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Das Weserstadion

25.06.2012 - 19:55 Uhr
Das Weserstadion |#621
07.06.2019 - 07:01 Uhr
Zitat von Treva_Deus
Zitat von TheSuperdude

Zitat von Zypo1987

Zitat von Vela7

Zitat von TheSuperdude

Zitat von Steinkogler

Industrielle Hühnermörder auf der Brust, umstrittene Immobilienhaie im Stadionnamen... ich muß schon sagen: für eine rotgrün regierte Stadt ist das schon bemerkenswert.


Rot-Grün wurde vor 1,5 Wochen in Bremen abgewählt. Ist das dann jetzt okay, so?

Erläutere mir mal bitte, was bei Wohninvest umstritten ist? Oder dubios? Oder sind neuerdings alle die was mit Immobilien machen nach Geschäftsführern, Polizisten und Bankern nun die nächsten Superschurken??


Das ist recht einfach erklärt:
In allen Städten ist die Wohnungssituation das größte Problem, die Preise sind explodiert und in den Großstädten werden ganze Straßen ausgetauscht. Dies erfolgt überwiegend durch Immobilienfirmen, die Wohnblöcke von privat kaufen, diese so luxuriös wie möglich renovieren und dann völlig überteuert - teilweise bewusst illegal und darauf setzend, dass die neuen Mieter nicht klagen bzw. es ihnen aufgrund des Einkommens egal ist - vermietet. So steigt der Mietspiegel, der dann wiederum als Argument für Mieterhöhungen bestehender Mietverträge genutzt werden kann, sodass sich die bisherigen Mieter eine neue, günstigere Bleibe suchen müssen. Sobald sie die Wohnung verlassen haben wird diese dann genauso renoviert, wie die vorherigen Wohnungen.

Wohninvest hat nun ca. 20% Privatwohnungen im Portfolio, was auf den ersten Blick nicht so dramatisch ist. Was hier jedoch zum Tragen kommt ist die Tatsache, dass Wohninvest zum einen Wohnungen aufkauft und diese dann in schnieke Gewerbeimmobilien umwandelt, sprich dem Wohnungsmarkt noch mehr Wohnungen entzieht. In Stuttgart oder Berlin kann dann die Investmentfirma ein tolles Loft-Büro in der Innenstadt oder im hippen Kiez haben. Dazu kauft Wohninvest Bauland auf und behält es erstmal als Wertanlage bzw. nutzt den Kaufpreis als Abschreibung. Wenn dann gebaut wird, sind es zum einen oftmals Gewerbeimmobilien oder aber wieder völlig überteuerte Wohnungen.

Last but not least sollte man sich mit dem Geschäftsführer des Unternehmens, Bernd Fickler, beschäftigen. Das ist genau die Art von Banker, der aus der letzten Finanzkrise nichts gelernt hat.

Schlussendlich ist das Verhalten von Wohninvest politisch legitimiert, keine Frage. Es ist jedoch ein brennendes, gesellschaftliches Problem in Deutschland und Werder Bremen steht eigentlich dafür, eine politisch soziale Haltung einzunehmen. Wohninvest als Sponsor ist, um es mal so auszudrücken, der größtmögliche Kapitalist unter den Sponsoren.


Werder muss hier den Spagat zwischen (Neo)liberalen Sponsoren (direkte Einnahmen) und einer sozialen Einstellung (PR) machen. Der Verein in seiner Größe und seinen Mitgliedern selbst wird von einer möglichst wirtschaftsliberalen Politik eher profitieren, als von einer möglichst sozialen. Wenn ein Filbry sich mit einem Geschäftsführer von Wohninvest unterhält, dann unterhalten sich in erster Linie 2 Geschäftsleute, keine Sozialarbeiter.

Ich bin nicht gutmütig genug, um zu glauben, dass soziales Arrangement von großen Firmen, wie Fußballvereinen, über reine, eigennützige PR hinaus geht.

Um so zu denken, muss man die Praxis von Wohninvest nicht gut heißen. Allerdings würde vielen Fans ein wenig Realismus auch nicht schaden. Kein einziger Bundesligist hat einen Sponsor, den man nicht bedenkenlos als Kapitalisten bezeichnen könnte. Und selbst die meisten sozialen Einrichtungen leben nur, weil die Kapitalisten Ihnen Geld zuschieben, um damit Ihren eigenen Umsatz, durch positive PR anzukurbeln.

Das ist ein Kreislauf den du nicht durchbrechen kannst, ohne dabei unsere Marktwirtschaft radikal umzukrempeln.



Sorry, ist mir zu unkomplett und viel zu einfach erklärt oder eben gar nicht einfach zu erklären. Die aktuelle Wohnmisere jetzt praktisch ausschließlich der Immobilienwelt in die Schuhe zu schieben ist falsch, unfair und nicht differenziert. Der Zuzug von mehreren Millionen Menschen seit 2015 hat die Wohnungskrise hauptursächlich verschärft. Ich weiß, das will keiner hören, gehört aber bei der Problembeschreibung ganz eindeutig dazu, vor allem weil es ja wieder passieren kann und Deutschland ganz klar ein Einwanderungsland geworden ist. Ohne politische Agitation oder Konnotation ist das erstmal ganz wichtig festzuhalten. Zumal die zugereisten Menschen dann auch noch um die Wohnungen im unteren Mietspiegel konkurrieren. Dafür kann die Wohnungswirtschaft gar nichts, dafür können alle Menschen die es betrifft natürlich auch nichts. Das ist aber deshalb wichtig festzuhalten, weil Afrika bevölkerungstechnisch explodiert und die Migration nach Europa ein ganz wichtiges Ventil sein wird. Eine Realität, die weder ausgeblendet noch missbraucht werden darf. Keiner will eine Festung Europa, aber auch keiner will Trabantenstädte und Banlieus in jeder Vor- und Zwischenstadt.

Man muss sich vorbereiten, wir brauchen gewaltige Bauanreize. Die gibt es politisch aber viel zu wenig, im Gegenteil, dafür Auflagen ohne Ende und Enteignungsfantasien von Kinderpolitikern aus dem Sandkasten. Hier brauchen wir mehr Wettbewerb = Mehr Wohnungen. Also keine Gesetz wie die Mietpreisbremse, die wohl gemeint ist, aber nichts bringt, außer dem Gegenteil. Blablabla usw. und sofort. Ist mir ein wichtiges Thema, ganz klar. Schlaubergervorträge bringen uns hierbei nicht weiter.

Politik baut ganz sicher keine Wohnungen, das machen nur diese „dummen“ Privaten und Wohnbauunternehmen. Je mehr Wettbewerb hier desto besser. Je höher das Angebot an Wohnung, desto günstiger der Preis. Simpel und das einzige was funktionieren wird. Wir brauchen nicht weniger Kapitalismus, sondern mehr. Dagegen kann man gern anschreiben so viel man will, aber was will man dem schon entgegensetzen? Planwirtschaft?

Richtig ist auch, es gibt „schwarze Schafe“, wie die von Vela beschriebenen, kann man nicht abstreiten, dieses „wirtschaften“ ist aktuell für wahr kontraproduktiv, aber dennoch meistens legal. Es gibt aber auch viele andere, die sozial oder fair vermieten, wahrscheinlich sogar die aller meisten. Pauschalisieren taugt einfach nichts. Auch wenn es vielleicht ins politische Weltbild passt, sorry Vela und Quote, ich weiß ja wo Eure Herzen schlagen und ich schätze Eure Beiträge i. d. R. immer sehr!

Fickler hatte übrigens ein Verfahren wegen Untreue am laufen, das er noch wegen seinen Tätigkeiten als Beschäftigter bei der Sparkasse an den Hacken hatte. Das hatte mit der Wohninvest rein gar nichts zu tun und kann denen auch nicht angelastet werden. Aber genau das hat Vela in seinem dritten Absatz gewollt, oder ungewollt, keine Ahnung, zum Ausdruck gebracht. So finde ich das nicht okay, das sind dann quasi auch FakeNews, die wohninvest etwas ankreiden, wo sie gar nichts mit zu tun haben. Zudem ist Fickler, der heisst wirklich so, auch gar nicht mehr GF bei Wohninvest angestellt. CEO ist wieder Dingsbums Panzer, der das Unternehmen auch gegründet hat.

Just a few Cents zu dem Thema. Ich weiß Leute, um solch komplexen Themen gerecht zu werden, bedarf es mehr als 3- oder 4-Absätzer in solchen Foren, wo es doch eigentlich um etwas ganz anderes gehen sollte. Ich wollte aber auch andere wichtige Dinge dazu beitragen.


Interessant ist die im Internet letzte zugängliche Bilanz der Wohninvest (2016). Praktisch kein Eigenkapital. Bläst das Unternehmen in eine riesen Blase, die irgendwann platzt? Für die Weser Stadion GmbH will ich es jedenfalls nicht hoffen.

P.s.: Grundsätzlich bin ich gegen jeden staatlichen Zwang. Aber man sollte Supermärkte wie Aldi, Lidl und Penny usw. verpflichten, nur noch 3 – 4 stöckig zu bauen. Die Supermärkte verbrauchen so viel Platz, da kann man auch gut in die Höhe bauen. Zweitens stehen die Parkplätze auch oft halbleer, womit das Parkproblem auch gleich gelöst wäre… Aber was weiß ich schon…


Guter Kommentar, der frei von Dogmen die Logik hinter diesem Problem grundlegend erklärt.

Also ich kann verstehen, warum dieser Deal im bei einigen Fans auf Widerstand trifft, da er eben grundlegend nicht wirklich gut mit dem Selbstverständnis vereinbar ist. Andererseits muss man natürlich gucken, ob dies verhältnismäßig zu dem ist, was sowieso schon eigentlich fragwürdig ist. Wäre es eine Möglichkeit mit Wohninvest eine Vereinbarung zu treffen, die wohltätigen Zwecken zugute kommt? Zum Beispiel die Unterstützung sozialer Projekte des Vereins.

Selbst das würden die Ultras ablehnen, dann würde es heißen, dass Wohninwest sich von seinen Sünden freikaufen möchte. Die könnten praktisch machen was sie wollen, es würde negativ ausgelegt werden.
Für mich tun die schon etwas gutes indem sie Werder Bremen die 30 Mio geben. Und wenn man es positiv sehen möchte kann man sagen, dass dieses Geld nicht dazu verwendet wird, Mieter aus ihren Wohnungen zu treiben.
Das Weserstadion |#622
07.06.2019 - 08:26 Uhr
Sorry @WerderHoern und @cedrik13 aber da ist so viel "Käse" und Halbwissen dabei, sodass es in eine populistische Richtung abdriftet.
Das Weserstadion |#623
07.06.2019 - 08:59 Uhr
Zitat von Raetzefaetze

Zitat von Treva_Deus

Zitat von TheSuperdude

Zitat von Zypo1987

Zitat von Vela7

Zitat von TheSuperdude

Zitat von Steinkogler

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Selbst das würden die Ultras ablehnen, dann würde es heißen, dass Wohninwest sich von seinen Sünden freikaufen möchte. Die könnten praktisch machen was sie wollen, es würde negativ ausgelegt werden.
Für mich tun die schon etwas gutes indem sie Werder Bremen die 30 Mio geben. Und wenn man es positiv sehen möchte kann man sagen, dass dieses Geld nicht dazu verwendet wird, Mieter aus ihren Wohnungen zu treiben.



Klar würden die Ultras Wohninvest auch dann noch ablehnen. Das würde ich auch. Wie geheuchelt wäre es denn, wenn man seine Haltung gegenüber so einem Unternehmen aufgeben würde, weil die mit Geldscheinen winken? Ob nun für Werder oder für einen Wohltätigen zweck. Sie setzen ja immer noch leute auf die Straße.

Und zu deinem letzten:
Kein Sponsor gibt Geld aus reiner Nächstenliebe. Genau wie Wiesenhof & Co erhoffen sich diese Unternehmen ja was vom Sponsorship. Sei es Image, Bekanntheit oder Absatz. Auf kurz oder lang sollen diese Maßnahmen zu einem Gewinnplus führen. Dann hätten sie am Ende 30 Mio. investiert um noch mehr leute aus ihren Wohnungen treiben zu können.

Für mich ist Wohninvest die nächste Riesenenttäuschung nach Wiesenhof.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FredBull am 07.06.2019 um 09:01 Uhr bearbeitet
Das Weserstadion |#624
07.06.2019 - 10:02 Uhr
Ist natürlich ein kontroverses Thema keine Frage, aber sicherlich gibt es dieses nicht erst seit gestern und ich habe auch nicht das Gefühl das man damit leichtfertig umgeht bei Werder.

Zunächst mal muss ich sagen das ich da z.B. Marco Bode vertraue, halte den Mann für äußerst intelligent und darüber hinaus für moralisch integer. Es ist doch so das es für die Region in und um Bremen sehr wichtig ist das es diesen Verein gibt und man über das überregionale Ansehen auch ein gewisses Selbstwertgefühl erhält, sonst ist speziell die Stadt Bremen meist eher in negativen Kontext in den Schlagzeilen.

Also ist es schon nicht unbedeutend das man in der Bundesliga und hoffentlich auch hier und da mal über diese hinaus Erfolge feiern kann. Dafür muss man heutzutage allerdings Rahmenbedingungen haben die mittlerweile mit regionalen Sponsoren allein nicht zu stemmen sind. Wenn es dann um Größenordnungen wie in dem aktuellen Falle geht, muss man Sponsoren finden die eben finanzkräftig genug sind das zu stemmen und darüber hinaus auch Interesse haben das Geld bei uns zu investieren,da wirst du in der heutigen Geschäftswelt jedoch Schwierigkeiten haben ein passendes Unternehmen zu finden.

Also heisst es mal wieder Kompromisse einzugehen und der im aktuellen Falle ist nach dem bereits grenzwertigen vorausgegangen mit Wiesenhof nicht leicht zu verdauen, keine Frage.Jedoch habe ich bevor und seitdem Wiesenhof unsere Trikots verschandelt kein Produkt selbiger Firma gekauft oder wissentlich verspeist, noch werde ich Wohninvest Miete überweisen. Wenngleich es bei zweiterem mitunter für Menschen manchmal keine andere Wahl geben kann wenn es um Wohnraum geht.

Ich kann verstehen das es Leute ankotzt wenn Werder mit solchen Unternehmen wirbt und somit damit in Verbindung gebracht wird und diese Unternehmen sich mit unseren positiven Namen, den Nicht zuletzt WIR mitgeschaffen haben, ein Stück weit reinwaschen wollen, aber dann steht glaube ich so langsam eine Grundsatz Entscheidung an.

Dieser Vertrag geht über 10 Jahre und ist überlebenswichtig für den Verein, vorausgesetzt man will weiter im Oberhaus mitspielen. Zumindest ist das meine Überzeugung ohne die genauen Details zu kennen und ohne diese halte ich Zahlenspiele für wenig sinnvoll.Jedoch dauerhaft Fehlbeträge auszugleichen wie offenbar letzte Saison passiert können wir uns nicht leisten ohne sportlichen Erfolg den du eben nicht einplanen kannst und der dann auch sehr viel schwieriger zu realisieren ist.

Ich werde es also vermutlich erneut hinnehmen und mit den Zähnen knirschen wenn ich den geplanten Schriftzug an unserem schönen Weserstadion erblicke, aber ich lasse mir mein Hobby Fußball und meinem Verein nicht von solchen Einflüssen kaputt machen. Wichtig ist sowas im privaten Leben möglichst konsequent umzusetzen und regionale Unternehmen und Menschen zu unterstützen.
Das Weserstadion |#625
12.06.2019 - 01:49 Uhr
Zitat von Vela7
All das führt für mich zu der Frage: Gibt es bei Werder kein CSR sowie keinen Mitarbeiter, der genau das analysiert?

Nö. Filbry hat ne Ausschreibung für das Namenssponsoring gemacht und einfach das erstbeste Unternehmen genommen.

Also, bei manchen Leuten frage ich mich echt, ob sie wirklich so naiv sind, wie ihre Beiträge es vermuten lassen. augen-zuhalten

Werder braucht die Kohle aus dem Verkauf der Namensrechte - weil die Umbauten des Weserstadions abbezahlt werden müssen und weil das Umfeld mal wieder vom internationalen Wettbewerb träumt. Das alles kostet Geld. Und es ist doch sonnenklar, dass die meiste Kohle die Unternehmen zahlen, die eine Imagepflege notwendig haben. Dazu gehören eben der Textildiskont Kik, die Targobank, Wiesenhof und auch Wohninvest.

Für mich ist es unbegreiflich, dass einige hier die Notwendigkeit der Einnahmen nicht erkennen und Werder einfach mal Dummheit (= fehlende Kompetenz) bei der Sponsorensuche unterstellen. angry
Das Weserstadion |#626
12.06.2019 - 08:07 Uhr
Zitat von soylentgreen
Zitat von Vela7

All das führt für mich zu der Frage: Gibt es bei Werder kein CSR sowie keinen Mitarbeiter, der genau das analysiert?

Nö. Filbry hat ne Ausschreibung für das Namenssponsoring gemacht und einfach das erstbeste Unternehmen genommen.

Also, bei manchen Leuten frage ich mich echt, ob sie wirklich so naiv sind, wie ihre Beiträge es vermuten lassen. augen-zuhalten

Werder braucht die Kohle aus dem Verkauf der Namensrechte - weil die Umbauten des Weserstadions abbezahlt werden müssen und weil das Umfeld mal wieder vom internationalen Wettbewerb träumt. Das alles kostet Geld. Und es ist doch sonnenklar, dass die meiste Kohle die Unternehmen zahlen, die eine Imagepflege notwendig haben. Dazu gehören eben der Textildiskont Kik, die Targobank, Wiesenhof und auch Wohninvest.

Für mich ist es unbegreiflich, dass einige hier die Notwendigkeit der Einnahmen nicht erkennen und Werder einfach mal Dummheit (= fehlende Kompetenz) bei der Sponsorensuche unterstellen. angry


Vielen Dank für die Blumen und das von jemandem, der nicht richtig lesen kann. Wow! oops
Es wurde sich auf mehreren Seiten wirklich objektiv und umfangreich mit dem Thema auseinandergesetzt, dein Beitrag hat es nun aber wirklich gebraucht, danke.

Damit das nun kein reiner Pöbelbeitrag wird: Sarkasmus scheinst du ja zu kennen, also wunder es mich, dass du die Frage nach dem CSR nicht verstanden hast. Da du es auf der anderen Seite jedoch nicht verstanden zu haben scheinst, das im Sponsoring eben nicht alles auf das größte Angebot ankommt, sondern eben auch bzw. vor allem auf das passende, bin ich nun doch etwas weniger verwundert. Bei meiner Naivität vielleicht verständlich.

Das Ziel des Sponsoring sollte stets sein, ein Unternehmen bzw. einen Partner zu finden, dessen Werte man teilt, sodass sich eine gemeinsame Erfolgsgeschichte entwickelt. Die Gleichung "der Sponsor profitiert vom positiven Image und zahlt dafür halt einfach Geld", geht in der heutigen Welt halt nicht mehr auf.
Das Weserstadion |#627
12.06.2019 - 10:41 Uhr
Euch gegenseitig hier anzugehen muss nicht sein. Führt die Diskussion gerne weiter, aber verzichtet dann bitte auf die unterschwelligen Angriffe, macht die konstruktive Diskussion halt leider dann ein wenig kaputt.

•     •     •

- "Grosse Siege werden durch Mut errungen, grössere durch Liebe, die grössten durch Geduld"
- "Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann."
- "Die Geduld ist der Schlüssel zur Freude."
- "Die Ungeduld, mit der man seinen Zielen zueilt, ist die Klippe, an der oft gerade die besten Menschen scheitern."
Das Weserstadion |#628
12.06.2019 - 12:39 Uhr
Zitat von DerBremer
Euch gegenseitig hier anzugehen muss nicht sein. Führt die Diskussion gerne weiter, aber verzichtet dann bitte auf die unterschwelligen Angriffe, macht die konstruktive Diskussion halt leider dann ein wenig kaputt.


D'accord. Wobei so'n bisschen Wattebäuschchen werfen auch noch keinen verletzt hat.

Was ich eigentlich letztens schon schreiben wollte: großes Kompliment an alle Beteiligten und freiwillig Unbeteiligten für die schöne Diskussion. Gerne weiter. zwinker

Letztens n schönes Zitat von Heinrich Zille gelesen: "man kann mit einer Wohnung jemanden genauso töten wie mit einer Axt"...okay, andere Zeit und so und natürlich mega polemisch, aber passt mir gerade gut in mein Weltbild. Ich geh dann ma Facebook. stark
Das Weserstadion |#629
12.06.2019 - 19:04 Uhr
Zitat von DerBremer
Euch gegenseitig hier anzugehen muss nicht sein. Führt die Diskussion gerne weiter, aber verzichtet dann bitte auf die unterschwelligen Angriffe, macht die konstruktive Diskussion halt leider dann ein wenig kaputt.

Volle Zustimmung. Vela7 ist ja schon öfter damit aufgefallen, dass er Leute, die nicht seiner Meinung sind, ziemlich aggressiv und unsachlich angeht.

Zitat von Vela7
Die Gleichung "der Sponsor profitiert vom positiven Image und zahlt dafür halt einfach Geld", geht in der heutigen Welt halt nicht mehr auf.

In deiner Micky-Maus-Welt vielleicht nicht. Bei Wiesenhof hat man aber gesehen, dass die Rechnung sehr wohl aufgeht. Denkst du nicht, dass Werder auf die Einnahmen angewiesen ist? Und denkst du nicht, dass Filbry - bei gleichen Einnahmen - einen attraktiveren Werbepartner genommen hätte, wenn es denn einen gegeben hätte?
Das Weserstadion |#630
12.06.2019 - 20:24 Uhr
Zitat von Quote
Zitat von DerBremer

Euch gegenseitig hier anzugehen muss nicht sein. Führt die Diskussion gerne weiter, aber verzichtet dann bitte auf die unterschwelligen Angriffe, macht die konstruktive Diskussion halt leider dann ein wenig kaputt.


D'accord. Wobei so'n bisschen Wattebäuschchen werfen auch noch keinen verletzt hat.

Was ich eigentlich letztens schon schreiben wollte: großes Kompliment an alle Beteiligten und freiwillig Unbeteiligten für die schöne Diskussion. Gerne weiter. zwinker

Letztens n schönes Zitat von Heinrich Zille gelesen: "man kann mit einer Wohnung jemanden genauso töten wie mit einer Axt"...okay, andere Zeit und so und natürlich mega polemisch, aber passt mir gerade gut in mein Weltbild. Ich geh dann ma Facebook. stark


Quote,Keks tung, ich werfe noch Bäuschen hinterher..., dafür geht der Berliner Schildbürgersenat ja konsequent gegen die im linksidentitären Jargon mittlerweile zu Verbrechern stilisierten Vermieter vor. Auch Dein „Zitat“ rückt Vermieter pauschal auch in diese Richtung und treibt Mieter/Vermieter eher weiter auseinander, oder macht sie zu Antagonisten. Ich finde das kontraproduktiv.

30 Jahre nach dem Zusammenbruch werden nun die dollsten Ideen aus der DDR rausgekramt, die ja ach so gut geklappt haben… Kollektivierung von Wohnbesitz, das 5-Jahres-Gesetz (5 Jahre Verbot von Mieterhöhung) usw. Was sich wie ein Anachronismus anhört wird in Berlin real existierend. Es ist nicht zu fassen, als ob es die misanthropische SED nie gegeben hätte…

Was zunächst gut klingt, zerschellt an der bevorstehenden Wirklichkeit. Was bedeutet das für die vielen Vermieter insbesondere der Privatvermieter? Renovierungskosten ohne Gegenfinanzierung = Verzicht auf Renovierungen, Verzicht auf Investitionen (neue Wohnungen). Wie das dann aussieht, daran erinnern sich bestimmt noch viele. Wer sich nicht erinnern kann, reist am besten mal nach Havanna oder Caracas, oder schaut sich vielleicht mal Fotos aus Ostberlin, Leipzig oder Karl-Marx-Stadt des Jahres 1990 an. Im Übrigen gehen der Stadt darüber hinaus dann auch wieder dringend benötigte Steuereinnahmen flöten. 24 – 30 % einer Kaltmiete ist schließlich zu versteuern…

Natürlich wird das dazu oben drein auch noch alles dazu führen, dass insbesondere die tausenden Privatvermieter nun gezwungen werden, oder auf die Idee gekommen sind, JETZT noch schnell die Mieten zu erhöhen. Damit ist das 5-Jahres-Gesetz auch gleich sowieso für´n Acsrh.

Derweil rauschen die Aktien der großen Wohnkonzerne in den Keller. Bravissimo. Das bringt auch keine neuen Wohnungen.

Von Bauanreizen ganz zu schweigen. Ein Freund von mir hat eine Immobilienverwaltungs-Agentur gegründet. Der hat mir erzählt, dass sich auch immer noch der Bau von Sozialwohnanlagen lohnen würde. Nur nicht (mehr) in Berlin. Keiner weiß, auf was für verrückte Ideen der Senat als nächstes kommt. Vermutlich Zwangsbebauung von privaten Grundstücken…

Alles das, wird zu keiner einzigen neuen Wohnung führen, noch wird es die Wohnsituation im Allgemeinen in irgendeiner Form verbessern.

Was ist also besser? Diese beknackten staatlichen Eingriffe, die i. d. R. immer zum gegenteiligen Ergebnis führen, oder der Status Quo? Wir brauchen eher das Gegenteil, Deregulierung und finanzielle Anreize. Kommt mir nicht mit der Staat baut doch dann Wohnungen. Vergesst es, der schlechteste Unternehmer aller Zeiten war, ist und bleibt der Götzen aller Sozialisten: „Der Staat“

•     •     •

Woe to you, oh earth and sea
For the Devil sends the beast with wrath
Because he knows the time is short
Let him who hath understanding reckon the number of the beast
For it is a human number
Its number is six hundred and sixty-six

-Buch der Offenbarung-
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