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Wer wird McClarens Nachfolger???

07.02.2011 - 17:53 Uhr
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#151
08.02.2011 - 15:11 Uhr
welches system hat favre damals in berlin spielen lassen? oder welches ist sein beliebtes?

•     •     •

Ich wage mal eine Prognose: "Es könnte so oder so ausgehen". (Ron Atkinson - Trainer ManUtd)
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#152
08.02.2011 - 15:23 Uhr
Ich frage mich, wo die Abneigung gegen Favre herkommt?
Für mich der mit Abstand beste Trainer, den Hertha je hatte. Immer wieder gern:
http://www.youtube.com/user/bonesbsc#p/a/u/0/fQgyF7NFGAg
(Favre erklärt in der Pressekonferenz HSV-Hertha die Taktik)

Ich halte es nicht für wahrscheinlich, aber sollte Favre euer Trainer werden, würde ich glatt VfL-Fan werden :D
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#153
08.02.2011 - 15:51 Uhr
Ich glaube es könnte Christian Gross werden. Er hat den VfB letzte Saison auch von ganz unten raus geholt. :)
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#154
08.02.2011 - 16:19 Uhr
Also ersteinmal muss ich sagen, dass es auch Zeit wurde McClaren zu entlassen.
Die Entlassung hätte meiner Meinung nach schon nach der Hinrunde stattfinden müssen.

Welche Situation haben die Wölfe nun?
Hoeneß hat unter Umständen Spieler im Winter verpflichtet, welche mit McClaren haben wollte und welche dann auch vielleicht abgesprochen waren.

Mit Sanli und Helmes hat Hoeneß meiner Meinung nach zwei Spieler nach Wolfsburg geholt, welche den VfL weiterbringen werden und welche auch die Qualität haben die Wölfe weiterzubringen.

Koo und Orozco sind ebenfalls Spieler mit Potenzial. Ihnen gehört die Zukunft.

Darüberhinaus hat man mit Benaglio, Kjaer, Friedrich, Diego, Sanli und Helmes aus meiner Sicht insgesamt ein gutes Gerüst.
Jetzt fehlt es am Trainer.
Welches Profil sollte dieser haben? International angesehen und erfahren? Autoritär? Modern? Ein Trainer, welcher Offensivfußball spielen lässt? Deutschsprachig?

Laut Presse stehen Jol und Rangnick ziemlich weit oben auf der Liste der möglichen Kandidaten.
Beide sind sicherlich keine schlechten Kandidaten.
Für Jol wäre Wolfsburg eine klasse Alternative. Andersherum wäre für Wolfsburg Jol eine gute Alternative.
Jol ist aus meiner Sicht ein autoritärer Trainer, welche genaustens seine Vorstellungen hat und diese auch nur allzu gerne umsetzt. Würde aus meiner Sicht ganz gut passen, eben weil die Wölfe mit VW einen Finanzkräftigen Partner hinter sich haben.

Rangnick dagegen setzt wohl mehr auf junge unverbrauchte Spieler, welche noch sehr erfolgshungrig sind und welche auch noch recht formbar sind.

Ein anderer Kandidat ist für mich Christoph Daum. Hat damals in Stuttgart, Leverkusen und zuletzt auch in der Türkei sehr gute Arbeit gemacht.
Ein Trainer, welcher immer akribisch und intensiv mit seinen Spielern arbeitet, ohne dabei die gewisse Distanz zu verlieren. Daum hat meiner Meinung nach viel Sachverstand, dazu versteht hat er internationale Erfahrung und ist ein Trainer, vor welchem man Respekt hat.

Nächster Kandidat: Mirko Slomka - kann man leider schonwieder ausschließen durch seine Vertragsverlöngerung in Hannover. Wäre allerdings meiner Meinung nach der richtige Trainer gewesen bzw hätte er der Trainer sein können.

Vom Chefcoach Littbarski bis Sommer halte ich wie soviele nicht wirklich was!!!

Ernsthafteste Kandidaten dürften Jol und Rangnick sein.

Wenn ich mich für einen der beiden Trainer entscheiden müsste würde ich Jol verpflichten.
Ist ein interational anerkannter Fachmann, welcher unteranderem bei Tottenham klasse Arbeit abgeliefert hat. Jol spricht zudem deutsch und scheint mir als autoritär, was bei Spielern wie Diego und Mbokani garnicht verkehrt sein könnte.
Für Diego wäre es wohl am besten Thomas Schaaf aus Bremen nach Wolfsburg zu lotsen :D

In diesem Sinne



Im übrigen halte ich viel von Diego (sollte nicht negativ rüberkommen) - hab mir sogar nen Wölfe Trikot mit Diego's Namen geleistet ;)
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#155
08.02.2011 - 16:25 Uhr
Zitat von KiShiDo:
Aber Farve wurde doch von Hoeneß geholt... Hoeneß hat doch sonst alles falsch gemacht

Ich denke, ich habe mich auch bei Euch ausreichend zu Hoeness ausgelassen, zuletzt zu den vielgescholtenen Transfers bei Euch. Meine Quintessenz zu ihm ist, dass er nicht mit Geld umgehen kann, aber wenn das nicht der primäre Maßstab wäre, durchaus ein guter Manager ist. Man sollte da weder frustrierte Hertha-Fans, noch dahergelaufenen Pöbel der ohne Hintergrundinformationen nörgeln möchte, als Meßlatte nehmen.

Aber wäre mir neu, dass ich zu einer dieser Kategorien gehöre. Nichtsdestotrotz war Favre die beste Idee, die Hoeness bei Hertha in 10 Jahren hatte, insofern verstehe ich die Kritik hier teilweise nicht. Favre ist in Berlin weder menschlich, sportlich noch sonstwie gescheitert, sondern einzig und allein, weil Herzstücke der Mannschaft aus wirtschaftlicher Not verkauft werden mußten und die gewünschten Ersatzspieler nicht finanzierbar waren. Ansonsten hat er mit einem Team was zwei Klassen unter dem aktuellem VfL-Kader steht, um die Meisterschaft mitgespielt.

In Deutschland würde ich nur Klopp und mit Abstrichen Rangnick eine ähnliche Kompetenz zusprechen.
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#156
08.02.2011 - 17:38 Uhr
Zitat von Kleeschaetzky:
welches system hat favre damals in berlin spielen lassen? oder welches ist sein beliebtes?


Er lässt das spielen was der Kader hergibt. Bei Zürich wunderschönen Offensivfussball mit Kurzpassspiel und Vertikales Spiel, ein kleines Barcelona der Schweiz. In der Koordination so feingeschliffen wie ich bisher in der Bundesliga taktisch noch keine Mannschaft habe offensiv spielen sehen, nicht mal Bayern gegen eine unterklassige Mannschaft.

Bei Hertha hatte er aber im Gegensatz zu Zürich im Vergleich zur Liga-Konkurenz ein durchschnittliches Kader. Daher liess er bei Hertha italienisch spielen, so wie Inter als sie CL-Sieher wurden. Sehr viel Defensivtaktik, mit extrem vernetztes verschieben. Aber auch mit unglaublich koordinierten und schnell vorgetragenen Angriffe nach Balleroberung. Hertha war unter Favre sogar die schnellst spielende Mannschaft der Bundesliga, und erreichte oberes Champions League Niveau. Ein Spieler hielt im Durchschnitt den Ball 1 Sekunde lang.

Das fiel natürlich nicht so auf, weil Hertha eben insgesamt defensiv spielte. Viele glaubten sogar, es sei bloss Glück gewesen, dass Hertha vierter wurde. Aber er erreichte in der Rückrunde der Saison vorher auch schon den 6. Platz. D.h. er war 1.5 Jahre am Stück unter den besten 6 der Liga. Das ist kein Zufall mehr.

Taktisch gehört er zur absoluten Elite. Seine Menschenführung ist auch gut, auch wenn er weich wirkt. Er kann durchgreifen. Er gewann das MAchtspiel den Pantelic angezettelt hat. Und vor allem Folgen ihm die Spieler weil sie schnell merken, dass da einer mit unglaublich Fachwissen am Werke ist. Ein Voronin sagte zum Beispiel, dass er solche Taktiktraining in der Quantität und Qualität nur von Liverpool her kennt. Dardai schwärmte erst kürzlich noch Favre hinterher. Favre kann auch sehr gut Spieler weiterentwickeln, er machte Friedrich erst zu einem Innenverteidiger dieser Klasse. Erst unter ihm nahm Löw Friedrich als IV und sagte, dass er taktisch enormen Fortschritt gemacht hat.

Also er kann sowohl individuell, als auch mannschaftlich-taktisch seine Philosophie nicht nur erklären, sondern auch wirklich im Training vermitteln und einüben. Hoeness hat diese Fähigkeit bei Favre stets mit hoher Bewunderung gepriesen.

Schlecht ist bei Favre lediglich seine Aussendarstellung. Aber Wolfsbrug ist nicht Berlin, da geht es in Sachen Medien ruhiger zu.

Bei Hertha scheiterte er weil die CL knapp verpasst wurde, und somit kein Geld da war um Voronin zu halten, und weil zudem Simunic verkauft wurde und das Geld in die Schuldentilgung gesteckt wurde. Dazu ging auch Pantelic, der ein Mega-Rentenvertrag verlange mit anschliessenden Posten als Sportdirektor, den Hertha nicht bezahlen konnte. Das waren alles wichtige Stützen des Teams, und es war kein Geld da um entsprechenden Ersatz zu holen. Zudem kam zu Beginn der Saison noch ein unglaubliches Verletzungspech, und in ein zwei Spielen noch das Pech dazu, und die Mannschaft verlor ein paar Spiele, was wiederum eine psychologische Krise verursachte. Nach glaube ich 7 Spieltagen wurde Favre dann entlassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DerDa am 08.02.2011 um 17:53 Uhr bearbeitet
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#157
08.02.2011 - 17:46 Uhr
Wenn das mit Litti nicht funktioniert und die Situation brenzlich wird, dann wuerde ich den hier als Feuerwehrmann einstellen

HANS MEYER, der kennt den Dieter Hoeness aus seiner Berliner Zeiten gut.

Dann wuerde ich im Sommer den Verein komplett umkrempeln, das heisst einen neuen Trainer her und einen Mannschaftumbruch hervornehmen. Es sind definitv zu viele Auslaender drinnen. Es muessen mehr junge Deutsche herangefuehrt werden. McClaren war das anscheinend noch von der Premier League, da wo ein sehr hohen Auslaenderanteil besteht, gewohnt.
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#158
08.02.2011 - 18:04 Uhr
Zitat von DerDa:
Zitat von Kleeschaetzky:
welches system hat favre damals in berlin spielen lassen? oder welches ist sein beliebtes?


Er lässt das spielen was der Kader hergibt. Bei Zürich wunderschönen Offensivfussball mit Kurzpassspiel und Vertikales Spiel, ein kleines Barcelona der Schweiz. In der Koordination so feingeschliffen wie ich bisher in der Bundesliga taktisch noch keine Mannschaft habe offensiv spielen sehen, nicht mal Bayern gegen eine unterklassige Mannschaft.

Bei Hertha hatte er aber im Gegensatz zu Zürich im Vergleich zur Liga-Konkurenz ein durchschnittliches Kader. Daher liess er bei Hertha italienisch spielen, so wie Inter als sie CL-Sieher wurden. Sehr viel Defensivtaktik, mit extrem vernetztes verschieben. Aber auch mit unglaublich koordinierten und schnell vorgetragenen Angriffe nach Balleroberung. Hertha war unter Favre sogar die schnellst spielende Mannschaft der Bundesliga, und erreichte oberes Champions League Niveau. Ein Spieler hielt im Durchschnitt den Ball 1 Sekunde lang.

Das fiel natürlich nicht so auf, weil Hertha eben insgesamt defensiv spielte. Viele glaubten sogar, es sei bloss Glück gewesen, dass Hertha vierter wurde. Aber er erreichte in der Rückrunde der Saison vorher auch schon den 6. Platz. D.h. er war 1.5 Jahre am Stück unter den besten 6 der Liga. Das ist kein Zufall mehr.

Taktisch gehört er zur absoluten Elite. Seine Menschenführung ist auch gut, auch wenn er weich wirkt. Er kann durchgreifen. Er gewann das MAchtspiel den Pantelic angezettelt hat. Und vor allem Folgen ihm die Spieler weil sie schnell merken, dass da einer mit unglaublich Fachwissen am Werke ist. Ein Voronin sagte zum Beispiel, dass er solche Taktiktraining in der Quantität und Qualität nur von Liverpool her kennt.

Schlecht ist bei Favre lediglich seine Aussendarstellung. Aber Wolfsbrug ist nicht Berlin, da geht es in Sachen Medien ruhiger zu.

Bei Hertha scheiterte er weil die CL knapp verpasst wurde, und somit kein Geld da war um Voronin zu halten, und weil zudem Simunic verkauft wurde und das Geld in die Schuldentilgung gesteckt wurde. Dazu ging auch Pantelic, der ein Mega-Rentenvertrag verlange mit anschliessenden Posten als Sportdirektor, den Hertha nicht bezahlen konnte. Das waren alles wichtige Stützen des Teams, und es war kein Geld da um entsprechenden Ersatz zu holen. Zudem kam zu Beginn der Saison noch ein unglaubliches Verletzungspech, und in ein zwei Spielen noch das Pech dazu, und die Mannschaft verlor ein paar Spiele, was wiederum eine psychologische Krise verursachte. Nach glaube ich 7 Spieltagen wurde Favre dann entlassen.


danke für deine ausführung.
mir blieb bei favre eigentlich immer nur das wort polyvalenz hängen.
diese anforderung stellte er an seine spieler/kader, zudem sollten sie jung sein. daraus folgere ich, dass er gerne spieler formt.

kannst du mir noch was über seine zürichzeit sagen. du sprichst von offensivfußball. hat er sich auch da an die kaderbegebenheiten angepasst oder hatte er ein bestimmtes/favorisiertes system?
für eine kleine ausführung wäre ich in anbetracht der zwiespältigkeit des vfl ein 4-4-2 oder das mcclaren-system zu etablieren dankbar. insbesondere interessiert mich die personalie spielmacher. hat er solch art spieler integriert oder hat er diese position, wenn möglich, umgangen?
zukunftsbetrachtet sollte ein diego, trotz aller eskapaden, hier gehalten werden und hoeness kann sich einen affront mit selbigen wohl nicht leisten. ansonsten steht er selbst zur disposition.

vielen dank im voraus.

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Ich wage mal eine Prognose: "Es könnte so oder so ausgehen". (Ron Atkinson - Trainer ManUtd)
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#159
08.02.2011 - 18:31 Uhr
Zitat von england5germany1:
Litti ist bis Saisonende fix. Mit Rangnick sollen am Donnerstag erste Verhandlungen geführt werden. Ziel ein Vertrag ab 1.7. mitsamt einer Klausel, die es ermöglicht ihn vorher schon anzustellen.


Kann man nur hoffen, dass man sich mit Rangnick einigt.
Fachlich ist er nicht zu übertreffen, ein absoluter Fachmann mit Konzepten und Visionen, er weiß, was gebraucht wird. Hoffentlich lässt DH ihm im Fall der Fälle ausreichend Freiraum und erfüllt seine "Wünsche".
Wer wird McClarens Nachfolger??? |#160
08.02.2011 - 18:33 Uhr
Zitat von Kleeschaetzky:
Zitat von DerDa:
Zitat von Kleeschaetzky:
welches system hat favre damals in berlin spielen lassen? oder welches ist sein beliebtes?


Er lässt das spielen was der Kader hergibt. Bei Zürich wunderschönen Offensivfussball mit Kurzpassspiel und Vertikales Spiel, ein kleines Barcelona der Schweiz. In der Koordination so feingeschliffen wie ich bisher in der Bundesliga taktisch noch keine Mannschaft habe offensiv spielen sehen, nicht mal Bayern gegen eine unterklassige Mannschaft.

Bei Hertha hatte er aber im Gegensatz zu Zürich im Vergleich zur Liga-Konkurenz ein durchschnittliches Kader. Daher liess er bei Hertha italienisch spielen, so wie Inter als sie CL-Sieher wurden. Sehr viel Defensivtaktik, mit extrem vernetztes verschieben. Aber auch mit unglaublich koordinierten und schnell vorgetragenen Angriffe nach Balleroberung. Hertha war unter Favre sogar die schnellst spielende Mannschaft der Bundesliga, und erreichte oberes Champions League Niveau. Ein Spieler hielt im Durchschnitt den Ball 1 Sekunde lang.

Das fiel natürlich nicht so auf, weil Hertha eben insgesamt defensiv spielte. Viele glaubten sogar, es sei bloss Glück gewesen, dass Hertha vierter wurde. Aber er erreichte in der Rückrunde der Saison vorher auch schon den 6. Platz. D.h. er war 1.5 Jahre am Stück unter den besten 6 der Liga. Das ist kein Zufall mehr.

Taktisch gehört er zur absoluten Elite. Seine Menschenführung ist auch gut, auch wenn er weich wirkt. Er kann durchgreifen. Er gewann das MAchtspiel den Pantelic angezettelt hat. Und vor allem Folgen ihm die Spieler weil sie schnell merken, dass da einer mit unglaublich Fachwissen am Werke ist. Ein Voronin sagte zum Beispiel, dass er solche Taktiktraining in der Quantität und Qualität nur von Liverpool her kennt.

Schlecht ist bei Favre lediglich seine Aussendarstellung. Aber Wolfsbrug ist nicht Berlin, da geht es in Sachen Medien ruhiger zu.

Bei Hertha scheiterte er weil die CL knapp verpasst wurde, und somit kein Geld da war um Voronin zu halten, und weil zudem Simunic verkauft wurde und das Geld in die Schuldentilgung gesteckt wurde. Dazu ging auch Pantelic, der ein Mega-Rentenvertrag verlange mit anschliessenden Posten als Sportdirektor, den Hertha nicht bezahlen konnte. Das waren alles wichtige Stützen des Teams, und es war kein Geld da um entsprechenden Ersatz zu holen. Zudem kam zu Beginn der Saison noch ein unglaubliches Verletzungspech, und in ein zwei Spielen noch das Pech dazu, und die Mannschaft verlor ein paar Spiele, was wiederum eine psychologische Krise verursachte. Nach glaube ich 7 Spieltagen wurde Favre dann entlassen.


danke für deine ausführung.
mir blieb bei favre eigentlich immer nur das wort polyvalenz hängen.
diese anforderung stellte er an seine spieler/kader, zudem sollten sie jung sein. daraus folgere ich, dass er gerne spieler formt.

kannst du mir noch was über seine zürichzeit sagen. du sprichst von offensivfußball. hat er sich auch da an die kaderbegebenheiten angepasst oder hatte er ein bestimmtes/favorisiertes system?
für eine kleine ausführung wäre ich in anbetracht der zwiespältigkeit des vfl ein 4-4-2 oder das mcclaren-system zu etablieren dankbar. insbesondere interessiert mich die personalie spielmacher. hat er solch art spieler integriert oder hat er diese position, wenn möglich, umgangen?
zukunftsbetrachtet sollte ein diego, trotz aller eskapaden, hier gehalten werden und hoeness kann sich einen affront mit selbigen wohl nicht leisten. ansonsten steht er selbst zur disposition.

vielen dank im voraus.


Favre hat ein favorisiertes System, er nennt das "richtig Spielen", und meint damit schlicht und ergreifend das perfekt Spiel, sowohl defensiv als auch offensiv, in etwa so wie Barcelona es zelebriert. Er hat ja auch bei Cruyff gelernt. Arsene Wenger und Benitez sind seine Freunde. Vor allem Wenger.

Er ging in Zürich so vor wie in Berlin: Er lässt kurzfristig das spielen was der Kader hergibt, entwickelt aber langfristig sein Team taktisch in Richtung Endsystem weiter und ersetzt Stück für Stück nicht geeignete Spieler mit solchen die sowohl kurzfristig passen aber auch fähig sind sein Endsystem zu spielen.

Favre bevorzugte in Zürich wie auch bei Hertha zwei zentrale Mittelfeldspieler auf gleicher Höhe. Zudem eine richtige Spitze und ein spielender Stürmer bzw. Spielmacher dahinter.
Also: ein 4-4-1-1 oder 4-2-3-1. Aber weder in Zürich noch bei Hertha hatte er einen Spieler wie Diego. Bei Hertha sagte er dementsprechend auch mal dass er auch mit Raute und zwei Stürmer spielen lassen würde, wenn er den geeigneten Spieler hätte. Tatsächlich hat er auch während des Spiels wenn es nötig war, meistens bei Rückstand, auf Raute umgestellt.
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