Daniel Bauer [Cheftrainer]
20.12.2025 - 21:09 Uhr
16.02.2026 - 12:34 Uhr
Zitat von DoppelWobber
Perfekt würde ich nicht sagen. Meiner Meinung nach passt der Kader nicht wirklich zu seiner Idee und ob er kurzfristig als Feuerwehrmann funktioniert wissen wir nicht. Zudem wäre er vermutlich auch keine langfristige Lösung.
Was für ihn spricht ist seine emotionale Art und das er wirkt wie jemand der Voran geht. Beides könnten wir gut gebrauchen. Zudem kennt er den Verein und war bei jeder seiner Stadionen erfolgreich. Seine Art Fußball zu spielen, würde auch grundsätzlich gut nach Wolfsburg passen.
Er wäre für mich keine perfekte, aber vermutlich die bestmögliche Lösung, um die Saison zu Ende zu bringen.
Zitat von Marsupilami
Thomas Reis wurde gerade in der Türkei freigestellt. Wäre mMn. die perfekte Option für euch für die restliche Rückrunde, den Club kennt er ja bereits.
Thomas Reis wurde gerade in der Türkei freigestellt. Wäre mMn. die perfekte Option für euch für die restliche Rückrunde, den Club kennt er ja bereits.
Perfekt würde ich nicht sagen. Meiner Meinung nach passt der Kader nicht wirklich zu seiner Idee und ob er kurzfristig als Feuerwehrmann funktioniert wissen wir nicht. Zudem wäre er vermutlich auch keine langfristige Lösung.
Was für ihn spricht ist seine emotionale Art und das er wirkt wie jemand der Voran geht. Beides könnten wir gut gebrauchen. Zudem kennt er den Verein und war bei jeder seiner Stadionen erfolgreich. Seine Art Fußball zu spielen, würde auch grundsätzlich gut nach Wolfsburg passen.
Er wäre für mich keine perfekte, aber vermutlich die bestmögliche Lösung, um die Saison zu Ende zu bringen.
Welche Idee meinst du? Reis‘ Ansatz ist doch eher einfach - gleichwohl durchdacht. Ich glaube, dass er als Aufbautrainer gut zum VfL passen würde. So wie Hecking damals. Für mich auch ein ähnlicher Typ: Nicht extrem charismatisch, aber strukturiert und klar.
Aber wer der aktuell Verantwortlichen soll an Thomas Reis denken? Ich sehe keinen. Ganz zu schweigen davon, dass ich auch keinen Trainerwechsel sehe. Ob Augsburg wirklich das Schicksalsspiel für Bauer wird? Ich weiß nicht. Auf mich wirkt das nicht so. Diese Selbstgefälligkeit nach dem gestrigen Spiel spricht für sich. Es scheint zu reichen, mit der Pokaltaktik eines Drittligisten ein Unentschieden gegen RB Leipzig zu holen.
16.02.2026 - 12:39 Uhr
Ich weiß nicht, ob Reis Sinn machen würde. Für defensive Stabilität ist er jedenfalls nicht bekannt. Auf Schalke war ja eher das krasse Gegenteil der Fall, weshalb er ja auch entlassen wurde.
Ich mag diese Unkerei eigentlich nicht, habe auch in den Relegationsjahren zu jeder Zeit an den Klassenerhalt geglaubt. Aber diese ständigen, sehr späten Gegentore sind ein Riesenproblem. Das ist ja schon fast unglaublich, es gibt ja fast kein Spiel mehr, in dem wir nicht in den letzten Minuten Punkte verlieren. Wenn man das nicht zeitnah in den Griff bekommt, dann wird man den Klassenerhalt nicht schaffen, zumindest nicht den direkten. Da muss etwas passieren.
Was wir über die Außen zulassen, ist auch ungeheuerlich. Das habe ich in der Form noch nie gesehen. Es muss doch möglich sein, daran zu arbeiten.
Ich mag Urs Fischer überhaupt nicht, finde seinen Fußball eigentlich unerträglich. Aber in dieser Saison (nach dem Aus von Simonis) wäre er sicherlich der perfekte Trainer für den VfL gewesen. Der hätte die Stabilisierung hinbekommen.
Ich mag diese Unkerei eigentlich nicht, habe auch in den Relegationsjahren zu jeder Zeit an den Klassenerhalt geglaubt. Aber diese ständigen, sehr späten Gegentore sind ein Riesenproblem. Das ist ja schon fast unglaublich, es gibt ja fast kein Spiel mehr, in dem wir nicht in den letzten Minuten Punkte verlieren. Wenn man das nicht zeitnah in den Griff bekommt, dann wird man den Klassenerhalt nicht schaffen, zumindest nicht den direkten. Da muss etwas passieren.
Was wir über die Außen zulassen, ist auch ungeheuerlich. Das habe ich in der Form noch nie gesehen. Es muss doch möglich sein, daran zu arbeiten.
Ich mag Urs Fischer überhaupt nicht, finde seinen Fußball eigentlich unerträglich. Aber in dieser Saison (nach dem Aus von Simonis) wäre er sicherlich der perfekte Trainer für den VfL gewesen. Der hätte die Stabilisierung hinbekommen.
16.02.2026 - 12:45 Uhr
Zitat von Hammerhai
Ganz zu schweigen davon, dass ich auch keinen Trainerwechsel sehe. Ob Augsburg wirklich das Schicksalsspiel für Bauer wird? Ich weiß nicht. Auf mich wirkt das nicht so. Diese Selbstgefälligkeit nach dem gestrigen Spiel spricht für sich. Es scheint zu reichen, mit der Pokaltaktik eines Drittligisten ein Unentschieden gegen RB Leipzig zu holen.
Ganz zu schweigen davon, dass ich auch keinen Trainerwechsel sehe. Ob Augsburg wirklich das Schicksalsspiel für Bauer wird? Ich weiß nicht. Auf mich wirkt das nicht so. Diese Selbstgefälligkeit nach dem gestrigen Spiel spricht für sich. Es scheint zu reichen, mit der Pokaltaktik eines Drittligisten ein Unentschieden gegen RB Leipzig zu holen.
Es ist wirklich kaum zu ertragen.
Klar, man ist gegen Dortmund und Leipzig nicht auseinandergefallen, das muss man zugeben. Dennoch ist die Art und Weise, in der man auftritt, nicht zu beschönigen. Zudem darf man nicht ausblenden, dass Leipzig völlig außer Form ist und auch gestern nicht gut gespielt hat. Trotzdem hat es gereicht, den VfL phasenweise an die Wand zu spielen.
Gegen Augsburg und Co. gibt mir das jedenfalls keinerlei Hoffnung. Das werden ganz andere Spiele und ich sehe nicht, wie man da gewinnen soll. Hoffentlich liege ich falsch.
Sollte man gegen Augsburg nicht gewinnen und trotzdem mit Bauer weitermachen, dann wird es ganz eng...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von OneEightSeven am 16.02.2026 um 12:47 Uhr bearbeitet
16.02.2026 - 12:59 Uhr
Ich finde auch, dass wir langfristigere Pläne haben sollten. Mein Vorschlag wäre, statt immer kurzfristig auf das zurückzugreifen, was gerade verfügbar ist, schon im Vorfeld mehrere Trainer für jeweils eine Saison zu verpflichten, damit sie bei Bedarf sofort einsatzbereit sind.⚽️
Also sagen wir: einen mit klarem System, einen ohne System, einen, der für Disziplin steht, vielleicht noch jemanden für gepflegtes Kombinationsspiel und einen für aggressives Pressing, je nachdem, was die Fans gerade fordern. Damit bezahlen wir zwar mehrere Trainer gleichzeitig, aber das tun wir ja jetzt im Grunde auch schon.🥅
Man könnte sich auch mit einigen Vereinen zusammentun, die die gleiche Strategie fahren, um einen gemeinsamen Trainerpool zu unterhalten und so die Kosten weiter zu senken. Eine Art Trainer-Leasing-Modell mit flexibler Laufzeit und optionaler Verlängerung bei akuter Tabellenpanik.📝
Alternativ könnte der Verein sich natürlich auch eine klare Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler verpflichten, die langfristig dazu passen. Aber das wäre bei weitem nicht so spannend wie das aktuelle System, bei dem man alle paar Monate etwas Neues ausprobiert. 🤷♂️
Also sagen wir: einen mit klarem System, einen ohne System, einen, der für Disziplin steht, vielleicht noch jemanden für gepflegtes Kombinationsspiel und einen für aggressives Pressing, je nachdem, was die Fans gerade fordern. Damit bezahlen wir zwar mehrere Trainer gleichzeitig, aber das tun wir ja jetzt im Grunde auch schon.🥅
Man könnte sich auch mit einigen Vereinen zusammentun, die die gleiche Strategie fahren, um einen gemeinsamen Trainerpool zu unterhalten und so die Kosten weiter zu senken. Eine Art Trainer-Leasing-Modell mit flexibler Laufzeit und optionaler Verlängerung bei akuter Tabellenpanik.📝
Alternativ könnte der Verein sich natürlich auch eine klare Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler verpflichten, die langfristig dazu passen. Aber das wäre bei weitem nicht so spannend wie das aktuelle System, bei dem man alle paar Monate etwas Neues ausprobiert. 🤷♂️
16.02.2026 - 14:58 Uhr
Zitat von LordSuperKing
Ich finde auch, dass wir langfristigere Pläne haben sollten. Mein Vorschlag wäre, statt immer kurzfristig auf das zurückzugreifen, was gerade verfügbar ist, schon im Vorfeld mehrere Trainer für jeweils eine Saison zu verpflichten, damit sie bei Bedarf sofort einsatzbereit sind.⚽️
Also sagen wir: einen mit klarem System, einen ohne System, einen, der für Disziplin steht, vielleicht noch jemanden für gepflegtes Kombinationsspiel und einen für aggressives Pressing, je nachdem, was die Fans gerade fordern. Damit bezahlen wir zwar mehrere Trainer gleichzeitig, aber das tun wir ja jetzt im Grunde auch schon.🥅
Man könnte sich auch mit einigen Vereinen zusammentun, die die gleiche Strategie fahren, um einen gemeinsamen Trainerpool zu unterhalten und so die Kosten weiter zu senken. Eine Art Trainer-Leasing-Modell mit flexibler Laufzeit und optionaler Verlängerung bei akuter Tabellenpanik.📝
Alternativ könnte der Verein sich natürlich auch eine klare Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler verpflichten, die langfristig dazu passen. Aber das wäre bei weitem nicht so spannend wie das aktuelle System, bei dem man alle paar Monate etwas Neues ausprobiert. 🤷♂️
Ich finde auch, dass wir langfristigere Pläne haben sollten. Mein Vorschlag wäre, statt immer kurzfristig auf das zurückzugreifen, was gerade verfügbar ist, schon im Vorfeld mehrere Trainer für jeweils eine Saison zu verpflichten, damit sie bei Bedarf sofort einsatzbereit sind.⚽️
Also sagen wir: einen mit klarem System, einen ohne System, einen, der für Disziplin steht, vielleicht noch jemanden für gepflegtes Kombinationsspiel und einen für aggressives Pressing, je nachdem, was die Fans gerade fordern. Damit bezahlen wir zwar mehrere Trainer gleichzeitig, aber das tun wir ja jetzt im Grunde auch schon.🥅
Man könnte sich auch mit einigen Vereinen zusammentun, die die gleiche Strategie fahren, um einen gemeinsamen Trainerpool zu unterhalten und so die Kosten weiter zu senken. Eine Art Trainer-Leasing-Modell mit flexibler Laufzeit und optionaler Verlängerung bei akuter Tabellenpanik.📝
Alternativ könnte der Verein sich natürlich auch eine klare Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler verpflichten, die langfristig dazu passen. Aber das wäre bei weitem nicht so spannend wie das aktuelle System, bei dem man alle paar Monate etwas Neues ausprobiert. 🤷♂️
Ich glaube in der PL gibt es so ein Modell bereits, da bedient man sich einfach sobald Bedarf besteht und der aktuelle Trainer landet dann demnächst woanders.
Wenn wir das in der BL hätten, könnten wir uns diese Saison einen aus: ten Hag, Seoane, Wagner, Steffen, Toppmöller und Henriksen raussuchen. Sehe da aber keinen wirklich passenden Leihtrainer bis Saisonende
17.02.2026 - 09:04 Uhr
Zitat von LordSuperKing
Ich finde auch, dass wir langfristigere Pläne haben sollten. Mein Vorschlag wäre, statt immer kurzfristig auf das zurückzugreifen, was gerade verfügbar ist, schon im Vorfeld mehrere Trainer für jeweils eine Saison zu verpflichten, damit sie bei Bedarf sofort einsatzbereit sind.⚽️
Also sagen wir: einen mit klarem System, einen ohne System, einen, der für Disziplin steht, vielleicht noch jemanden für gepflegtes Kombinationsspiel und einen für aggressives Pressing, je nachdem, was die Fans gerade fordern. Damit bezahlen wir zwar mehrere Trainer gleichzeitig, aber das tun wir ja jetzt im Grunde auch schon.🥅
Man könnte sich auch mit einigen Vereinen zusammentun, die die gleiche Strategie fahren, um einen gemeinsamen Trainerpool zu unterhalten und so die Kosten weiter zu senken. Eine Art Trainer-Leasing-Modell mit flexibler Laufzeit und optionaler Verlängerung bei akuter Tabellenpanik.📝
Alternativ könnte der Verein sich natürlich auch eine klare Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler verpflichten, die langfristig dazu passen. Aber das wäre bei weitem nicht so spannend wie das aktuelle System, bei dem man alle paar Monate etwas Neues ausprobiert. 🤷♂️
Ich finde auch, dass wir langfristigere Pläne haben sollten. Mein Vorschlag wäre, statt immer kurzfristig auf das zurückzugreifen, was gerade verfügbar ist, schon im Vorfeld mehrere Trainer für jeweils eine Saison zu verpflichten, damit sie bei Bedarf sofort einsatzbereit sind.⚽️
Also sagen wir: einen mit klarem System, einen ohne System, einen, der für Disziplin steht, vielleicht noch jemanden für gepflegtes Kombinationsspiel und einen für aggressives Pressing, je nachdem, was die Fans gerade fordern. Damit bezahlen wir zwar mehrere Trainer gleichzeitig, aber das tun wir ja jetzt im Grunde auch schon.🥅
Man könnte sich auch mit einigen Vereinen zusammentun, die die gleiche Strategie fahren, um einen gemeinsamen Trainerpool zu unterhalten und so die Kosten weiter zu senken. Eine Art Trainer-Leasing-Modell mit flexibler Laufzeit und optionaler Verlängerung bei akuter Tabellenpanik.📝
Alternativ könnte der Verein sich natürlich auch eine klare Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler verpflichten, die langfristig dazu passen. Aber das wäre bei weitem nicht so spannend wie das aktuelle System, bei dem man alle paar Monate etwas Neues ausprobiert. 🤷♂️
Das ist ein lustiger Beitrag. Und leider ist er näher an der Realität, als vielen lieb ist.
Profifußball ist kein Strategie-Seminar, sondern ein Ergebnisgeschäft. Wenn es schlecht läuft, wird nicht „am Plan festgehalten“, sondern der Trainer gewechselt. Punkt. Das gilt am Ende für alle - selbst für die Vereine, die sich „Philosophie“ auf die PowerPoint schreiben.
Du implizierst, Vereine würden sich bewusst zwischen kurzfristig und langfristig entscheiden. Dem ist nicht so. Alle wollen sofort gewinnen und nachhaltig erfolgreich sein. Nur: Nachhaltigkeit ist kein Startpunkt, sondern ein Luxus, den man sich erst erspielt. Wer unten reinrutscht, macht keine „Philosophie“, der macht Punkte.
Du implizierst, man müsse sich nur eine Philosophie zulegen und Trainer sowie Spieler danach verpflichten, dann käme das schon. So einfach ist die Welt leider nicht. „Philosophien“ sind keine Erfolgsformeln. Sie funktionieren nur, wenn die handelnden Personen überdurchschnittlich gut sind - und sie funktionieren vor allem so lange, wie Ergebnisse und Momentum mitspielen. Sobald das kippt, ist die „Philosophie“ plötzlich „Sturheit“ oder „Planlosigkeit“.
Und beim VfL ist der Vorwurf „keine Langfristigkeit“ ohnehin schief: Wir haben die Langfristigkeitskarte längst gespielt. Christiansen ist exakt dieser Ansatz. Das Ergebnis sehen wir gerade live. Es ergibt wenig Sinn, den Scherbenhaufen einer gescheiterten Philosophie mit dem Ruf nach noch mehr Philosophie aufräumen zu wollen.
Kurz: Der Unterschied ist nicht „Philosophie vs. keine Philosophie“. Der Unterschied ist Kompetenz vs. Wunschdenken.
17.02.2026 - 13:18 Uhr
Zitat von FlashWOB
Kurz: Der Unterschied ist nicht „Philosophie vs. keine Philosophie“. Der Unterschied ist Kompetenz vs. Wunschdenken.
Kurz: Der Unterschied ist nicht „Philosophie vs. keine Philosophie“. Der Unterschied ist Kompetenz vs. Wunschdenken.
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
17.02.2026 - 13:48 Uhr
Zitat von GelsenHandy
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
Zitat von FlashWOB
Kurz: Der Unterschied ist nicht „Philosophie vs. keine Philosophie“. Der Unterschied ist Kompetenz vs. Wunschdenken.
Kurz: Der Unterschied ist nicht „Philosophie vs. keine Philosophie“. Der Unterschied ist Kompetenz vs. Wunschdenken.
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
Sehe ich ähnlich, zumal es durchaus viele Verantwortliche gibt die auf die eine oder andere Art ihre Kompetenz bewiesen haben. Trotzdem funktioniert nicht jeder überall und als Verein ist es wichtig das passende Umfeld und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen, damit jeder bestmöglich seine Arbeit machen kann.
Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass wir ganz andere Strukturen brauchen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.
17.02.2026 - 13:49 Uhr
Meiner Meinung nach, habt ihr alle ein stückweit Recht.
Die überall geforderten, langfristigen Konzepte sieht man in der Realität eigentlich selten. Sowas geht nur, wenn man nahezu perfekt aufgestellt ist. Selbst Leipzig hat diesen Pfad ein stückweit verlassen, seitdem Rangnick weg ist. Die waren aber ein gutes Beispiel, dass eine solche Ausrichtung super funktieren kann. Dafür braucht es aber einen sehr fähigen Boss, der nahezu alle Freiheiten hat und sich sein Arbeitsumfeld quasi im Alleingang aufbauen kann. Rangnick hat das perfekt hinbekommen. Es sah von außen vielleicht einfach aus, finanzielle Mittel waren vorhanden etc., aber das Ding hätten viele andere komplett in den Sand gesetzt. Ich erinnere mich an Tennis Borussia Berlin damals, da hatte man auch mal ein kostspieliges Konzept und ist mit 300 km/h an die Wand gefahren.
Beim VfL wird es auch in Zukunft kein funktionierendes, einheitliches Konzept geben. Bei uns war eigentlich meist die Trainerwahl das Entscheidende. Die angeblich lustlosen Spieler haben dann plötzlich doch abgeliefert. Wenn man es genau betrachtet, waren die GF Sport aber fast noch wichtiger.
Beispiel Schmadtke: Der hatte bei ausnahmslos jedem Verein Erfolg. U.a. auch mit Trainern, die danach nie wieder irgendwo viel gerissen haben. Slomka (nach Hannover unfassbar erfolglos), Stöger (nach Köln ebenfalls im Sinkflug), Labbadia (nach Wolfsburg 2mal grandios gescheitert). Unter Schmadtke hatten die alle Erfolg. Sowas ist definitiv kein Zufall. Wenn der Chef den Laden im Griff hat, erhöht das die Erfolgschancen signifikant. Das Problem heutzutage ist, dass man vom Chef erwartet, dass er auch noch jeden Mitarbeiter täglich umarmt und küsst. Mit sowas konnte ein Schmadtke nicht dienen, also war man mit ihm irgendwann auch nicht mehr so ganz zufrieden. Aber das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, basierend auf zu Weicheiern erzogenen Heulsusen, denen geheuchelte Freundschaften am Arbeitsplatz wichtiger sind als erfolgsorientiertes Arbeiten. Keine rein fußballspezifische Thematik.
Allofs war auch ein gutes Beispiel. Hecking war sicher nie der Übertrainer (zu seiner besten Zeit war er ein solider bis guter Bundesligacoach). Die Rahmenbedingungen waren damals aber gut, dazu kam De Bruyne, der natürlich einen riesigen Anteil an Vizemeisterschaft & Pokalsieg hatte. Leider hat Allofs danach nicht mehr abgeliefert, verlor die Kontrolle und war gefühlt nur noch damit beschäftigt, jedes Mikrofon und jede Kamera mitzunehmen, die ihm über den Weg lief. Das Ergebnis war der Absturz.
Aktuell stehen wir in etwa da, wo wir unter Olaf Rebbe standen. Ich hielt Christiansen anfangs für eine gute Wahl. Sein Auftreten hat mich eigentlich überzeugt. Hasenhüttl konnte er im Sommer 2024 nicht austauschen, das hätte man niemandem verkaufen können. Auch seine öffentliche Zurückhaltung empfand ich damals als angemessen und völlig in Ordnung. Ich halte wenig davon, wenn ein Sportchef sich so gerne selbst reden hört, dass er irgendwann zum Meme mutiert. Die letzten 12 Monate Klaus Allofs waren damals sehr unangenehm, das war schon peinlich.
Was PC allerdings seit 2025 abgeliefert hat, ist auf vielerlei Ebenen schlichtweg mangelhaft. In kritischen Phasen musst du als Chef auch mal präsenz zeigen, das tat er zu keinem Zeitpunkt. Über seine Trainerauswahl braucht man nicht mehr reden, viel falscher hätte man es nicht machen können. Dazu bestanden die Transferperioden zu 50% aus Last Minute Transfers, teils sogar ohne Kaufoptionen. Das kann nicht der Anspruch eines VfL Wolfsburg sein. Für finanziell nicht gut aufgestellte Klubs, die per se gegen primär um den Klassenerhalt spielen, ist sowas okay, wenn man den Kader damit temporär verstärken kann. Für Wolfsburg ist sowas ein Schlag ins Gesicht und Ausdruck einer verkorksten Transferpolitik.
PC ist hier gescheitert und bald Geschichte, das steht intern mit Sicherheit fest. Man versucht anscheinend, die Trennung im Sommer zu vollziehen. Wenn man gegen Augsburg verlieren sollte, könnte dieses Vorhaben vielleicht kippen.
Die überall geforderten, langfristigen Konzepte sieht man in der Realität eigentlich selten. Sowas geht nur, wenn man nahezu perfekt aufgestellt ist. Selbst Leipzig hat diesen Pfad ein stückweit verlassen, seitdem Rangnick weg ist. Die waren aber ein gutes Beispiel, dass eine solche Ausrichtung super funktieren kann. Dafür braucht es aber einen sehr fähigen Boss, der nahezu alle Freiheiten hat und sich sein Arbeitsumfeld quasi im Alleingang aufbauen kann. Rangnick hat das perfekt hinbekommen. Es sah von außen vielleicht einfach aus, finanzielle Mittel waren vorhanden etc., aber das Ding hätten viele andere komplett in den Sand gesetzt. Ich erinnere mich an Tennis Borussia Berlin damals, da hatte man auch mal ein kostspieliges Konzept und ist mit 300 km/h an die Wand gefahren.
Beim VfL wird es auch in Zukunft kein funktionierendes, einheitliches Konzept geben. Bei uns war eigentlich meist die Trainerwahl das Entscheidende. Die angeblich lustlosen Spieler haben dann plötzlich doch abgeliefert. Wenn man es genau betrachtet, waren die GF Sport aber fast noch wichtiger.
Beispiel Schmadtke: Der hatte bei ausnahmslos jedem Verein Erfolg. U.a. auch mit Trainern, die danach nie wieder irgendwo viel gerissen haben. Slomka (nach Hannover unfassbar erfolglos), Stöger (nach Köln ebenfalls im Sinkflug), Labbadia (nach Wolfsburg 2mal grandios gescheitert). Unter Schmadtke hatten die alle Erfolg. Sowas ist definitiv kein Zufall. Wenn der Chef den Laden im Griff hat, erhöht das die Erfolgschancen signifikant. Das Problem heutzutage ist, dass man vom Chef erwartet, dass er auch noch jeden Mitarbeiter täglich umarmt und küsst. Mit sowas konnte ein Schmadtke nicht dienen, also war man mit ihm irgendwann auch nicht mehr so ganz zufrieden. Aber das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, basierend auf zu Weicheiern erzogenen Heulsusen, denen geheuchelte Freundschaften am Arbeitsplatz wichtiger sind als erfolgsorientiertes Arbeiten. Keine rein fußballspezifische Thematik.
Allofs war auch ein gutes Beispiel. Hecking war sicher nie der Übertrainer (zu seiner besten Zeit war er ein solider bis guter Bundesligacoach). Die Rahmenbedingungen waren damals aber gut, dazu kam De Bruyne, der natürlich einen riesigen Anteil an Vizemeisterschaft & Pokalsieg hatte. Leider hat Allofs danach nicht mehr abgeliefert, verlor die Kontrolle und war gefühlt nur noch damit beschäftigt, jedes Mikrofon und jede Kamera mitzunehmen, die ihm über den Weg lief. Das Ergebnis war der Absturz.
Aktuell stehen wir in etwa da, wo wir unter Olaf Rebbe standen. Ich hielt Christiansen anfangs für eine gute Wahl. Sein Auftreten hat mich eigentlich überzeugt. Hasenhüttl konnte er im Sommer 2024 nicht austauschen, das hätte man niemandem verkaufen können. Auch seine öffentliche Zurückhaltung empfand ich damals als angemessen und völlig in Ordnung. Ich halte wenig davon, wenn ein Sportchef sich so gerne selbst reden hört, dass er irgendwann zum Meme mutiert. Die letzten 12 Monate Klaus Allofs waren damals sehr unangenehm, das war schon peinlich.
Was PC allerdings seit 2025 abgeliefert hat, ist auf vielerlei Ebenen schlichtweg mangelhaft. In kritischen Phasen musst du als Chef auch mal präsenz zeigen, das tat er zu keinem Zeitpunkt. Über seine Trainerauswahl braucht man nicht mehr reden, viel falscher hätte man es nicht machen können. Dazu bestanden die Transferperioden zu 50% aus Last Minute Transfers, teils sogar ohne Kaufoptionen. Das kann nicht der Anspruch eines VfL Wolfsburg sein. Für finanziell nicht gut aufgestellte Klubs, die per se gegen primär um den Klassenerhalt spielen, ist sowas okay, wenn man den Kader damit temporär verstärken kann. Für Wolfsburg ist sowas ein Schlag ins Gesicht und Ausdruck einer verkorksten Transferpolitik.
PC ist hier gescheitert und bald Geschichte, das steht intern mit Sicherheit fest. Man versucht anscheinend, die Trennung im Sommer zu vollziehen. Wenn man gegen Augsburg verlieren sollte, könnte dieses Vorhaben vielleicht kippen.
17.02.2026 - 21:08 Uhr
Zitat von GelsenHandy
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Das ist aus meiner Sicht viel zu vereinfacht.
Wenn du dir immer wieder Trainer holst, die eine ähnliche Philosophie haben, ist die Chance viel höher, dass mal ein langfristiger Treffer dabei ist. Ganz einfach schon, weil der Trainer nicht bei 0 anfangen muss sondern bereits einen Kader hat, der im Ansatz zu seiner Spielidee passen sollte.
Wir müssen da nicht theoretisieren. Ein Blick in unsere eigene Historie reicht.
Wir hatten sehr wenige Titel - also kann man ziemlich gut sehen, wie sie entstanden sind. Und sie sind eben nicht aus „philosophischer Kontinuität“ entstanden.
Wo genau ist die philosophische Kontinuität von Augenthaler zu Magath, mit dem wir 2009 Meister wurden?
Wo genau ist sie von McLaren/Littbarski/Magath/Köstner zu Hecking, mit dem wir 2015 Pokalsieger wurden?
Und ohne Titel: Klassenerhalt plus Europa im Folgejahr: Wo ist da die Kontinuität von Ismael/Jonker/Schmidt zu Labbadia?
Die Wahrheit ist: Erfolg kam bei uns nicht, weil ein Konzept durchgezogen wurde. Erfolg kam, weil wir punktuell die richtigen Personen hatten, die geliefert haben.
Und jetzt zum Gegenwartstest: Seit Mitte 2024 haben wir einen GF Sport, der genau für „einheitliche Philosophie“ geholt wurde. Wir erleben also gerade exakt das, was du forderst - live und in Farbe. Und was zeigt sich sportlich? Dass „Philosophie“ ohne belastbare Kompetenz in den Schlüsselrollen eben kein Sicherheitsnetz ist, sondern ein Risiko.
Zitat von GelsenHandy
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Wenn deine Trainerauswahl aber "hauptsache Erfolgreich" als Kriterium hat, fängst du als Verein ständig bei 0 an. Du wirst dann dauernd Leistungsträger aussortieren müssen, weil sie nicht mehr ins System passen. Du wirst auch junge Spieler nicht so konsequent fördern können.
Bei welchem Bundesligatrainer war denn „Erfolg“ je eine Nebensache? Jeder Trainer wird geholt, weil man glaubt, dass er Erfolg bringt - nur werden die Gründe dann im Nachhinein zur „Vision“ umdeklariert.
Und das „bei 0 anfangen“-Argument klingt gut, stimmt aber oft nicht: Wir hatten mehrfach einen funktionierenden Kader, funktionierende Hierarchien und sportlichen Rückenwind - und haben trotzdem neu justiert, weil man sich eingeredet hat, es müsse „noch moderner“, „noch konzeptioneller“ werden.
Zitat von GelsenHandy
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
Man kann das nicht einfach zu einer schwarz/weiß Frage machen und sich dann wundern, warum der neue Trainer mit neuen Ansatz nicht sofort funktioniert. Aber da fehlt es vielen Vereinen, nicht nur in Wolfsburg, an der übergeordneten Vision und auch an Verantwortlichen auf Führungsebene, die eine solche Vision haben und implementieren können.
Die Realität ist eher: Viele Entscheidungen sind situativ, personengetrieben und opportunistisch. Läuft es gut, nennt man das im Rückblick „roten Faden“. Läuft es schlecht, nennt man es „fehlende Vision“.
Unser eigentlicher Fehler war ein anderer: Wir haben es zu oft versäumt, aus vorhandenem Erfolg Kontinuität zu machen.
Das ist der Hebel: Erfolgreiche Schlüsselpersonen finden, halten, stützen - und dann darauf Strukturen aufbauen und eine Philosophie zu definieren. Nicht umgekehrt.
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