacht. Einfach nicht meine Welt. Gibt es andere Kanäle, andere Orte, andere Rahmen, in denen man aktiv mitwirken kann? Bisher weiß ich außerhalb der Aussprachen bei den MVs nicht einmal, wie ich eine Frage bis zum Präsidium durchkriege. Mails blieben jedenfalls bisher immer unbeantwortet.
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