| Geburtsdatum | 17.08.1967 |
|---|---|
| Alter | 59 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Geschäftsführer |
| Akt. Verein | MSV Duisburg |
Michael Preetz
01.07.2012 - 01:08 Uhr
22.12.2020 - 23:11 Uhr
Wenn man bedenkt was alles möglich sein könnte, wenn geballte Fachkompetenz in allen Bereichen vorhanden wäre, macht mich natürlich nachdenklich. Das bei uns sich dahingehend auch nicht wirklich große Zuversicht breit macht ist nur realistisch wenn man die letzten Transfers im Trainerbereich und Spielerbereich Revue passieren lässt.
Jetzt hast du momentan die Möglichkeit einen soliden großen Club, den man mit Hertha durchaus vergleichen kann, zu beobachten, wenn man mutig ist und es zulässt ein paar Stellschrauben zu justieren oder ggf. zu ergänzen oder auszutauschen.
Beim VFB Stuttgart wird uns allen gerade vor Augen geführt was möglich ist wenn du an den richtigen Stellen die richtigen Personen installierst. Die Kombi vom ehemaligen Hammer T.Hitzlsperger und S.Mislintat ist einfach phänomenal. Beide hungrig und Sachverstand ohne Ende. Mit dem entsprechenden Netz zeigen sie uns gerade was möglich ist wenn man mutig ist, sich gegenseitig vertraut und von sich überzeugt ist.. Sie holen einen Coach aus Hoffenheim, der jahrelang die Ü Teams trainiert hat um sich dann bei der Creme de la Creme (J.N) der Welt weiten Trainergilde, sich als Co sich seine Sporen zu verdienen.
Eigentlich denkt jeder die haben einen aus der Serie A oder B geholt aber nein aus Hoffenheim aber eben mit Fantasie und Konzept, der genau den Fußball spielen lassen wird in kürzester Zeit, wie sie ihn sich vorstellen. Dazu holen sie dementsprechend im Verbund das passende Personal.
Ja und aus dem einst ebenso, langweiligen wie altbackenen VFB, den wir mit unserer alten Dame gerne in einem Zug nennen können, wird dann mal eben eine Geschichte, die im Handumdrehen aus dem VFB der gerade noch um Jahre zurückgefallen schien, mal eben ein richtig geiles Projekt mit Charisma.
Die Fans haben wieder Bock auf ihren Club und bewundern die Arbeit und ihre Macher und sind dankbar nach jahrelanger Tristesse endlich wieder im Oberhaus auf Augenhöhe mit Teams ihres Kalibers zu sein.
In meinen Augen haben sie sie aber eher in Lichtgeschwindigkeit überholt wenn ich da an den HSV, Schalke oder auch uns denke.
Da werden Spieler verpflichtet aus der 2 Liga und von Mannschaften, für die sich unsere Sichtung und Spezis wahrscheinlich überhaupt im Ansatz interessieren.
Im ernst wenn wir mal eben beides nebeneinander legen und uns ein paar Specials raus piken, dann siehst du solch eklatante Unterschiede, dass sie wirklich weh tun und du dich fragst was hätten wir für ein Team wenn da die richtigen Leute an den wichtigen Schnittstellen säßen
Nehmen wir Endo, für 1,6 Mio von Truiden geholt, Wamangituga vom FC Paris für 8 Mio, Kalajdziz für 2,5 von Admira Wacker, usw. usw. alle 2019 geholt. Marktwert mittlerweile könnt ihr euch denken bei den Auftritten.
Wir könnten jetzt unsere Summen danebenlegen aber dabei wird mir schwindelig und dann kann ich nicht schreiben.
Dazu wie gesagt der entsprechende Coach und etwas Fantasie mit überschaubarem Risiko und du stellst mal eben die Buli aufn Kopf.
Natürlich gibt es noch andere Buli Teams die ein Konzept verfolgen und natürlich verfolgen wir auch ein Konzept und machen auch spannende Sachen. Das wir Windhorst ins Boot geholt haben is ja schon ein Deal der uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet.
Wenn du dann aber weiterhin deine Hausaufgaben nur unzureichend machst, dann stehst du da wo wir jetzt gerade wieder einmal stehen, nämlich wieder mal mit dem Rücken zur Wand. Das wäre aber wie gesagt nicht nötig doch dazu gehört es eben auch mal Mut haben und Leute ins Kompetenzteam holen, die ggf. die eigene Sachkompetenz in Frage stellen oder aber bestenfalls enorm bereichern.
Ja mir fehlt wieder einmal mehr ein klares Signal, dass wir nicht nur finanziell sondern auch sportlich eine neue Richtung einschlagen wollen.
Dazu brauchst du aber wie gesagt Mut und geballte Kompetenz an den wichtigen Schnittstellen. Dann wäre aber auch bei uns durchaus mal, okay dazu bracht es etwas Fantasie, eine Zukunft sichtbar, wie ich sie mir seit mehr als 4 Jahrzehnte so sehnlichst Wünsche
Jetzt hast du momentan die Möglichkeit einen soliden großen Club, den man mit Hertha durchaus vergleichen kann, zu beobachten, wenn man mutig ist und es zulässt ein paar Stellschrauben zu justieren oder ggf. zu ergänzen oder auszutauschen.
Beim VFB Stuttgart wird uns allen gerade vor Augen geführt was möglich ist wenn du an den richtigen Stellen die richtigen Personen installierst. Die Kombi vom ehemaligen Hammer T.Hitzlsperger und S.Mislintat ist einfach phänomenal. Beide hungrig und Sachverstand ohne Ende. Mit dem entsprechenden Netz zeigen sie uns gerade was möglich ist wenn man mutig ist, sich gegenseitig vertraut und von sich überzeugt ist.. Sie holen einen Coach aus Hoffenheim, der jahrelang die Ü Teams trainiert hat um sich dann bei der Creme de la Creme (J.N) der Welt weiten Trainergilde, sich als Co sich seine Sporen zu verdienen.
Eigentlich denkt jeder die haben einen aus der Serie A oder B geholt aber nein aus Hoffenheim aber eben mit Fantasie und Konzept, der genau den Fußball spielen lassen wird in kürzester Zeit, wie sie ihn sich vorstellen. Dazu holen sie dementsprechend im Verbund das passende Personal.
Ja und aus dem einst ebenso, langweiligen wie altbackenen VFB, den wir mit unserer alten Dame gerne in einem Zug nennen können, wird dann mal eben eine Geschichte, die im Handumdrehen aus dem VFB der gerade noch um Jahre zurückgefallen schien, mal eben ein richtig geiles Projekt mit Charisma.
Die Fans haben wieder Bock auf ihren Club und bewundern die Arbeit und ihre Macher und sind dankbar nach jahrelanger Tristesse endlich wieder im Oberhaus auf Augenhöhe mit Teams ihres Kalibers zu sein.
In meinen Augen haben sie sie aber eher in Lichtgeschwindigkeit überholt wenn ich da an den HSV, Schalke oder auch uns denke.
Da werden Spieler verpflichtet aus der 2 Liga und von Mannschaften, für die sich unsere Sichtung und Spezis wahrscheinlich überhaupt im Ansatz interessieren.
Im ernst wenn wir mal eben beides nebeneinander legen und uns ein paar Specials raus piken, dann siehst du solch eklatante Unterschiede, dass sie wirklich weh tun und du dich fragst was hätten wir für ein Team wenn da die richtigen Leute an den wichtigen Schnittstellen säßen
Nehmen wir Endo, für 1,6 Mio von Truiden geholt, Wamangituga vom FC Paris für 8 Mio, Kalajdziz für 2,5 von Admira Wacker, usw. usw. alle 2019 geholt. Marktwert mittlerweile könnt ihr euch denken bei den Auftritten.
Wir könnten jetzt unsere Summen danebenlegen aber dabei wird mir schwindelig und dann kann ich nicht schreiben.
Dazu wie gesagt der entsprechende Coach und etwas Fantasie mit überschaubarem Risiko und du stellst mal eben die Buli aufn Kopf.
Natürlich gibt es noch andere Buli Teams die ein Konzept verfolgen und natürlich verfolgen wir auch ein Konzept und machen auch spannende Sachen. Das wir Windhorst ins Boot geholt haben is ja schon ein Deal der uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet.
Wenn du dann aber weiterhin deine Hausaufgaben nur unzureichend machst, dann stehst du da wo wir jetzt gerade wieder einmal stehen, nämlich wieder mal mit dem Rücken zur Wand. Das wäre aber wie gesagt nicht nötig doch dazu gehört es eben auch mal Mut haben und Leute ins Kompetenzteam holen, die ggf. die eigene Sachkompetenz in Frage stellen oder aber bestenfalls enorm bereichern.
Ja mir fehlt wieder einmal mehr ein klares Signal, dass wir nicht nur finanziell sondern auch sportlich eine neue Richtung einschlagen wollen.
Dazu brauchst du aber wie gesagt Mut und geballte Kompetenz an den wichtigen Schnittstellen. Dann wäre aber auch bei uns durchaus mal, okay dazu bracht es etwas Fantasie, eine Zukunft sichtbar, wie ich sie mir seit mehr als 4 Jahrzehnte so sehnlichst Wünsche
22.12.2020 - 23:25 Uhr
Zitat von Hertha1977
Wenn der Kader ansonsten viel zu gut war, um abzusteigen, warum hat dann der ach so tolle Favre die Ergebnisse nicht geliefert? Soweit ich mich erinnern kann, wurde er auch entlassen und ist nicht von selbst gegangen...
Wenn der Kader ansonsten viel zu gut war, um abzusteigen, warum hat dann der ach so tolle Favre die Ergebnisse nicht geliefert? Soweit ich mich erinnern kann, wurde er auch entlassen und ist nicht von selbst gegangen...
Bei jeder Trainerentlassung, die Preetz zu verantworten hat, ging es nie ohne Nebengeräusche ab.
Jeder bisherige Trainer hatte nach einer Weile Eingewöhnungszeit immer Probleme mit unserem GF.
Das Dardai überhaupt solange Trainer sein "durfte" , lag daran, dass er unglaubliche Sympathien bei den Fans genießt und deshalb konnte er ihn nicht früher "abservieren".
Für mich ist Michael Preetz ein unsympathischer Zeitgenosse, der durch sein Auftreten einfach keine positive Stimmung entfacht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Warumnicht72 am 22.12.2020 um 23:34 Uhr bearbeitet
22.12.2020 - 23:41 Uhr
Zitat von MISTER-MINISTER
Das ist nicht dein Ernst das du Preetz zum Präsidenten machen willst oder?
Zitat von pipo27
Vergesst dabei aber bitte mal nicht, dass wir erst über die Millionen verfügen, weil in den Jahren zuvor kluge Transfers getätigt wurden. Die sind alle auf Preetz zurückzuführen.
Ja, es wurde viel Geld verblasen und das macht mich auch sauer, aber vergesst bitte nicht wo wir herkommen. Der Kader wurde auch aus meiner Sicht wirklich suboptimal zusammengestellt. Jeder einzelne Spieler für sich genommen hat seine Qualität, aber zusammengenommen kommen da gar nicht mal so viele funktionierende Spielsysteme bei raus.
Dennoch, das Hauptproblem liegt mMn an der Taktik bzw. der Aufstellung, wo wir bei Labbadia wären. Er versucht der Mannschaft ein nicht passendes System aufzuzwingen. Zudem kommen fragwürdige Aufstellungen und Einwechselungen. Das geht vermutlich auch den Spielern so, die genauso wie wir verzweifeln.
Vermutlich geht es auch Preetz so. Das Verhältnis zwischen MP und BL scheint mehr als angekratzt.
Ich bin dafür, dass Preetz immer einen Platz bei Hertha haben sollte, aber ich bin mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob es der aktuelle sein muss.
Mein Vorschlag: Preetz ersetzt Gegenbauer und Rangnick ersetzt Preetz. Da heben alle was davon.
Vergesst dabei aber bitte mal nicht, dass wir erst über die Millionen verfügen, weil in den Jahren zuvor kluge Transfers getätigt wurden. Die sind alle auf Preetz zurückzuführen.
Ja, es wurde viel Geld verblasen und das macht mich auch sauer, aber vergesst bitte nicht wo wir herkommen. Der Kader wurde auch aus meiner Sicht wirklich suboptimal zusammengestellt. Jeder einzelne Spieler für sich genommen hat seine Qualität, aber zusammengenommen kommen da gar nicht mal so viele funktionierende Spielsysteme bei raus.
Dennoch, das Hauptproblem liegt mMn an der Taktik bzw. der Aufstellung, wo wir bei Labbadia wären. Er versucht der Mannschaft ein nicht passendes System aufzuzwingen. Zudem kommen fragwürdige Aufstellungen und Einwechselungen. Das geht vermutlich auch den Spielern so, die genauso wie wir verzweifeln.
Vermutlich geht es auch Preetz so. Das Verhältnis zwischen MP und BL scheint mehr als angekratzt.
Ich bin dafür, dass Preetz immer einen Platz bei Hertha haben sollte, aber ich bin mir inzwischen nicht mehr so sicher, ob es der aktuelle sein muss.
Mein Vorschlag: Preetz ersetzt Gegenbauer und Rangnick ersetzt Preetz. Da heben alle was davon.
Das ist nicht dein Ernst das du Preetz zum Präsidenten machen willst oder?
Doch, warum nicht?
23.12.2020 - 00:09 Uhr
Zitat von Hertha1977
Sein Start 2009 nach der Hoeneß-Ära war natürlich denkbar ungünstig, als es zunächst einmal galt, einen 7-Mio.-Euro Transferüberschuss zu erwirtschaften, um die Lizenz zu sichern.
Sein Start 2009 nach der Hoeneß-Ära war natürlich denkbar ungünstig, als es zunächst einmal galt, einen 7-Mio.-Euro Transferüberschuss zu erwirtschaften, um die Lizenz zu sichern.
Da ich das bereits mehrmals gelesen habe: Hast du eine Quelle dafür, dass diese Auflage von der DFL kam und nicht einfach nur intern vom Verein ausgegeben wurde?
23.12.2020 - 00:18 Uhr
Zitat von pipo27
Vergesst dabei aber bitte mal nicht, dass wir erst über die Millionen verfügen, weil in den Jahren zuvor kluge Transfers getätigt wurden. Die sind alle auf Preetz zurückzuführen.
Vergesst dabei aber bitte mal nicht, dass wir erst über die Millionen verfügen, weil in den Jahren zuvor kluge Transfers getätigt wurden. Die sind alle auf Preetz zurückzuführen.
Hab ich was verpasst? Das klingt so, als hätte Preetz die Millionen, die er für jetzt Platz 14 ausgegeben hat, vorher durch Transfers selbst erwirtschaftet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Saschahohe am 23.12.2020 um 00:19 Uhr bearbeitet
23.12.2020 - 00:28 Uhr
Ich möchte nochmal einen Gedankengang reinbringen, wie es auf der Position des GF Sport jetzt weiter gehen könnte. Es gibt ja nicht wenige, die nicht daran glauben, dass irgendwas passiert, weil Gegenbauer eine Art Nibelungen-Treue zu Preetz pflegt. Ich sehe das aber irgendwie gar nicht so pessimistisch, sofern es Alternativen gibt.
Zunächst mal muss man ja festhalten, dass mit Carsten Schmidt ein Manager geholt wurde, der laut Organigramm über Preetz angesiedelt ist und anscheinend auch das Vertrauen von Lars Windhorst genießt. Angekündigt wurde ja, dass er jeden Stein umdrehen will, um Hertha zu verbessern und es war zu lesen, dass nicht alle glücklich über seine Verpflichtung waren. Er wird also auch nicht vor unbequemen Personalentscheidungen Halt machen. Wie groß seine Macht ist oder seine Möglichkeiten sind, um Preetz vor die Tür zu setzen, kann ich schwer beurteilen. Auf jeden Fall finde ich schonmal gut, dass jetzt einer da ist, der von Außen draufschaut und der nicht im Verdacht steht, dem Klüngel anzugehören.
Natürlich wird auf der Position des GF Sport kurzfristig erstmal überhaupt nichts passieren. Es wäre ja auch völlig kopflos, Preetz sofort rauszuschmeißen, ohne einen geeigneten Nachfolger zu haben. Irgendeiner muss ja dann doch die Geschäfte weiterführen, auch wenn man ihm keine strategischen Entscheidungen mehr überlassen möchte. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich Carsten Schmidt schon die ein oder andere Meinung gebildet hat und er wird auch mitbekommen haben, dass Windhorst Preetz ziemlich kritisch sieht. Wenn man sich die Bilanz von Preetz seit dem Tennor-Einstieg anschaut (Transfers, Trainer-Entscheidungen etc), dann kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass ein Carsten Schmidt in ihm die Idealbesetzung für diesen Posten sieht und möglicherweise schon das ein oder andere Netzwerk (Marc Kosicke?) nutzt, um einen Nachfolger zu finden.
Tja, wer könnte der Nachfolger sein? Rangnick wünschen sich wohl die meisten. Bobic? Weiß man nicht, ob der seinen Job bei der SGE für uns aufgeben würde. Wie wäre es mit Rouven Schröder? Gute Transfers hat er schon gemacht, aber bei den Trainer-Entscheidungen war er zuletzt auch nicht besonders glücklich. Benjamin Weber, der Leiter unserer Akademie, hat sich zu einem Sportmanagement-Lehrgang angemeldet, war vor einigen Monaten in der Fußball-Woche zu lesen. Ob er den schon angefangen hat und wie lange der dauert, keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, ob er nach Beendigung des Lehrgangs sofort die Fähigkeiten hätte, GF Sport zu werden. Auf jeden Fall würde er diesen Lehrgang nicht machen, um ewig Akademie-Leiter zu bleiben und er kennt sich bei Hertha aus.
Gehen wir mal davon aus, dass Carsten Schmidt einen Kandidaten gefunden hat, der auch bei der Windhorst-Seite auf Gegenliebe stößt, z.B. Ralf Rangnick. Dann müßte man ja "nur" noch das Hertha-Präsidium, vor allem Gegenbauer, davon überzeugen, Preetz freizustellen. Insbesondere die Investoren-Seite hätte hier m.Mn. ordentliche Druckmittel, um diese Personalie gegenüber Gegenbauer & Co. durchzudrücken. Die ausstehende 100-Mio.-Tranche könnte Windhorst evt. wieder rauszögern. Die genauen Hintergründe, warum er es aktuell gemacht hat, kennt man nicht. Vielleicht war es tatsächlich coronabedingt, weil er schlicht nicht flüssig war. Normalerweise ist sowas ja auch vertraglich fixiert. Wenn er es aber tatsächlich gemacht hat, um den Verein unter Druck zu setzen, könnte er es wieder tun. Je nachdem, wie sich die Corona-Einbußen auf Herthas aktuelle finanzielle Situation auswirkt, würde Hertha ins Schlingern kommen und die e.V.-Seite ziemlich in Zugzwang bringen. Am Ende könnte sich Windhorst aber ein Eigentor schießen, wenn Hertha nämlich die wertvollsten Spieler verkauft, um Etat-Löcher zu stopfen und somit die Mannschaft sportlich schwächt.
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Zunächst mal muss man ja festhalten, dass mit Carsten Schmidt ein Manager geholt wurde, der laut Organigramm über Preetz angesiedelt ist und anscheinend auch das Vertrauen von Lars Windhorst genießt. Angekündigt wurde ja, dass er jeden Stein umdrehen will, um Hertha zu verbessern und es war zu lesen, dass nicht alle glücklich über seine Verpflichtung waren. Er wird also auch nicht vor unbequemen Personalentscheidungen Halt machen. Wie groß seine Macht ist oder seine Möglichkeiten sind, um Preetz vor die Tür zu setzen, kann ich schwer beurteilen. Auf jeden Fall finde ich schonmal gut, dass jetzt einer da ist, der von Außen draufschaut und der nicht im Verdacht steht, dem Klüngel anzugehören.
Natürlich wird auf der Position des GF Sport kurzfristig erstmal überhaupt nichts passieren. Es wäre ja auch völlig kopflos, Preetz sofort rauszuschmeißen, ohne einen geeigneten Nachfolger zu haben. Irgendeiner muss ja dann doch die Geschäfte weiterführen, auch wenn man ihm keine strategischen Entscheidungen mehr überlassen möchte. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich Carsten Schmidt schon die ein oder andere Meinung gebildet hat und er wird auch mitbekommen haben, dass Windhorst Preetz ziemlich kritisch sieht. Wenn man sich die Bilanz von Preetz seit dem Tennor-Einstieg anschaut (Transfers, Trainer-Entscheidungen etc), dann kann ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass ein Carsten Schmidt in ihm die Idealbesetzung für diesen Posten sieht und möglicherweise schon das ein oder andere Netzwerk (Marc Kosicke?) nutzt, um einen Nachfolger zu finden.
Tja, wer könnte der Nachfolger sein? Rangnick wünschen sich wohl die meisten. Bobic? Weiß man nicht, ob der seinen Job bei der SGE für uns aufgeben würde. Wie wäre es mit Rouven Schröder? Gute Transfers hat er schon gemacht, aber bei den Trainer-Entscheidungen war er zuletzt auch nicht besonders glücklich. Benjamin Weber, der Leiter unserer Akademie, hat sich zu einem Sportmanagement-Lehrgang angemeldet, war vor einigen Monaten in der Fußball-Woche zu lesen. Ob er den schon angefangen hat und wie lange der dauert, keine Ahnung. Ich weiß auch nicht, ob er nach Beendigung des Lehrgangs sofort die Fähigkeiten hätte, GF Sport zu werden. Auf jeden Fall würde er diesen Lehrgang nicht machen, um ewig Akademie-Leiter zu bleiben und er kennt sich bei Hertha aus.
Gehen wir mal davon aus, dass Carsten Schmidt einen Kandidaten gefunden hat, der auch bei der Windhorst-Seite auf Gegenliebe stößt, z.B. Ralf Rangnick. Dann müßte man ja "nur" noch das Hertha-Präsidium, vor allem Gegenbauer, davon überzeugen, Preetz freizustellen. Insbesondere die Investoren-Seite hätte hier m.Mn. ordentliche Druckmittel, um diese Personalie gegenüber Gegenbauer & Co. durchzudrücken. Die ausstehende 100-Mio.-Tranche könnte Windhorst evt. wieder rauszögern. Die genauen Hintergründe, warum er es aktuell gemacht hat, kennt man nicht. Vielleicht war es tatsächlich coronabedingt, weil er schlicht nicht flüssig war. Normalerweise ist sowas ja auch vertraglich fixiert. Wenn er es aber tatsächlich gemacht hat, um den Verein unter Druck zu setzen, könnte er es wieder tun. Je nachdem, wie sich die Corona-Einbußen auf Herthas aktuelle finanzielle Situation auswirkt, würde Hertha ins Schlingern kommen und die e.V.-Seite ziemlich in Zugzwang bringen. Am Ende könnte sich Windhorst aber ein Eigentor schießen, wenn Hertha nämlich die wertvollsten Spieler verkauft, um Etat-Löcher zu stopfen und somit die Mannschaft sportlich schwächt.
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hertha1977 am 23.12.2020 um 00:38 Uhr bearbeitet
23.12.2020 - 00:35 Uhr
Zitat von physsus
Da ich das bereits mehrmals gelesen habe: Hast du eine Quelle dafür, dass diese Auflage von der DFL kam und nicht einfach nur intern vom Verein ausgegeben wurde?
Zitat von Hertha1977
Sein Start 2009 nach der Hoeneß-Ära war natürlich denkbar ungünstig, als es zunächst einmal galt, einen 7-Mio.-Euro Transferüberschuss zu erwirtschaften, um die Lizenz zu sichern.
Sein Start 2009 nach der Hoeneß-Ära war natürlich denkbar ungünstig, als es zunächst einmal galt, einen 7-Mio.-Euro Transferüberschuss zu erwirtschaften, um die Lizenz zu sichern.
Da ich das bereits mehrmals gelesen habe: Hast du eine Quelle dafür, dass diese Auflage von der DFL kam und nicht einfach nur intern vom Verein ausgegeben wurde?
Nee, eine Quelle habe ich leider keine. Ich beziehe das einfach aus meinem "Gedächtnis-Protokoll". Ich war halt schon immer einer, der sehr viel Zeitung gelesen hat und sich gewisse Dinge einprägt. Damals hieß es eben, Hertha muss 7 Mio. Transferüberschuss erwirtschaften. Ich weiß es deswegen auch noch so genau, weil Simunic eben genau diese 7 Mio. eingebracht hat, was schon ein komischer Zufall ist.
23.12.2020 - 01:26 Uhr
Zitat von Hertha1977
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Bei einem Wegfall von 50+1 würde sich in der aktuellen Konstellation nichts ändern. Der e.V. hält immer noch 100% an der Komplementärgesellschaft und diese alleine ist zur Geschäftsführung befugt. Genau das ist ja auch der Grund, warum Windhorst problemlos mehr als 49,9% der Kommanditaktien halten darf, ohne mit 50+1 in Konflikt zu geraten. Er könnte auch die vollen 100% besitzen und dürfte trotzdem nicht über die Geschäftsführung entscheiden.
23.12.2020 - 02:57 Uhr
Zitat von Dicksen_Paule
Bei einem Wegfall von 50+1 würde sich in der aktuellen Konstellation nichts ändern. Der e.V. hält immer noch 100% an der Komplementärgesellschaft und diese alleine ist zur Geschäftsführung befugt. Genau das ist ja auch der Grund, warum Windhorst problemlos mehr als 49,9% der Kommanditaktien halten darf, ohne mit 50+1 in Konflikt zu geraten. Er könnte auch die vollen 100% besitzen und dürfte trotzdem nicht über die Geschäftsführung entscheiden.
Zitat von Hertha1977
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Bei einem Wegfall von 50+1 würde sich in der aktuellen Konstellation nichts ändern. Der e.V. hält immer noch 100% an der Komplementärgesellschaft und diese alleine ist zur Geschäftsführung befugt. Genau das ist ja auch der Grund, warum Windhorst problemlos mehr als 49,9% der Kommanditaktien halten darf, ohne mit 50+1 in Konflikt zu geraten. Er könnte auch die vollen 100% besitzen und dürfte trotzdem nicht über die Geschäftsführung entscheiden.
Momentan ist, sowie ich das verstanden habe, keine Klage vor dem EUGh, oder dem BGH möglich, weil sich die 50+1 Regel im Prüfungsverfahren des Bundeskartelamtes befinden. Die DFL hat die 50+1 Regel selbst dort zur Prüfung vorgelegt, um einer Klage zuvor zukommen und um vom EUGH nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.
Soweit ich die News dazu verfolgt habe, gehen Experten wohl davon aus, dass die 50+1 Regel in ihrer momentanen Form nicht bestehen bleibt. Die Prüfung durch das Kartelamt zieht sich allerdings noch hin, keine Ahnung wann die fertig werden wollen. Eingereicht wurde die, glaube irgendwann 2018, müsste ich mal googeln, wenn ich wieder am PC bin.
23.12.2020 - 09:17 Uhr
Zitat von Starslayer
Momentan ist, sowie ich das verstanden habe, keine Klage vor dem EUGh, oder dem BGH möglich, weil sich die 50+1 Regel im Prüfungsverfahren des Bundeskartelamtes befinden. Die DFL hat die 50+1 Regel selbst dort zur Prüfung vorgelegt, um einer Klage zuvor zukommen und um vom EUGH nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.
Soweit ich die News dazu verfolgt habe, gehen Experten wohl davon aus, dass die 50+1 Regel in ihrer momentanen Form nicht bestehen bleibt. Die Prüfung durch das Kartelamt zieht sich allerdings noch hin, keine Ahnung wann die fertig werden wollen. Eingereicht wurde die, glaube irgendwann 2018, müsste ich mal googeln, wenn ich wieder am PC bin.
Zitat von Dicksen_Paule
Bei einem Wegfall von 50+1 würde sich in der aktuellen Konstellation nichts ändern. Der e.V. hält immer noch 100% an der Komplementärgesellschaft und diese alleine ist zur Geschäftsführung befugt. Genau das ist ja auch der Grund, warum Windhorst problemlos mehr als 49,9% der Kommanditaktien halten darf, ohne mit 50+1 in Konflikt zu geraten. Er könnte auch die vollen 100% besitzen und dürfte trotzdem nicht über die Geschäftsführung entscheiden.
Zitat von Hertha1977
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Ein anderes Druckmittel erscheint mir aber vielversprechender aus Sicht von Windhorst. Jeder erinnert sich noch an die Aussagen von Preetz und Gegenbauer als Reaktion auf Aussagen von Windhorst und Jens Lehmann bzgl. der Erwartungshaltung der Investorenseite: "Windhorst/Lehmann sprechen über Hertha, wir sprechen für Hertha." Eine unmissverständliche Ansage gegenüber dem Investor, dass "wir hier das sagen haben und sonst niemand!". Dummerweise hat Tennor aber inzwischen 66,6% der Anteile an der KGaA erworben und ich wäre gespannt, ob die Herren Gegenbauer und Preetz noch genauso entspannt wären, wenn Windhorst - weil es ihm zu bunt wird - eine Klage gegen die 50+1-Regel vor dem EuGH ins Spiel bringt. Es gibt ja nicht wenige Rechts-Experten, die solch einer Klage sehr aussichtsreiche Chancen einräumen. Alle wissen, dass der Wegfall der 50+1-Regel wie ein Damokles-Schwert über den Vereinen, Fans und Verbänden schwebt, die größtenteils dagegen sind (ich übrigens auch). Es bräuchte wohl nur einen mutigen Investor, der eben diese Klage einreicht. Würde Windhorst diesen Schritt wagen und gewinnen, hätte er nach meinem Verständnis mit seinen 66,6%-KGaA-Anteilen automatisch auch die Stimmenmehrheit. Fortan würde nur noch Gegenbauer über Hertha reden und Windhorst für Hertha... Allein schon die Drohung mit solch einer Klage würde m.Mn. nach für ein Umdenken im Präsidium sorgen und die Nase von Gegenbauer gegenüber Windhorst sinken lassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich Gegenbauer am Ende nachsagen lassen will, für den Fall von 50+1 verantwortlich gewesen zu sein, das ja nicht nur Hertha verändern würde, sondern den gesamtdeutschen Fußball.
Bei einem Wegfall von 50+1 würde sich in der aktuellen Konstellation nichts ändern. Der e.V. hält immer noch 100% an der Komplementärgesellschaft und diese alleine ist zur Geschäftsführung befugt. Genau das ist ja auch der Grund, warum Windhorst problemlos mehr als 49,9% der Kommanditaktien halten darf, ohne mit 50+1 in Konflikt zu geraten. Er könnte auch die vollen 100% besitzen und dürfte trotzdem nicht über die Geschäftsführung entscheiden.
Momentan ist, sowie ich das verstanden habe, keine Klage vor dem EUGh, oder dem BGH möglich, weil sich die 50+1 Regel im Prüfungsverfahren des Bundeskartelamtes befinden. Die DFL hat die 50+1 Regel selbst dort zur Prüfung vorgelegt, um einer Klage zuvor zukommen und um vom EUGH nicht vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.
Soweit ich die News dazu verfolgt habe, gehen Experten wohl davon aus, dass die 50+1 Regel in ihrer momentanen Form nicht bestehen bleibt. Die Prüfung durch das Kartelamt zieht sich allerdings noch hin, keine Ahnung wann die fertig werden wollen. Eingereicht wurde die, glaube irgendwann 2018, müsste ich mal googeln, wenn ich wieder am PC bin.
Wie Dicksen Paule schon schrieb, hat dieses Verfahren keine Auswirkungen auf die Macht des Komplementärs in der GmbH und Co KGaA. Die KG als Konstrukt schützt die Kommanditisten wie Windhorst vor einer unbeschränkten Haftung. Im Gegenzug hat der persönlich haftende Gesellschafter (Komplementär) die meiste Macht im Unternehmen. Wie viele Anteile dabei von Kommanditisten gehalten werden, ist deshalb irrelevant in Hinsicht auf die Geschäftsführungsmacht. Wenn 50+1 kippen sollte, bedeutet dies nicht, dass Windhorst dadurch automatisch mehr Macht erhalten würde. Das ist gerade das Geniale an der Rechtsform einer GmbH und Co KGaA. Ist die Profiabteilung in dieser Weise ausgegliedert, kann 50+1 im Prinzip umgangen werden.
Edit: die Machtverteilung ist für diese Gesellschaftsform gesetzlich festgelegt. Ein Fall von 50+1 würde daran nichts ändern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 1libero11 am 23.12.2020 um 09:23 Uhr bearbeitet
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