Hertha BSC Hertha BSC
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Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#231
30.06.2022 - 12:28 Uhr
Wäre in der Tat eine interessante Aktion. Ich würde mich gerne mit ihm unterhalten und 2-3 Fragen stellen, die für mich ausschlaggebend waren, am Sonntag auszutreten Stirnrunzelnd
Kay Bernstein [✝] |#232
30.06.2022 - 13:16 Uhr
Zitat von Buckower

Wäre in der Tat eine interessante Aktion. Ich würde mich gerne mit ihm unterhalten und 2-3 Fragen stellen, die für mich ausschlaggebend waren, am Sonntag auszutreten Stirnrunzelnd

Darf ich fragen von welcher interessante Aktion du schreibst?
Für mich gab es auch nur zwei Alternativen:
Austritt oder aktiv am Vereinsleben mitzuwirken und mit in die "richtige" Richtung anschieben.
Hierzu fehlen mir zwar augenblicklich noch die Kontakte aber sobald ich da was wahrnehme.....bin ich dabei!

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Der-Neue am 30.06.2022 um 13:39 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#233
30.06.2022 - 13:26 Uhr
Zitat von Bombateng
Zitat von Der-Neue

Zitat von Bombateng

Nach ein paar Tagen des Sackenlassens und des Grübelns muss ich sagen, dass ich meine Meinung über Herrn Bernstein jetzt etwas entspannt hat.
Meine Kritik an der Art und Weise der Wahl und an seiner Person selbst bleiben weiterhin bestehen, auch zu seiner ehemaligen oder möglicherweise noch vorhanden Ultra-Nähe.. aber ehrlich gesagt reifte in den letzten Tagen irgendwie doch der Gedanke in mir, dass eigentlich genau das doch der Neuanfang ist, den ein Verein wie Hertha braucht. Neben Bobic ist jetzt nun ein Präsident an Bord, der ebenfalls jeden Stein umdrehen will und wird, aus seinem ganz eigenen Blickwinkel. Eigentlich kann das nur gut sein, wenn unsere Strukturen, die absolut nicht professionell und leistungsfördernd zu sein schienen, auf den Prüfstand kommen. Natürlich kann dies wieder durch eigene Klüngelei abgelöst werden, doch das würde ich jetzt einfach mal ausklammern und hoffen, dass es nicht dazu kommt in der Größenordnung, wie es unter Gegenbauer war.

Veränderung ist was unsere Hertha braucht und genau dafür steht Bernstein. Ich denke wenn es ein Präsident schaffen kann einen ähnlichen Spirit aufzubauen, ein ähnliches Selbstvertändnis, wie es Union hat, oder die Eintracht oder auch die Breisgauer, dann ist es so jemand wie Bernstein. Das wird jetzt vielleicht nicht so professionell in der Kommunikation sein, wie es unter Steffel gewesen wäre, aber macht diese Professionalität ja auch nicht gleich erfolgreich. Vielleicht ist es in gewisser Weise auch viel viel besser Echt zu sein, anstatt professionell..
Erinnern wir uns an all die tollen Markenkampagnen für Hertha, mit denen versucht wurde uns ein professionelles Image zu verpassen, was nie funktioniert hat. Daher schafft es Herr Bernstein vielleicht, dass der Verein sich von innen wieder ein Image und Selbstverständnis aufbaut.. das nicht lautet “we fall, we fail, we win” oder “die Zukunft gehört Berlin” .. sondern “das dit einfach wieder meene Hertha ist”
Die Hertha die Bolzplatz-Jugend wieder fördert, die den Berliner Charakter hat, bisschen eklig, frech, mies gelaunt, aber doch weltoffen und doch herzlich..

Was ich damit sagen will .. so sehr ich mir die Professionalität von Steffel gewünscht habe, so habe ich doch gemerkt, dass das irgendwie altes Muster gewesen wäre. Alte Autorität, Fokus aufs wirtschaftliche und weiterhin nicht nahbar.
Ich denke daher, dass auch der Weg Bernstein ein guter werden kann.
Daher muss ich auch für mich nach den vergangen Tagen einmal an alle appellieren .. bleibt Herthaner, bleibt Mitglied und steht zusammen, für die nächsten 2 Jahre hinter Bernstein. Vielleicht macht er es gut, die Chance soll er bekommen.
Ha Ho He!

Nur ein ganz kurzer Einwand.
Ist der Fokus auf das Wirtschaftliche nicht Priorität Nr1?
Gerade in unserer Lage halte ich das für das oberste Gebot. Gehen wir pleite, können wir zwar immer noch gemütlich gemeinsam Grillen aber den Profifußball verabschieden.
Klar ist das Vereinen, wenn damit nicht vereinnahmen gemeint ist, sehr wichtig. Auch alles auf den Prüfstand zu stellen ist wichtig.
Für mich wirkt sein erstes Wirken-soweit man das überhaupt schon beurteilen kann, wird ja aber gerade auch hier getan, eher wie das eines gewählten Vertreter einer Fangruppe. Unprofessionalität strahlt er aus, mag dem einen oder anderen sympathisch sein aber ist im Haifischbecken Profifußball eventuell tödlich. Wir werden sehen.
Mich nimmt er noch nicht mit.


Was das wirtschaftliche angeht, da sehe ich die Expertise nicht zwingend beim Präsidenten. Dafür sind die Geschäftsführer da. Daher muss der Präsident hier nicht unbedingt darauf ausgerichtet sein. Wäre natürlich top, wenn er so gut vernetzt ist, dass er neue Geldquellen mitbringt, aber ich finde dass das kein Kriterium für einen guten Präsidenten sein muss. Generell sollte man hinterfragen ob es Sinn macht sich nur von externen Geldquellen abhängig zu machen oder ob es nicht auch Sinn macht die Marke von innen zu stärken und so auch Geld zu erwirtschaften.

Profisport und hier Fußball, von innen im Grunde zu finanzieren -ich weiß, dass hast du nicht geschrieben aber es kommt im Ergebnis dahin- ist NICHT möglich! Jedenfalls nicht Erstklassig.
Nenne mir einen Verein, in der Bundesliga, wo das ohne Fremdgeld funktioniert.
Und den Wunsch, den du wie auch habe, eine starke Marke und somit attraktiv nach außen zu wirken....der benötigt ein starkes Aushängeschild und nicht jemand der während eines Interviews raucht und Bier trinkt.
Kleiner Seitenhieb, musste sein tongue
Fußballbundesliga ist Kommerz der übelsten Sorte, damit müssen wir uns abfinden oder gehen. Dieses rad wird keiner mehr zurückdrehen, KEINER!
Wer ehrlichen Fußball, mit möglichst wenig Kommerz möchte, der muss zu uns auf die kleinen Plätze in und um Berlin kommen. Da kostet die Wurst ca. 2-3 € und das Bier aus der Flasche ebenfalls ca. 2-3€.
Mit Fußball-Romantik nach Europa, sorry das wird wohl nichts.
Deshalb muss/sollte sich der Präsident um den Breitensport und die Mitgliederzahlen dort kümmern und den Verein nach außen seriös vertreten, den Nutzen daraus zieht dann auch die Profiabteilung, Gesicht des Verein und Kontakte in Wirtschaft und Politik, sowie auf sportlicher Ebene in die Führungsgremien!
Das ist meine Meinung, nicht mehr aber auch nicht weniger.

•     •     •

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der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Kay Bernstein [✝] |#234
30.06.2022 - 13:37 Uhr
Zitat von Der-Neue
Zitat von Buckower

Wäre in der Tat eine interessante Aktion. Ich würde mich gerne mit ihm unterhalten und 2-3 Fragen stellen, die für mich ausschlaggebend waren, am Sonntag auszutreten Stirnrunzelnd

Darf ich fragen von welcher interessante Aktion du schreibst?
Für mich gab es auch nur zwei Alternativen:
Austritt oder aktiv am Vereinsleben mitzuwirken und mit in die "richtig" Richtung anschieben.
Hierzu fehlen mir zwar augenblicklich noch die Kontakte aber sobald ich da was wahrnehme.....bin ich dabei!


Schließe mich der Frage an. Was für eine Aktion?
Kay Bernstein [✝] |#235
30.06.2022 - 13:49 Uhr
Zitat von Peve01
Zitat von Der-Neue

Zitat von Buckower

Wäre in der Tat eine interessante Aktion. Ich würde mich gerne mit ihm unterhalten und 2-3 Fragen stellen, die für mich ausschlaggebend waren, am Sonntag auszutreten Stirnrunzelnd

Darf ich fragen von welcher interessante Aktion du schreibst?
Für mich gab es auch nur zwei Alternativen:
Austritt oder aktiv am Vereinsleben mitzuwirken und mit in die "richtig" Richtung anschieben.
Hierzu fehlen mir zwar augenblicklich noch die Kontakte aber sobald ich da was wahrnehme.....bin ich dabei!


Schließe mich der Frage an. Was für eine Aktion?
Dass Bernstein die Mitglieder, die ihre Kündigung eingereicht haben, gerne anrufen und von sich überzeugen möchte.
Kay Bernstein [✝] |#236
30.06.2022 - 13:54 Uhr
Wenn ich hier lese, dass man sich von KB eine Entwicklung eines Spirits wie bei unserem Stadtrivalen erhofft, dann durchzuckt und schüttelt es mich, denn das allerletzte, das ich mir wünsche ist, dass unser Verein zu einer schlechten Kopie der Köpenicker, quasi ein Union 2.0 wird und wir einen Präsidenten haben, der bei jedem Thema seitens DFB, DFL, UEFA, FIFA etc. medial wirksam auf die Barrikaden geht, weil dort Werte verletzt werden, die mit seinem romantischen und aus der Zeit gefallenen Verständnis von Fußball nicht in Einklang zu bringen sind. Sorry!

Unser Verein wird in weniger Tagen 130 Jahre alt und hat sich in dieser Zeit einen ganz eigenen Charakter und ein ganz eigenes Selbstverständnis aufgebaut - Mit Ecken, Fehlern und Eigenheiten, aber eben unverkennbar Hertha. Man sollte dies jetzt nicht über den Haufen werfen und versuchen, andere Konzepte zu kopieren, nur weil es gerade State of the Art ist. Ich brauche kein Weihnachtssingen, um mich als Teil meines Vereins zu fühlen und ich brauche auch keinen Präsidenten, der Aufgaben für sich als Priorität definiert, für die es bereits eine Fan- und/oder Mitgliederbetreuung gibt, sondern einen Präsidenten, der sich um die Themenfelder kümmert, die in den eigentlichen Kompetenzbereich des Präsidiums fallen und dazu gehören imho im Moment eher der Dialog mit Windhorst, die Stadionfrage und die schnellstmögliche Klärung der Nachfolge Ingo Schillers, um hier eine umfangreiche und reibungslose Einarbeitung und Amtsübergabe zu ermöglichen und kein Kompetenzvakuum zu verursachen. Wenn man bei den Themen erst einmal Fortschritte erzielt hat, dann kann er immer noch seinen Grillabend veranstalten und zur Steigerung des Gemeinschaftsgefühls anschließend mit seinen Präsidiumsmitgliedern über die glühenden Kohlen laufen. zwinker

•     •     •

Some people believe football is a matter of life and death, I am very disappointed with that attitude. I can assure you it is much, much more important than that. (Bill Shankly)

***

Hertha · Strasbourg · Karlsruhe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von el_tXefe am 30.06.2022 um 13:57 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#237
30.06.2022 - 14:09 Uhr
Zitat von el_tXefe
Wenn ich hier lese, dass man sich von KB eine Entwicklung eines Spirits wie bei unserem Stadtrivalen erhofft, dann durchzuckt und schüttelt es mich, denn das allerletzte, das ich mir wünsche ist, dass unser Verein zu einer schlechten Kopie der Köpenicker, quasi ein Union 2.0 wird und wir einen Präsidenten haben, der bei jedem Thema seitens DFB, DFL, UEFA, FIFA etc. medial wirksam auf die Barrikaden geht, weil dort Werte verletzt werden, die mit seinem romantischen und aus der Zeit gefallenen Verständnis von Fußball nicht in Einklang zu bringen sind. Sorry!

Unser Verein wird in weniger Tagen 130 Jahre alt und hat sich in dieser Zeit einen ganz eigenen Charakter und ein ganz eigenes Selbstverständnis aufgebaut - Mit Ecken, Fehlern und Eigenheiten, aber eben unverkennbar Hertha. Man sollte dies jetzt nicht über den Haufen werfen und versuchen, andere Konzepte zu kopieren, nur weil es gerade State of the Art ist. Ich brauche kein Weihnachtssingen, um mich als Teil meines Vereins zu fühlen und ich brauche auch keinen Präsidenten, der Aufgaben für sich als Priorität definiert, für die es bereits eine Fan- und/oder Mitgliederbetreuung gibt, sondern einen Präsidenten, der sich um die Themenfelder kümmert, die in den eigentlichen Kompetenzbereich des Präsidiums fallen und dazu gehören imho im Moment eher der Dialog mit Windhorst, die Stadionfrage und die schnellstmögliche Klärung der Nachfolge Ingo Schillers, um hier eine umfangreiche und reibungslose Einarbeitung und Amtsübergabe zu ermöglichen und kein Kompetenzvakuum zu verursachen. Wenn man bei den Themen erst einmal Fortschritte erzielt hat, dann kann er immer noch seinen Grillabend veranstalten und zur Steigerung des Gemeinschaftsgefühls anschließend mit seinen Präsidiumsmitgliedern über die glühenden Kohlen laufen. zwinker


Ich greife das mal auf, weil ich das ja eingebracht habe. Niemand hat etwas von kopieren gesagt, sondern davon einen eigenen Spirit zu entwickeln. Hertha ist nun 130 Jahre alt, aber dann sag mir doch wofür Hertha denn steht? Hört sich ja an als würdest du den Slogan „We Fall, We Fail, We Win“ ganz gut gefunden haben?
Ich finde nicht, dass Hertha BSC gerade irgendeine Seele hat, außer die des Chaos-Clubs.
Also wo genau habe ich dich argumentativ jetzt zwischen Kopie sein und eigenen Spirit aufbauen, verloren?

Und wo ist das Problem auch mal gegen Vorschläge von DFL, UEFA, FIFA oder DFB zu sein? Ist jede von deren Ideen gut?

Was ist daran falsch, dass ein Präsident eine Richtung vorgeben kann? Wer wenn nicht er?
Soll es der hinzugekaufte GF machen? Aber der ist ja nur GF Sport oder Finanzen. Also wieso sollte das sein Aufgabenbereich sein?
Jemand muss ja auch den Rahmen für die Fanbetreuung geben. Wieso soll das nicht das Präsidium des e.V. sein, das verstehe ich nicht so ganz. Wer macht es denn sonst?

Niemand sagt, dass die wichtigen Entscheidungen deshalb außen vor bleiben.

•     •     •

Sinn macht was Spaß macht!

Kay Bernstein [✝] |#238
30.06.2022 - 14:51 Uhr
@Bombateng
Doch, Hertha hat schon eine Seele. Wie das aber mit einer Seele ist, so ist diese auf den ersten Blick nicht sichtbar und befindet sich nicht auf oder an der Oberfläche des Vereins.

Auch ist es einer Seele eigen, dass sie sich der Ratio entzieht und für den Verstand nicht greifbar ist. Ähnlich wie Liebe, Gesundheit, Sehnsucht, ... für den Verstand nicht greifbar sind. Auch wenn der Verstand paradoxerweise häufig versucht solche Mysterien zu erklären und in den Griff zu kriegen.

Mit der Seele von Hertha ist es genauso, wenn man Glück hat, dann wird sie für einen Moment sichtbar, aber zumeist weiß man das es sie gibt, so wie man weiß, dass es Sterne hinter dem Blau an einem Sommerhimmel gibt.

Für mich ist die Seele von Hertha wie ein Schmetterlingsschlag an meinem Herzen spürbar gewesen, als mein Onkel mir, als ich noch ein kleiner Junge war, die Fahne geschenkt hat. Es war spürbar, obwohl er es nicht ausgesprochen hat, dass er mir hier nicht irgendeine Fahne geschenkt hat, sondern dass genau diese Fahne eine besondere Bedeutung hat. Und ich bin mir sicher, er hätte das nicht erklären können, oder greifbar machen, sein Gefühl zu der Fahne und die innere Freude mir diese zu schenken. Aber ich kann sie noch heute spüren diese Berührung von damals, wie ein Schmerlingsflügelschlag ... .

Wir sind ein alter Verein, im Gegensatz zu den meisten Vereinen tragen wir einen Frauennamen, wir sind noch immer ein kleiner Verein unter den größeren Vereinen in Deutschland, die Jugend ist bei uns von großer Bedeutung, ... Hertha Berliner SC und am 25. Juli feiern wir Geburtstag.

Und wir haben eine Seele, eine schöne weibliche Seele.

Möge Kay Bernstein sich von ihr inspirieren und führen lassen.
Kay Bernstein [✝] |#239
30.06.2022 - 14:57 Uhr
Zitat von Begabtes_Kind
@Bombateng
Doch, Hertha hat schon eine Seele. Wie das aber mit einer Seele ist, so ist diese auf den ersten Blick nicht sichtbar und befindet sich nicht auf oder an der Oberfläche des Vereins.

Auch ist es einer Seele eigen, dass sie sich der Ratio entzieht und für den Verstand nicht greifbar ist. Ähnlich wie Liebe, Gesundheit, Sehnsucht, ... für den Verstand nicht greifbar sind. Auch wenn der Verstand paradoxerweise häufig versucht solche Mysterien zu erklären und in den Griff zu kriegen.

Mit der Seele von Hertha ist es genauso, wenn man Glück hat, dann wird sie für einen Moment sichtbar, aber zumeist weiß man das es sie gibt, so wie man weiß, dass es Sterne hinter dem Blau an einem Sommerhimmel gibt.

Für mich ist die Seele von Hertha wie ein Schmetterlingsschlag an meinem Herzen spürbar gewesen, als mein Onkel mir, als ich noch ein kleiner Junge war, die Fahne geschenkt hat. Es war spürbar, obwohl er es nicht ausgesprochen hat, dass er mir hier nicht irgendeine Fahne geschenkt hat, sondern dass genau diese Fahne eine besondere Bedeutung hat. Und ich bin mir sicher, er hätte das nicht erklären können, oder greifbar machen, sein Gefühl zu der Fahne und die innere Freude mir diese zu schenken. Aber ich kann sie noch heute spüren diese Berührung von damals, wie ein Schmerlingsflügelschlag ... .

Wir sind ein alter Verein, im Gegensatz zu den meisten Vereinen tragen wir einen Frauennamen, wir sind noch immer ein kleiner Verein unter den größeren Vereinen in Deutschland, die Jugend ist bei uns von großer Bedeutung, ... Hertha Berliner SC und am 25. Juli feiern wir Geburtstag.

Und wir haben eine Seele, eine schöne weibliche Seele.

Möge Kay Bernstein sich von ihr inspirieren und führen lassen.


Gut gesprochen. smile Dann formuliere ich um. Ich hoffe er verkörpert diese und kann dafür sorgen, dass diese Seele vielleicht noch öfter spürbar ist.

•     •     •

Sinn macht was Spaß macht!

Kay Bernstein [✝] |#240
30.06.2022 - 15:50 Uhr
Karl Scheffler hat vor über 100 Jahren, als die Alte Dame noch ein junges Mädel war, über Berlin einen sehr schönen Satz gesagt (wenngleich er eigentlich wenig schmückend gedacht war), als er über unsere Stadt meinte, sie sei dazu verdammt immerfort zu werden und niemals zu sein. Wenn mich jemand bittet, mit einem Satz zu erklären, was Hertha sei, dann zitiere ich gerne diesen Satz, weil Hertha das Sinnbild unserer Stadt ist: Immer auf der Suche nach selbst, stetig im Wandel, sich dabei oft selbst im Weg stehend und von der stetigen Hoffnung beseelt, in all dem Wandel irgendwann sich selbst, seine Erfüllung und den Schlüssel zu einer goldenen Zukunft zu finden.

Herthaner zu sein bedeutet, hinzufallen (und zwar mehr als einmal), seine Krone zu richten und wieder aufzustehen, wohlwissend, dass der nächste Niederschlag keine Frage des "ob" sondern des "wann" ist. Von daher war der Slogan "We try. We fail. We win." zumindest im Bezug auf die ersten beiden Punkte durchaus zutreffend, auch wenn er schon sehr viel Marketingsprech-Appeal hatte, während der letzte Teil das Ziel formulierte, das irgendwann am Ende dieses Weges hoffentlich wartet. Vielleicht würde "Hertha BSC - Seit 130 Jahren stets bemüht" die Sache genauso treffend auf den Punkt bringen und dabei auch für die Selbstironie stehen, die man als Herthaner fast gezwungen ist, an den Tag zu legen.

Herthaner zu sein ist selten ein Vergnügen und es bedarf jeder Menge Leidensfähigkeit, aber Herthaner zu sein heißt auch, die kleinen Freuden des Fußballs wertschätzen zu lernen und es heißt zum Beispiel nicht, den drölften Titel in Serie mit teilnahmsloser Routine zur Kenntnis zu nehmen. Es bedeutet häufig, wenig Erwartungen zu haben und doch noch enttäuscht zu werden, aber dabei stets noch irgendwo den kleinen Funken Hoffnung zu verspüren, dass man für all das Hoffen und Bangen, das Durchschreiten auch der x-ten Talsohle irgendwann reich entlohnt werden wird, während der Verstand die ganze Zeit "Selbstbetrug" schreit. Es bedeutet, sich am Saisonende nach der gefühlt hundertsten enttäuschenden Saison zu fragen: "Worum tu ick mir dit an?", um dann zum Verkaufsstart doch wieder im Fanshop zu stehen, um die neue Dauerkarte zu holen und dabei mantraartig zu wiederholen (ohne es wirklich ernsthaft zu glauben): "Kann ja nur besser werden!"

Von daher denke ich schon, dass unser Verein durchaus (s)eine über 130 Jahre gewachsene Seele und (s)einen eigenen Spirit hat, sodass man hier nicht groß den Blick auf andere Vereine richten muss - Es ist ein Spirit von ewig unerfüllter Hoffnung und Leidensfähigkeit sowie dem Bestreben , sich im stetigen Wandel irgendwann selbst zu finden. Ist dies ein Spirit des Erfolgs? Im klassischen, an Titeln und Pokalen gemessenen Sinn, ganz sicher nicht, aber es ist ein Spirit, der einem die Demut lehrt, sich auch über kleine Erfolge zu freuen und diese wertzuschätzen. Auch wenn wir uns sicher alle eine erfolgreichere Hertha wünschen würden und die Sehnsucht nach zählbaren Erfolgen, die sich auch im Briefkopf niederschlagen, wohl bei jedem groß ist, haben wir auch alle ein wenig Angst vor dem Erfolg, denn er würde vermutlich einen Teil der Magie dieses Spirits nehmen, denn diese Unperfektheit, dieser Makel des ausbleibenden Erfolgs sorgt letztlich dafür, dass der Verein eines bleibt: menschlich und typisch Berlin. zwinker

•     •     •

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