Alexander Ende [Trainer]
13.04.2026 - 10:19 Uhr
14.04.2026 - 18:08 Uhr
Zitat von Chubby_Alonso
Ich habe mir die Antritts-Pressekonferenz von Alexander Ende und Sven Mislintat angeschaut und muss feststellen, dass während die allgemeine Stimmung im Forum eher wohlwollend positiv ist, ich aktuell noch zur Fraktion der Skeptiker gehöre. Leider.
Zur PK:
Mislintat machte deutlich, warum der Wechsel alternativlos war und warum die Wahl auf Ende fiel.
„...der Trend der letzten vier Spiele leider auch bedeutet, dass sich das wieder umgekehrt hat, dass wir wieder in einer Situation sind, in der wir auch schon waren... und in dieser Situation gilt es eben, sich alles genau anzuschauen und zu schauen, welche Impulse kann man noch mal setzen.“
Interessant ist hier das klare Bekenntnis gegen einen kurzfristigen „Feuerwehrmann“. Mislintat stellt den System/Kaderfit in den Vordergrund. Er lobt Endes „Commitment“ über die fünf Spiele hinaus, unabhängig vom Ausgang. Das ist mutig, birgt aber die Gefahr, dass man den Abstieg bereits als enkalkuliertes Risiko einer langfristigen Entwicklung wahr nimmt.
Alex Ende wirkte ruhig und sachlich auf mich, aber und das ist mein Kritikpunkt: es fehlte der inhaltliche Tiefgang und eine gewisse Souveränität. In einer Situation, in der die Hütte brennt, entscheiden auch sprachliche Nuancen darüber, ob man Berge versetzt oder bei 90 % stehen bleibt.
Hier einige Aussagen mit denen ich persönlich meine Schwierigkeiten hatte:
„Also ich würde nicht hier sitzen, wenn ich nicht hundertprozentig davon überzeugt wäre, dass viel Potenzial in diesem Kader steckt...“
Das klingt unterbewusst nach Rechtfertigung. Ein souveräner Satz kann auch deutlicher formuliert werden.
"Ich sitze heute voller Vorfreude hier, weil ich zu 100 Prozent vom großen Potenzial dieser Mannschaft überzeugt bin.“
Positive Überzeugung muss proaktiv transportiert werden, nicht als Verteidigung der eigenen Anwesenheit.
Oder: „Den Spagat werden wir gehen müssen, den Jungs keine Denksportaufgabe zu geben, sondern auf vieles, was gut war, das zu belassen...“
Der Begriff „Denksportaufgabe“ impliziert eine Überforderung der Spieler. Das schwingt gefährlich in Richtung „die Mannschaft ist zu dumm für Komplexes“ mit. Warum nicht: „Wir werden gezielte, kleine Anpassungen vornehmen, um der Mannschaft sofortige Handlungssicherheit zu geben.“ Wir brauchen doch keine Reduzierung von Komplexität, sondern Klarheit. Naja.
Fußballerisch blieb Ende vage. Er sprach von:
„Viele Positionen in der Box im richtigen Moment besetzen... damit noch mal davon profitiert.“
„Mannschaftsteile zusammenführen... füreinander machen... im richtigen Moment aufs Gaspedal drücken.“
Das ist inhaltlich leider sehr mau. Bislang steht unter dem Strich einfach nur Einsatz, Pragmatismus und Überzahl in der Box. Es wirkt so, als wolle man vor dem Magdeburg-Spiel keine Karten aufdecken. Das ist legitim, lässt mich aber mit den von ihn erwähnten Fragezeichen zurück.
Hand aufs Herz, bis auf drei Positionen haben einige hier doch die Formation samt Aufstellung für das Magdeburgspiel bereits entziffert. Eine Dreikette wäre sehr überraschend. Ein 2-Mann-Sturm ist zu erwarten. Spannend sind lediglich die RV-Position und wer die dritte Person im Mittelfeld neben Tanaka, El Azzouzi sein wird. Appelkamp auf der 10 sollte auch gesetzt sein und letztendlich fällt eine Entscheidung auf Paulina oder Ljubicic für die vakante Stelle neben Itten. Tendenz geht wahrscheinlich zu Ljubicic, wobei mich die physische Variante aus Itten und Paulina nicht überraschen würde. Leider haben aber beide Spieler bislang wenig Argumente für sich sammeln können.
Kommen wir zur Presselandschaft. Seit mehreren Jahren habe ich ein Gefühl der Wohlfühloase bei uns. Die Bild sucht natürlich nach jedem Strohhalm um Klicks zu erzeugen aber wir können doch in der Sache fair aber auch deutlich kritischer im Umgang mit allen Beteiligten sein. Ich hätte mir von den anwesenden Journalisten deutlich "zielführendere" Fragen gewünscht, um den Kern Endes Arbeit besser greifen zu können. Hier einige Beispiele:
Zum Verbleib von Ilia Gruev: Wie stellt Alexander Ende sicher, dass er sich eine unvoreingenommene Meinung bildet, wenn er seine Infos von einem Co-Trainer bezieht, der Teil der jüngsten Negativserie war? Wie verhindert man das Übernehmen alter Muster?
Zur Verantwortung der Mannschaft: Wenn Mislintat keinen „Schutz“ durch einen Funkel-Typen will, bedeutet das im Umkehrschluss, dass sich die Spieler zuletzt aus der Verantwortung gestohlen haben? Wie sieht die interne „Inpflichtnahme“ aus?
Systemwechsel: Wie will man in nur drei bis vier Trainingseinheiten (bei Doppelschichten ist mehr Zeit) eine neue Struktur (Raute) implementieren, ohne die ohnehin anfällige Defensive gegen Magdeburg komplett zu entblößen?
Wie sieht die Vorbereitung auf die nächsten Gegner aus?
Worst Case Abstieg: Gilt das langfristige Commitment von Alexander Ende zu den exakt gleichen strategischen Bedingungen auch für den Gang in die 3. Liga?
Ich bin Alexander Ende grundsätzlich positiv gestimmt und verstehe, dass er zuerst mit dem Team sprechen wollte, bevor er Details verrät. Dennoch hat diese erste Pressekonferenz bei mir wenig Aufbruchstimmung erzeugt. Es war eher eine Übung und ein "Beschnuppern" als eine flammende Rede für den Neuanfang. Zwei, drei nette Geschichten über seine Verbindung zu unserem Herzensverein und wenig Tiefgang. Joar.
Letztendlich muss es zwischen ihm und der Mannschaft passen und nicht zwischen ihm und meiner Interpretation seines Gesagten. Ich bin gespannt, ob die PK vor dem Magdeburg-Spiel mehr „Ausrufezeichen“ statt „Fragezeichen“ setzt und wie sich unsere Elf präsentieren wird.
Ich habe mir die Antritts-Pressekonferenz von Alexander Ende und Sven Mislintat angeschaut und muss feststellen, dass während die allgemeine Stimmung im Forum eher wohlwollend positiv ist, ich aktuell noch zur Fraktion der Skeptiker gehöre. Leider.
Zur PK:
Mislintat machte deutlich, warum der Wechsel alternativlos war und warum die Wahl auf Ende fiel.
„...der Trend der letzten vier Spiele leider auch bedeutet, dass sich das wieder umgekehrt hat, dass wir wieder in einer Situation sind, in der wir auch schon waren... und in dieser Situation gilt es eben, sich alles genau anzuschauen und zu schauen, welche Impulse kann man noch mal setzen.“
Interessant ist hier das klare Bekenntnis gegen einen kurzfristigen „Feuerwehrmann“. Mislintat stellt den System/Kaderfit in den Vordergrund. Er lobt Endes „Commitment“ über die fünf Spiele hinaus, unabhängig vom Ausgang. Das ist mutig, birgt aber die Gefahr, dass man den Abstieg bereits als enkalkuliertes Risiko einer langfristigen Entwicklung wahr nimmt.
Alex Ende wirkte ruhig und sachlich auf mich, aber und das ist mein Kritikpunkt: es fehlte der inhaltliche Tiefgang und eine gewisse Souveränität. In einer Situation, in der die Hütte brennt, entscheiden auch sprachliche Nuancen darüber, ob man Berge versetzt oder bei 90 % stehen bleibt.
Hier einige Aussagen mit denen ich persönlich meine Schwierigkeiten hatte:
„Also ich würde nicht hier sitzen, wenn ich nicht hundertprozentig davon überzeugt wäre, dass viel Potenzial in diesem Kader steckt...“
Das klingt unterbewusst nach Rechtfertigung. Ein souveräner Satz kann auch deutlicher formuliert werden.
"Ich sitze heute voller Vorfreude hier, weil ich zu 100 Prozent vom großen Potenzial dieser Mannschaft überzeugt bin.“
Positive Überzeugung muss proaktiv transportiert werden, nicht als Verteidigung der eigenen Anwesenheit.
Oder: „Den Spagat werden wir gehen müssen, den Jungs keine Denksportaufgabe zu geben, sondern auf vieles, was gut war, das zu belassen...“
Der Begriff „Denksportaufgabe“ impliziert eine Überforderung der Spieler. Das schwingt gefährlich in Richtung „die Mannschaft ist zu dumm für Komplexes“ mit. Warum nicht: „Wir werden gezielte, kleine Anpassungen vornehmen, um der Mannschaft sofortige Handlungssicherheit zu geben.“ Wir brauchen doch keine Reduzierung von Komplexität, sondern Klarheit. Naja.
Fußballerisch blieb Ende vage. Er sprach von:
„Viele Positionen in der Box im richtigen Moment besetzen... damit noch mal davon profitiert.“
„Mannschaftsteile zusammenführen... füreinander machen... im richtigen Moment aufs Gaspedal drücken.“
Das ist inhaltlich leider sehr mau. Bislang steht unter dem Strich einfach nur Einsatz, Pragmatismus und Überzahl in der Box. Es wirkt so, als wolle man vor dem Magdeburg-Spiel keine Karten aufdecken. Das ist legitim, lässt mich aber mit den von ihn erwähnten Fragezeichen zurück.
Hand aufs Herz, bis auf drei Positionen haben einige hier doch die Formation samt Aufstellung für das Magdeburgspiel bereits entziffert. Eine Dreikette wäre sehr überraschend. Ein 2-Mann-Sturm ist zu erwarten. Spannend sind lediglich die RV-Position und wer die dritte Person im Mittelfeld neben Tanaka, El Azzouzi sein wird. Appelkamp auf der 10 sollte auch gesetzt sein und letztendlich fällt eine Entscheidung auf Paulina oder Ljubicic für die vakante Stelle neben Itten. Tendenz geht wahrscheinlich zu Ljubicic, wobei mich die physische Variante aus Itten und Paulina nicht überraschen würde. Leider haben aber beide Spieler bislang wenig Argumente für sich sammeln können.
Kommen wir zur Presselandschaft. Seit mehreren Jahren habe ich ein Gefühl der Wohlfühloase bei uns. Die Bild sucht natürlich nach jedem Strohhalm um Klicks zu erzeugen aber wir können doch in der Sache fair aber auch deutlich kritischer im Umgang mit allen Beteiligten sein. Ich hätte mir von den anwesenden Journalisten deutlich "zielführendere" Fragen gewünscht, um den Kern Endes Arbeit besser greifen zu können. Hier einige Beispiele:
Zum Verbleib von Ilia Gruev: Wie stellt Alexander Ende sicher, dass er sich eine unvoreingenommene Meinung bildet, wenn er seine Infos von einem Co-Trainer bezieht, der Teil der jüngsten Negativserie war? Wie verhindert man das Übernehmen alter Muster?
Zur Verantwortung der Mannschaft: Wenn Mislintat keinen „Schutz“ durch einen Funkel-Typen will, bedeutet das im Umkehrschluss, dass sich die Spieler zuletzt aus der Verantwortung gestohlen haben? Wie sieht die interne „Inpflichtnahme“ aus?
Systemwechsel: Wie will man in nur drei bis vier Trainingseinheiten (bei Doppelschichten ist mehr Zeit) eine neue Struktur (Raute) implementieren, ohne die ohnehin anfällige Defensive gegen Magdeburg komplett zu entblößen?
Wie sieht die Vorbereitung auf die nächsten Gegner aus?
Worst Case Abstieg: Gilt das langfristige Commitment von Alexander Ende zu den exakt gleichen strategischen Bedingungen auch für den Gang in die 3. Liga?
Ich bin Alexander Ende grundsätzlich positiv gestimmt und verstehe, dass er zuerst mit dem Team sprechen wollte, bevor er Details verrät. Dennoch hat diese erste Pressekonferenz bei mir wenig Aufbruchstimmung erzeugt. Es war eher eine Übung und ein "Beschnuppern" als eine flammende Rede für den Neuanfang. Zwei, drei nette Geschichten über seine Verbindung zu unserem Herzensverein und wenig Tiefgang. Joar.
Letztendlich muss es zwischen ihm und der Mannschaft passen und nicht zwischen ihm und meiner Interpretation seines Gesagten. Ich bin gespannt, ob die PK vor dem Magdeburg-Spiel mehr „Ausrufezeichen“ statt „Fragezeichen“ setzt und wie sich unsere Elf präsentieren wird.
Also vorab und ohne jede Einschränkung:
Ich lese deine Beiträge sehr gerne und mit voller Aufmerksamkeit. Alleine, weil Sie sehr in die Tiefen und ins fachliche Detail gehen.
Hier aber tendiere ich deutlich dazu, dass zu DIESEM Zeitpunkt nicht alles gesagte/gezeigte/gefühlte auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt werden sollte.
Ich gebe Dir zwar inhaltlich grundsätzlich Recht - hätte rhetorisch besser sein können - aber ich denke wir sollten einfach den doch spürbaren Funken Hoffnung weiter schüren... uns auf eine mögliche Wende freuen und hinter der Mannschaft und dem Trainer stehen. Ohne ihn nach der ersten PK zu hinterfragen.
Nochmal. Ich weiß und verstehe was Du meinst.
Aber ich empfinde die Fortuna aktuell im Ganzen als zu fragil, um so dezidiert solche Kleinigkeiten zu kritisieren.
Hoffen wir, das AE sich nicht vollständig comitted hat, weil es auch der falsche Zeitpunkt wäre. Am Samstag sind wir ein Stück schlauer... so oder so 👍
15.04.2026 - 12:05 Uhr
Ich bin doch sehr skeptisch ob Alexander Ende die richtige Wahl für die zukunftsweisenden wichtigen 5 letzten Spieltage ist, von denen die Zukunft des ganzen Vereins abhängt. Ein Abstieg wäre dramatisch und würde vermutlich nicht so schnell korrigiert werden können. Es droht eine Situation wie 1999, es gibt sogar erschreckende Parallelen. Vom Kader würden bei Abstieg kaum Spieler übrig bleiben und Fortuna müsste mit einen Bruchteil des jetzigen Budgets, trotz hoher Kosten (Arena), eine fast komplette schlagfertige Truppe für die eingespielte 3.Liga zusammenstellen. Eine sehr schwierige Aufgabe. 🤔
Ich habe überhaupt nichts gegen Alexander Ende, kannte ihn bis vor kurzem überhaupt nicht, aber ihm fehlt aus meiner Sicht die Erfahrung mit schwierigem Kader in komplexer Situation in der zweithöchsten Liga zu bestehen. Ich kann nicht beurteilen ob er ein guter, durchschnittlicher oder weniger guter Trainer ist. Die Situation als Cheftrainer ist jedoch komplett neu, und damit gehen die Fortuna Verantwortlichen ein hohes Risiko ein. Ein erfahrener alter Hase auf dem Trainerstuhl, der sich auch mit komplexem Kader in schwierigen Situationen auskennt, wäre für mich die bessere eindeutig erfolgsversprechende Lösung gewesen. Mit Blick auf die Zukunft ist die Sicht der Verantwortlichen sicher ok, aber jetzt geht es erstmal darum den drohenden Supergau abzuwenden. 🙄
Mich erinnert die Situation ein wenig an die Verpflichtung von Christian Preußer, der jedoch schon zu Saisonbeginn und nicht in prekärer Situation die Chance erhielt, obwohl mir da Alexander Ende deutlich profilierter erscheint. Immerhin hat Alexander Ende in der 4. + 3.Liga schon erfolgreich gearbeitet, in der 2.Bundesliga traute man ihm bei Preußen Münster jedoch nicht den Turnaround zu und stellte ihn vor 4/5 Wochen frei. Nun soll dieser Alexander Ende den deutlich komplexeren, schwierigeren Kader von Fortuna Düsseldorf mit erwartungsvollem deutlich größerem Umfeld retten.
Da habe ich doch deutliche Zweifel. 🤔
Ich drücke ihm natürlich sämtliche Daumen und wünsche ihm den größtmöglichen Erfolg.
Fortuna's Chefetage geht ein hohes Risiko ein, in sehr prekärer Lage.
Gruß
E.-A.
Ich habe überhaupt nichts gegen Alexander Ende, kannte ihn bis vor kurzem überhaupt nicht, aber ihm fehlt aus meiner Sicht die Erfahrung mit schwierigem Kader in komplexer Situation in der zweithöchsten Liga zu bestehen. Ich kann nicht beurteilen ob er ein guter, durchschnittlicher oder weniger guter Trainer ist. Die Situation als Cheftrainer ist jedoch komplett neu, und damit gehen die Fortuna Verantwortlichen ein hohes Risiko ein. Ein erfahrener alter Hase auf dem Trainerstuhl, der sich auch mit komplexem Kader in schwierigen Situationen auskennt, wäre für mich die bessere eindeutig erfolgsversprechende Lösung gewesen. Mit Blick auf die Zukunft ist die Sicht der Verantwortlichen sicher ok, aber jetzt geht es erstmal darum den drohenden Supergau abzuwenden. 🙄
Mich erinnert die Situation ein wenig an die Verpflichtung von Christian Preußer, der jedoch schon zu Saisonbeginn und nicht in prekärer Situation die Chance erhielt, obwohl mir da Alexander Ende deutlich profilierter erscheint. Immerhin hat Alexander Ende in der 4. + 3.Liga schon erfolgreich gearbeitet, in der 2.Bundesliga traute man ihm bei Preußen Münster jedoch nicht den Turnaround zu und stellte ihn vor 4/5 Wochen frei. Nun soll dieser Alexander Ende den deutlich komplexeren, schwierigeren Kader von Fortuna Düsseldorf mit erwartungsvollem deutlich größerem Umfeld retten.
Da habe ich doch deutliche Zweifel. 🤔
Ich drücke ihm natürlich sämtliche Daumen und wünsche ihm den größtmöglichen Erfolg.
Fortuna's Chefetage geht ein hohes Risiko ein, in sehr prekärer Lage.
Gruß
E.-A.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ESPRIT-Arena am 15.04.2026 um 12:08 Uhr bearbeitet
15.04.2026 - 12:42 Uhr
Zitat von ESPRIT-Arena
Ich bin doch sehr skeptisch ob Alexander Ende die richtige Wahl für die zukunftsweisenden wichtigen 5 letzten Spieltage ist, von denen die Zukunft des ganzen Vereins abhängt. Ein Abstieg wäre dramatisch und würde vermutlich nicht so schnell korrigiert werden können. Es droht eine Situation wie 1999, es gibt sogar erschreckende Parallelen. Vom Kader würden bei Abstieg kaum Spieler übrig bleiben und Fortuna müsste mit einen Bruchteil des jetzigen Budgets, trotz hoher Kosten (Arena), eine fast komplette schlagfertige Truppe für die eingespielte 3.Liga zusammenstellen. Eine sehr schwierige Aufgabe. 🤔
Ich habe überhaupt nichts gegen Alexander Ende, kannte ihn bis vor kurzem überhaupt nicht, aber ihm fehlt aus meiner Sicht die Erfahrung mit schwierigem Kader in komplexer Situation in der zweithöchsten Liga zu bestehen. Ich kann nicht beurteilen ob er ein guter, durchschnittlicher oder weniger guter Trainer ist. Die Situation als Cheftrainer ist jedoch komplett neu, und damit gehen die Fortuna Verantwortlichen ein hohes Risiko ein. Ein erfahrener alter Hase auf dem Trainerstuhl, der sich auch mit komplexem Kader in schwierigen Situationen auskennt, wäre für mich die bessere eindeutig erfolgsversprechende Lösung gewesen. Mit Blick auf die Zukunft ist die Sicht der Verantwortlichen sicher ok, aber jetzt geht es erstmal darum den drohenden Supergau abzuwenden. 🙄
Mich erinnert die Situation ein wenig an die Verpflichtung von Christian Preußer, der jedoch schon zu Saisonbeginn und nicht in prekärer Situation die Chance erhielt, obwohl mir da Alexander Ende deutlich profilierter erscheint. Immerhin hat Alexander Ende in der 4. + 3.Liga schon erfolgreich gearbeitet, in der 2.Bundesliga traute man ihm bei Preußen Münster jedoch nicht den Turnaround zu und stellte ihn vor 4/5 Wochen frei. Nun soll dieser Alexander Ende den deutlich komplexeren, schwierigeren Kader von Fortuna Düsseldorf mit erwartungsvollem deutlich größerem Umfeld retten.
Da habe ich doch deutliche Zweifel. 🤔
Ich drücke ihm natürlich sämtliche Daumen und wünsche ihm den größtmöglichen Erfolg.
Fortuna's Chefetage geht ein hohes Risiko ein, in sehr prekärer Lage.
Gruß
E.-A.
Ich bin doch sehr skeptisch ob Alexander Ende die richtige Wahl für die zukunftsweisenden wichtigen 5 letzten Spieltage ist, von denen die Zukunft des ganzen Vereins abhängt. Ein Abstieg wäre dramatisch und würde vermutlich nicht so schnell korrigiert werden können. Es droht eine Situation wie 1999, es gibt sogar erschreckende Parallelen. Vom Kader würden bei Abstieg kaum Spieler übrig bleiben und Fortuna müsste mit einen Bruchteil des jetzigen Budgets, trotz hoher Kosten (Arena), eine fast komplette schlagfertige Truppe für die eingespielte 3.Liga zusammenstellen. Eine sehr schwierige Aufgabe. 🤔
Ich habe überhaupt nichts gegen Alexander Ende, kannte ihn bis vor kurzem überhaupt nicht, aber ihm fehlt aus meiner Sicht die Erfahrung mit schwierigem Kader in komplexer Situation in der zweithöchsten Liga zu bestehen. Ich kann nicht beurteilen ob er ein guter, durchschnittlicher oder weniger guter Trainer ist. Die Situation als Cheftrainer ist jedoch komplett neu, und damit gehen die Fortuna Verantwortlichen ein hohes Risiko ein. Ein erfahrener alter Hase auf dem Trainerstuhl, der sich auch mit komplexem Kader in schwierigen Situationen auskennt, wäre für mich die bessere eindeutig erfolgsversprechende Lösung gewesen. Mit Blick auf die Zukunft ist die Sicht der Verantwortlichen sicher ok, aber jetzt geht es erstmal darum den drohenden Supergau abzuwenden. 🙄
Mich erinnert die Situation ein wenig an die Verpflichtung von Christian Preußer, der jedoch schon zu Saisonbeginn und nicht in prekärer Situation die Chance erhielt, obwohl mir da Alexander Ende deutlich profilierter erscheint. Immerhin hat Alexander Ende in der 4. + 3.Liga schon erfolgreich gearbeitet, in der 2.Bundesliga traute man ihm bei Preußen Münster jedoch nicht den Turnaround zu und stellte ihn vor 4/5 Wochen frei. Nun soll dieser Alexander Ende den deutlich komplexeren, schwierigeren Kader von Fortuna Düsseldorf mit erwartungsvollem deutlich größerem Umfeld retten.
Da habe ich doch deutliche Zweifel. 🤔
Ich drücke ihm natürlich sämtliche Daumen und wünsche ihm den größtmöglichen Erfolg.
Fortuna's Chefetage geht ein hohes Risiko ein, in sehr prekärer Lage.
Gruß
E.-A.
Da hast Du leider Recht , auch ich teile deine Bedenken was Herrn Ende angeht.
Er machte mir bei der PK auch einen zu braven Eindruck.
Ob das bei diesem Kader ankommt ?
Ein Alter abgezockter Retter wäre mir in dieser prekären Lage deutlich lieber gewesen.
Auch wenn mit Ihm natürlich der Erfolg nicht garantiert wäre.
Mir ist es völlig unverständlich warum SM in dieser Situation ein so hohes Risiko eingeht.
Aktuell kann es nur darum gehen den Supergau zu verhindern.
Perspektivisch kann dann wieder gehandelt werden , wenn dieser verhindert wurde.
Zudem zumindest in meiner Welt wären Mislintat und Ende bei einem Scheitern verbrannt.
Dann hätte Mislintat bei aller Fachkompetenz , sowohl bei der Einschätzung des Kaders als auch bei der Trainerwahl voll daneben gelegen.
Keine gute Basis für einen Neuanfang.
Hoffen wir das alle Bedenkenträger daneben liegen und wir irgendwie die Klasse halten.
Im Moment hilft da nur beten und anfeuern. 🥲
Dieser Beitrag wurde zuletzt von darkchampion am 15.04.2026 um 12:45 Uhr bearbeitet
15.04.2026 - 13:02 Uhr
Ich könnte jetzt nicht sagen, ob ich lieber einen alten oder jungen Trainer, einen PR-Profi oder "akribischen Arbeiter", einen erfahrenen Krisenmanager oder einen Konzepttrainer hätte - es ist mir auch egal.
Ich wünsche mir einen erfolgreichen Trainer, der unsere Spieler die Bälle an den Innenpfosten und nicht an den Außenpfosten schiessen läßt und mit dem wir die Klasse halten. Er muß kurzfristig defensive Kompaktheit herstellen und mehr Torgefährlichkeit erzeugen.
Alexander Ende kann das bestimmt sein. Ob er es ist werden wir am Samstag sehen.
Ich wünsche mir einen erfolgreichen Trainer, der unsere Spieler die Bälle an den Innenpfosten und nicht an den Außenpfosten schiessen läßt und mit dem wir die Klasse halten. Er muß kurzfristig defensive Kompaktheit herstellen und mehr Torgefährlichkeit erzeugen.
Alexander Ende kann das bestimmt sein. Ob er es ist werden wir am Samstag sehen.
15.04.2026 - 13:15 Uhr
Die Bedenken kann ich schon nachvollziehen. Die Erfahrung auf diesem Niveau fehlt Alexander Ende einfach, gerade was das Managen von Drucksituationen im Abstiegskampf angeht. Das ist ein berechtigter Punkt.
Auf der anderen Seite wirkt es für mich so, als hätte Sven Mislintat bewusst weniger auf „großen Namen“ und mehr auf Passung gesetzt: Welcher Trainer passt zum Kader und zur Spielidee, die man sehen will? Wenn das die Grundlage der Entscheidung war, dann ist der Ansatz zumindest nachvollziehbar.
Die Hoffnung dahinter ist vermutlich: Wenn es sportlich wirklich greift, kann man nicht nur die Klasse halten, sondern hat gleichzeitig jemanden, mit dem man auch über diese Saison hinaus arbeiten kann. So wurde es ja in der PK auch kommuniziert.
Unterm Strich bleibt es aber genau das, was viele kritisieren: ein Risiko. Es steht und fällt damit, ob diese Passung tatsächlich funktioniert – und das lässt sich erst auf dem Platz beantworten. Unsere Sorgen sind berechtigt.
Auf der anderen Seite wirkt es für mich so, als hätte Sven Mislintat bewusst weniger auf „großen Namen“ und mehr auf Passung gesetzt: Welcher Trainer passt zum Kader und zur Spielidee, die man sehen will? Wenn das die Grundlage der Entscheidung war, dann ist der Ansatz zumindest nachvollziehbar.
Die Hoffnung dahinter ist vermutlich: Wenn es sportlich wirklich greift, kann man nicht nur die Klasse halten, sondern hat gleichzeitig jemanden, mit dem man auch über diese Saison hinaus arbeiten kann. So wurde es ja in der PK auch kommuniziert.
Unterm Strich bleibt es aber genau das, was viele kritisieren: ein Risiko. Es steht und fällt damit, ob diese Passung tatsächlich funktioniert – und das lässt sich erst auf dem Platz beantworten. Unsere Sorgen sind berechtigt.
15.04.2026 - 13:22 Uhr
Alexander Ende hätte mir wahrscheinlich in jeder anderen Situation sehr gut gefallen. Jetzt bin ich sehr skeptisch, ob er viel bewirken kann. Grundsätzlich glaube ich, dass der Kader für Endes System besser ausgelegt ist als für Thioune/Anfang. Jedoch frage ich mich, wie die Mannschaft innerhalb so kurzer Zeit, bei so vielen Verletzten und unter dem immensen Druck einen kompletten Systemwechsel zu Ballbesitzfußball hinlegen soll? Für die nächste Saison ist Ende sicher eine interessante Wahl - egal in welcher Liga.
Ansonsten macht SM bei der Trainerwahl genau da weiter, wo er bei den Wintertransfers angefangen hat. Keine kurzfristigen Lückenfüller, sondern die langfristige Entwicklung als Ziel.
Allerdings besteht die Gefahr, dass er dem vordergründigen, kurzfristigen Ziel, also dem Klassenerhalt, nicht genug Aufmerksamkeit widmet. Er ist bei den Wintertransfers grandios gescheitert und hier spielt er auch wieder mit Risiko. Dazu kommt zu viel zusammen, die Konkurrenz ist stark, wir sind unterbesetzt und anfällig und unser Restprogramm ist vergleichsweise schwierig.
Ich weiß aber auch gar nicht, ob ich den "abgezockten alten Hasen", bei dem hier wahrscheinlich einige ein sehr genaues Bild davon haben, wer das sein könnte, so viel besser gefunden hätte als Ende.
Ansonsten macht SM bei der Trainerwahl genau da weiter, wo er bei den Wintertransfers angefangen hat. Keine kurzfristigen Lückenfüller, sondern die langfristige Entwicklung als Ziel.
Allerdings besteht die Gefahr, dass er dem vordergründigen, kurzfristigen Ziel, also dem Klassenerhalt, nicht genug Aufmerksamkeit widmet. Er ist bei den Wintertransfers grandios gescheitert und hier spielt er auch wieder mit Risiko. Dazu kommt zu viel zusammen, die Konkurrenz ist stark, wir sind unterbesetzt und anfällig und unser Restprogramm ist vergleichsweise schwierig.
Ich weiß aber auch gar nicht, ob ich den "abgezockten alten Hasen", bei dem hier wahrscheinlich einige ein sehr genaues Bild davon haben, wer das sein könnte, so viel besser gefunden hätte als Ende.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vennhausen am 15.04.2026 um 13:24 Uhr bearbeitet
15.04.2026 - 13:23 Uhr
Zitat von fortune1895
Auf der anderen Seite wirkt es für mich so, als hätte Sven Mislintat bewusst weniger auf „großen Namen“ und mehr auf Passung gesetzt: Welcher Trainer passt zum Kader und zur Spielidee, die man sehen will? Wenn das die Grundlage der Entscheidung war, dann ist der Ansatz zumindest nachvollziehbar.
Die Hoffnung dahinter ist vermutlich: Wenn es sportlich wirklich greift, kann man nicht nur die Klasse halten, sondern hat gleichzeitig jemanden, mit dem man auch über diese Saison hinaus arbeiten kann. So wurde es ja in der PK auch kommuniziert.
Auf der anderen Seite wirkt es für mich so, als hätte Sven Mislintat bewusst weniger auf „großen Namen“ und mehr auf Passung gesetzt: Welcher Trainer passt zum Kader und zur Spielidee, die man sehen will? Wenn das die Grundlage der Entscheidung war, dann ist der Ansatz zumindest nachvollziehbar.
Die Hoffnung dahinter ist vermutlich: Wenn es sportlich wirklich greift, kann man nicht nur die Klasse halten, sondern hat gleichzeitig jemanden, mit dem man auch über diese Saison hinaus arbeiten kann. So wurde es ja in der PK auch kommuniziert.
Der Kader ist aktuell schlecht zusammengestellt. Daher passt das Argument meiner Meinung nach nicht. Langfristig soll Ende attraktiven Angriffsfußball spielen. Das wird aber erst möglich sein, wenn SM ihm im Sommer einen Kader zusammengestellt hat, der das zulässt.
SM soll ja auch eine Vereinsphilosophie samt Spielidee implementieren. Ob Ende dafür der Richtige ist, weiß ich nicht, aber er ist dafür sicherlich die Lösung mit Perspektive (ob nun in Liga 2 oder 3). Das wird aber erst nach einem Kaderumbruch möglich sein. Hier müssen wir also zwischen kurzfristiger Lösung (was brauchen wir jetzt?) und langfristige Perspektive (was wollen wollen wir und wie wollen wir es?) unterscheiden.
15.04.2026 - 21:32 Uhr
Ein anderes Argument aus der PK habe ich auch noch im Kopf. SM hat mehrfach betont, grundsätzlich gegen eine Feuerwehrmannlösung zu sein und seinen Gedankenansatz dahinter fande ich sehr interessant: Seine Marschroute ist es, dass sich niemand im Verein hinter einem Feuerwehrmann verstecken kann und alle einfach diese eine Person mal machen lassen.
Er appelliert mehrfach, dass ALLE Verantwortung für die aktuelle Situation übernehmen müssen und das finde ich ehrlich gesagt richtig und gut.
Es bringt einfach nichts mehr sich hinter Verletzungssorgen, Trainern, Schiedsrichterpech oder anderen Sachen zu verstecken. Alle müssen die Situation annehmen, ihren eigenen Anteil an der Misere anerkennen und dann gemeinsam versuchen es besser zu machen.
Das gilt auch für uns Fans. Und ich finde es da nur konsequent, dass er sich mit dieser Entscheidung ebenfalls in die Bredouille bringt, falls es schief geht.
Mit Thioune hatten wir einen absoluten Menschenfänger, mit Anfang einen eigentlich offensiven mutigen Trainer und in beiden Fällen hat es nicht ansatzweise gereicht.
Da wird jetzt auch kein Feuerwehrmann oder ein Funkel mit Defensive und Konterfußball Wunder bewirken.
Wir kommen einfach nicht drum herum, diese Situation und diesen Druck anzunehmen und uns gemeinsam dagegen zu stellen.
Das muss die Marschroute sein und zu einer Jetzt erst Recht Haltung führen.
Er appelliert mehrfach, dass ALLE Verantwortung für die aktuelle Situation übernehmen müssen und das finde ich ehrlich gesagt richtig und gut.
Es bringt einfach nichts mehr sich hinter Verletzungssorgen, Trainern, Schiedsrichterpech oder anderen Sachen zu verstecken. Alle müssen die Situation annehmen, ihren eigenen Anteil an der Misere anerkennen und dann gemeinsam versuchen es besser zu machen.
Das gilt auch für uns Fans. Und ich finde es da nur konsequent, dass er sich mit dieser Entscheidung ebenfalls in die Bredouille bringt, falls es schief geht.
Mit Thioune hatten wir einen absoluten Menschenfänger, mit Anfang einen eigentlich offensiven mutigen Trainer und in beiden Fällen hat es nicht ansatzweise gereicht.
Da wird jetzt auch kein Feuerwehrmann oder ein Funkel mit Defensive und Konterfußball Wunder bewirken.
Wir kommen einfach nicht drum herum, diese Situation und diesen Druck anzunehmen und uns gemeinsam dagegen zu stellen.
Das muss die Marschroute sein und zu einer Jetzt erst Recht Haltung führen.
16.04.2026 - 13:23 Uhr
Also unabhängig davon, wie erfolgreich Ende in den kommenden fünf Spielen sein wird, muss ich jetzt schon sagen, dass seine Auftritte auf PKs das beste sind, was ich seit Jahren von einem F95 Trainer gehört habe. Er mag nicht so eloquent sein, wie das manche seiner Vorgänger eventuell waren und manchmal musste ich schmunzeln, wenn sich bei ihm "regionale Eigenheiten" einschleichen, aber inhaltlich liegen da Welten zu dem, was wir unter MA und DT hatten. Und dabei hat er sich bzgl. Taktik und Aufstellung nicht wirklich viel in die Karten schauen lassen. Einfach klare Antworten, keine Wortklaubereien oder ewig die gleichen Buzzwords...
Auch gefiel mir, dass er sich scheinbar direkt mit NLZ-Spielern auseinandersetzt und sich im aktiven Austausch mit Langeneke befindet. Neben Bindemann, Eze und Noah Egouli aus der Zwoten, ist mit Elias Arden aus der U19 ein weiterer IV/DM derzeit im Training dabei. Ende meinte darauf angesprochen, dass ihm völlig egal sei, wie viele Spiele man auf welchem Level gemacht habe, er schaue sich alle an und nur die besten werden Samstag spielen - es gäbe durchaus Raum für Überraschungen. Hierbei ist aber noch offen, ob die besten Spieler für das geplante System gemeint sind oder ob das System anhand des Spielermaterials angepasst wird. Einzig, dass er die Viererkette "liebt", hat er deutlich betont, aber auch hier gesagt, man werde nix vorher verraten und letztendlich entscheide die Analyse des Gegners über die Formation.
Er meinte auch, dass wenn man am Wochenende nicht direkt schon eine Veränderung (der Spielweise und des Auftreten) sehen würde, dann hätte man diese Woche etwas falsch gemacht. Das ist schon eine ordentliche Ansage. Hoffen wir, dass er sich an seinen Worten erfolgreich messen können wird.
Auch gefiel mir, dass er sich scheinbar direkt mit NLZ-Spielern auseinandersetzt und sich im aktiven Austausch mit Langeneke befindet. Neben Bindemann, Eze und Noah Egouli aus der Zwoten, ist mit Elias Arden aus der U19 ein weiterer IV/DM derzeit im Training dabei. Ende meinte darauf angesprochen, dass ihm völlig egal sei, wie viele Spiele man auf welchem Level gemacht habe, er schaue sich alle an und nur die besten werden Samstag spielen - es gäbe durchaus Raum für Überraschungen. Hierbei ist aber noch offen, ob die besten Spieler für das geplante System gemeint sind oder ob das System anhand des Spielermaterials angepasst wird. Einzig, dass er die Viererkette "liebt", hat er deutlich betont, aber auch hier gesagt, man werde nix vorher verraten und letztendlich entscheide die Analyse des Gegners über die Formation.
Er meinte auch, dass wenn man am Wochenende nicht direkt schon eine Veränderung (der Spielweise und des Auftreten) sehen würde, dann hätte man diese Woche etwas falsch gemacht. Das ist schon eine ordentliche Ansage. Hoffen wir, dass er sich an seinen Worten erfolgreich messen können wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von opfazonk am 16.04.2026 um 13:38 Uhr bearbeitet
17.04.2026 - 12:49 Uhr
@Michael-XCF , es war dann wohl doch nur eine Momentaufnahme bei der Vorstellungs-PK.
Während Alex Ende auf seiner Vorstellungs-Pressekonferenz auf mich teilweise noch abwartend, oberflächlich und durch Konstruktionen wie doppelte Verneinungen oder Rechtfertigungen (z. B. die Sorge vor „Denksportaufgaben“) defensiv wirkte, tritt er auf der Pressekonferenz vor dem Magdeburg-Spiel in meiner Wahrnehmung deutlich fokussierter, zielstrebiger, positiver und überzeugter auf. Er hat die Mannschaft nun auf dem Platz erlebt und strahlt eine in meinen Augen stärkere Handlungssicherheit aus.
Ich habe mir das Trainingsvideo angeschaut und folgende Sachen beobachtet. Achtung: Natürlich ist mir klar, dass das Social-Media-Team bewusst vorteilhafte Szenen auswählen wird.
Zu Ende: Sehr überzeugende Körpersprache. Klare Ansprachen. Sehr positiv. Ich mag es, wie er die Situation beobachtet und seine Beine/Füße quasi mitarbeiten, als würde er selbst auf dem Feld stehen. Das sah für mich unter Anfang in der Schlussphase weniger überzeugend aus.
Trainingsinhalte: Diese beinhalten anhand des Videos einige Rondos, aber deutlich dynamischer und mit weniger Kontakten am Ball. Das Spiel wirkt auf mich dadurch schneller.
Sotiris: Seine Ballaktionen (dürften zwei im Video gewesen sein) sahen gut aus und strahlen das aus, was Ende haben will. Progressivität. Oder in seinen Worten: „nach vorn“. Ich glaube, dass Soto gegen Madgeburg gute Chancen hat um zu starten. Hier ist die Überschneidung zwischen dem was Ende sehen will und dem was Soto an Skills mitbringt einfach zu groß.
Spielidee: Man sieht, dass Alex Ende viel Wert auf das Überspielen der Gegner und das Schaffen von Überzahlsituationen legt. Nicht einfach nur Spielen des Spielens wegen oder wie wir es nennen: „zocken“ sondern halt auch Raumgewinn.
Kili Sauck: Er hatte eine ansehnliche Aktion. Erst hat Ende zu viel Geschiebe zwischen Egouli und dem LV gesehen (Ende: „Nach vorn!" , dann kommt der Ball in die Mitte und Sauck treibt diesen mit gutem Tempo und einem starken Dribbling an. Ich könnte mir vorstellen, dass Sauck ein Kandidat für 15–30 Minuten sein wird. Mit Ball bringt der Junge einiges mit.
Shinta Appelkamp: Im gleichen Video steht er neben Muslija und wenn ich mich nicht verhöre, sagt er: „An sich eine geile Spielidee“. Das dürfte um 05:40 zu hören/sehen sein. Das „an sich“ könnte man noch leicht vorsichtig deuten, dennoch sehe ich viele positive Signale.
Zur PK:
Während er seine Überzeugung bei der Vorstellung noch defensiv formulierte („Ich würde nicht hier sitzen, wenn ich nicht ...“), beschreibt er das Erleben der Mannschaft nach den ersten Trainingseinheiten absolut positiv:
"... Energie war vom ersten Tag an maximal da, kann ich sagen. Ich habe den Jungs auch schon gesagt, das ist äh schon ein Geschenk, dass man nicht anschieben muss ..."
Auf der ersten PK lag der Fokus sehr darauf, der Mannschaft keine taktischen Rätsel aufzugeben. Nun benennt er greifbar, was er auf dem Platz sehen will:
".. wir können jetzt viel über eine Aufteilung, über tolle Räume sprechen – am Ende ist der Zweikampf der Kern dieses Spiels. Seine Eins-gegen-eins-Duelle, seine Zweikämpfe zu gewinnen, das ist der Kern ..."
Statt vage über das Schaffen eines „Rahmens“ zu sprechen, stellt er nun unmissverständlich klar, wer unter ihm Einsatzzeiten bekommt:
"... also grundsätzlich gilt für mich: Mir ist echt scheißegal, ob einer 200 Bundesligaspiele gehabt hat oder aus der Regionalliga kommt. Die Besten werden spielen, es geht immer um eine Passung ..."
Auf die Frage nach dem Druck seiner ersten "Rettermission“ reagiert er nicht ausweichend oder besorgt, sondern stellt seine eigene Resilienz extrem selbstbewusst in den Vordergrund:
".. grundsätzlich bin ich ein Mensch, der sich in den stressigen Situationen echt fokussieren kann und nicht nervös ist. Das ist eine Eigenschaft, die tut mir, glaube ich, gut in diesem Job ..."
Mir gefällt auch sein Ansatz zu einem Perspektivwechsel. Er wischt den Druck beiseite und transformiert die heikle sportliche Situation in ein Privileg:
"... wir dürfen Fußball spielen, wir dürfen spielen. Das ist ein Spiel und das muss man lieben. Ich glaube nicht, dass man erfolgreich ist, wenn man den Stress in den Vordergrund stellt ... Wow, wir haben jetzt nach ein paar Spielen, die nicht gewonnen wurden, die Chance, es den Leuten zu zeigen. Jetzt kommt’s drauf an, jetzt sind wir da ...“
Damit hatte er mich, auch wenn weiterhin teilweise die Tiefe in den Ausführungen fehlt, aber man will Magdeburg ja nicht alles verraten.
Zudem habe ich diese Woche einen Podcast mit Tobias Strobl bei Calcio Berlin/50+2 gehört. Strobl ist der Nachfolger von Ende und Mitch Kniat in Verl. Strobl erzählt ein bisschen über den Austausch mit beiden. Eine engere Beziehung pflegt er zu Kniat, aber auch der Austausch mit Ende ist gut. Hier erwähnt Strobl explizit, dass er gegen den Ball näher an Kniat ist, aber mit dem Ball deutlich mehr Parallelen zu Ende hat. Dies dürfte letztendlich auch der Grund sein, warum Verl ihn verpflichtet hat. Verl stellt die beste Offensive der 3. Liga und Strobl erklärt, nach welchen Metriken die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg dort gemessen wird, nachdem er die ersten vier Spiele der Saison nicht gewinnen konnte.
Ballbesitz: Wobei ich mir eher vorstellen kann, dass er Field Tilt (Anteil der Pässe oder Ballkontakte im letzten Drittel) meint und es eher mit "Ballbesitz“ ausdrückt, um die Zuhörer nicht zu verlieren.
PPDA (Passes Per Defensive Action): Für die Intensität des Pressings.
Eintritte in die gegnerische Box und den xG-Wert.
Da Verl enorm stark nach System und „fit“ verpflichtet, sind das genau die Punkte, die wir auch in hohem Maße bei Ende vermuten können. Strobl betont die herausragend gute Arbeit von Ende in Verl, merkt aber auch an, dass er darauf aufsetzt und natürlich seinen eigenen Part in der Entwicklung beisteuert.
Wenn meine Recherche stimmt, hat er am 66. Fußballlehrer-Lehrgang (19/20) teilgenommen. Viele Gespräche, die ich von Trainern wahrnehme, deuten auf einen sehr intensiven Ideenaustausch innerhalb des Lehrgangs hin (Strobl mit Hürzeler am Podcast-Beispiel). In Ende steckt sicher auch ein bisschen Spielidee von folgenden Kollegen:
Tim Borowski, Christoph Metzelder, Christian Rahn, Christian Eichner, Imke Wübbenhorst, Dino Toppmöller, Ole Werner, Enrico Maaßen, Matthias Jaissle, Steven Cherundolo, Onur Cinel, Thomas Wörle.
Kann man ja einfach Mal so stehen lassen.
Während Alex Ende auf seiner Vorstellungs-Pressekonferenz auf mich teilweise noch abwartend, oberflächlich und durch Konstruktionen wie doppelte Verneinungen oder Rechtfertigungen (z. B. die Sorge vor „Denksportaufgaben“) defensiv wirkte, tritt er auf der Pressekonferenz vor dem Magdeburg-Spiel in meiner Wahrnehmung deutlich fokussierter, zielstrebiger, positiver und überzeugter auf. Er hat die Mannschaft nun auf dem Platz erlebt und strahlt eine in meinen Augen stärkere Handlungssicherheit aus.
Ich habe mir das Trainingsvideo angeschaut und folgende Sachen beobachtet. Achtung: Natürlich ist mir klar, dass das Social-Media-Team bewusst vorteilhafte Szenen auswählen wird.
Zu Ende: Sehr überzeugende Körpersprache. Klare Ansprachen. Sehr positiv. Ich mag es, wie er die Situation beobachtet und seine Beine/Füße quasi mitarbeiten, als würde er selbst auf dem Feld stehen. Das sah für mich unter Anfang in der Schlussphase weniger überzeugend aus.
Trainingsinhalte: Diese beinhalten anhand des Videos einige Rondos, aber deutlich dynamischer und mit weniger Kontakten am Ball. Das Spiel wirkt auf mich dadurch schneller.
Sotiris: Seine Ballaktionen (dürften zwei im Video gewesen sein) sahen gut aus und strahlen das aus, was Ende haben will. Progressivität. Oder in seinen Worten: „nach vorn“. Ich glaube, dass Soto gegen Madgeburg gute Chancen hat um zu starten. Hier ist die Überschneidung zwischen dem was Ende sehen will und dem was Soto an Skills mitbringt einfach zu groß.
Spielidee: Man sieht, dass Alex Ende viel Wert auf das Überspielen der Gegner und das Schaffen von Überzahlsituationen legt. Nicht einfach nur Spielen des Spielens wegen oder wie wir es nennen: „zocken“ sondern halt auch Raumgewinn.
Kili Sauck: Er hatte eine ansehnliche Aktion. Erst hat Ende zu viel Geschiebe zwischen Egouli und dem LV gesehen (Ende: „Nach vorn!" , dann kommt der Ball in die Mitte und Sauck treibt diesen mit gutem Tempo und einem starken Dribbling an. Ich könnte mir vorstellen, dass Sauck ein Kandidat für 15–30 Minuten sein wird. Mit Ball bringt der Junge einiges mit.
Shinta Appelkamp: Im gleichen Video steht er neben Muslija und wenn ich mich nicht verhöre, sagt er: „An sich eine geile Spielidee“. Das dürfte um 05:40 zu hören/sehen sein. Das „an sich“ könnte man noch leicht vorsichtig deuten, dennoch sehe ich viele positive Signale.
Zur PK:
Während er seine Überzeugung bei der Vorstellung noch defensiv formulierte („Ich würde nicht hier sitzen, wenn ich nicht ...“), beschreibt er das Erleben der Mannschaft nach den ersten Trainingseinheiten absolut positiv:
"... Energie war vom ersten Tag an maximal da, kann ich sagen. Ich habe den Jungs auch schon gesagt, das ist äh schon ein Geschenk, dass man nicht anschieben muss ..."
Auf der ersten PK lag der Fokus sehr darauf, der Mannschaft keine taktischen Rätsel aufzugeben. Nun benennt er greifbar, was er auf dem Platz sehen will:
".. wir können jetzt viel über eine Aufteilung, über tolle Räume sprechen – am Ende ist der Zweikampf der Kern dieses Spiels. Seine Eins-gegen-eins-Duelle, seine Zweikämpfe zu gewinnen, das ist der Kern ..."
Statt vage über das Schaffen eines „Rahmens“ zu sprechen, stellt er nun unmissverständlich klar, wer unter ihm Einsatzzeiten bekommt:
"... also grundsätzlich gilt für mich: Mir ist echt scheißegal, ob einer 200 Bundesligaspiele gehabt hat oder aus der Regionalliga kommt. Die Besten werden spielen, es geht immer um eine Passung ..."
Auf die Frage nach dem Druck seiner ersten "Rettermission“ reagiert er nicht ausweichend oder besorgt, sondern stellt seine eigene Resilienz extrem selbstbewusst in den Vordergrund:
".. grundsätzlich bin ich ein Mensch, der sich in den stressigen Situationen echt fokussieren kann und nicht nervös ist. Das ist eine Eigenschaft, die tut mir, glaube ich, gut in diesem Job ..."
Mir gefällt auch sein Ansatz zu einem Perspektivwechsel. Er wischt den Druck beiseite und transformiert die heikle sportliche Situation in ein Privileg:
"... wir dürfen Fußball spielen, wir dürfen spielen. Das ist ein Spiel und das muss man lieben. Ich glaube nicht, dass man erfolgreich ist, wenn man den Stress in den Vordergrund stellt ... Wow, wir haben jetzt nach ein paar Spielen, die nicht gewonnen wurden, die Chance, es den Leuten zu zeigen. Jetzt kommt’s drauf an, jetzt sind wir da ...“
Damit hatte er mich, auch wenn weiterhin teilweise die Tiefe in den Ausführungen fehlt, aber man will Magdeburg ja nicht alles verraten.
Zudem habe ich diese Woche einen Podcast mit Tobias Strobl bei Calcio Berlin/50+2 gehört. Strobl ist der Nachfolger von Ende und Mitch Kniat in Verl. Strobl erzählt ein bisschen über den Austausch mit beiden. Eine engere Beziehung pflegt er zu Kniat, aber auch der Austausch mit Ende ist gut. Hier erwähnt Strobl explizit, dass er gegen den Ball näher an Kniat ist, aber mit dem Ball deutlich mehr Parallelen zu Ende hat. Dies dürfte letztendlich auch der Grund sein, warum Verl ihn verpflichtet hat. Verl stellt die beste Offensive der 3. Liga und Strobl erklärt, nach welchen Metriken die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg dort gemessen wird, nachdem er die ersten vier Spiele der Saison nicht gewinnen konnte.
Ballbesitz: Wobei ich mir eher vorstellen kann, dass er Field Tilt (Anteil der Pässe oder Ballkontakte im letzten Drittel) meint und es eher mit "Ballbesitz“ ausdrückt, um die Zuhörer nicht zu verlieren.
PPDA (Passes Per Defensive Action): Für die Intensität des Pressings.
Eintritte in die gegnerische Box und den xG-Wert.
Da Verl enorm stark nach System und „fit“ verpflichtet, sind das genau die Punkte, die wir auch in hohem Maße bei Ende vermuten können. Strobl betont die herausragend gute Arbeit von Ende in Verl, merkt aber auch an, dass er darauf aufsetzt und natürlich seinen eigenen Part in der Entwicklung beisteuert.
Wenn meine Recherche stimmt, hat er am 66. Fußballlehrer-Lehrgang (19/20) teilgenommen. Viele Gespräche, die ich von Trainern wahrnehme, deuten auf einen sehr intensiven Ideenaustausch innerhalb des Lehrgangs hin (Strobl mit Hürzeler am Podcast-Beispiel). In Ende steckt sicher auch ein bisschen Spielidee von folgenden Kollegen:
Tim Borowski, Christoph Metzelder, Christian Rahn, Christian Eichner, Imke Wübbenhorst, Dino Toppmöller, Ole Werner, Enrico Maaßen, Matthias Jaissle, Steven Cherundolo, Onur Cinel, Thomas Wörle.
Kann man ja einfach Mal so stehen lassen.
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