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Diskussionsthemen Dynamo Dresden

25.02.2011 - 10:29 Uhr
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#531
08.01.2019 - 13:27 Uhr
Zitat von Dynamo59
Hallo @msi999 ,

wir sind nicht weit auseinander in der Meinung, Bis auf einem Punkt: Mir ist die Staatsform egal, Hauptsache der Staat kommt seinen Verpflichtungen in Richtung Sicherheit der Bürger und Besucher nach. Da fühlt sich vor allem meine Frau in ihrer Heimat östlich der Weichsel, mit ihr auch ich, deutlich sicherer als auf dem Kölner Hauptbahnhof. Die Grabschgefahr geht gegen Null. Der Staat ist nicht gerade als sehr demokratisch bekannt, dass ist der Sicherheit aber eher förderlich, Straftäter werden konsequenter verfolgt. Das finde ich korrekter als wie hier Straftäter mit Wattebällchen zu streicheln. Der Rest geht mich nichts an, ich muss nicht dort leben, aber wenn ich zu Besuch da bin muss ich mich halt an den Regeln halten und nicht den großen Freiheits-Apostel spielen.

In der Türkei und den USA hätte ich schon ein mulmiges Gefühl, nicht vielleicht zu falschen Zeit am falschen Ort zu sein und damit Pech zu haben. Auf langer Sicht verschoben....

Für mein Sicherheitsbedürfnis ist nicht wichtig, ist nun ein Staat und seine Justiz demokratisch oder nicht anzusehen, sondern ob die Regeln dort einigermaßen fair durchgesetzt werden. Da finde ich die Laschheit hier gegenüber Straftaten nicht mehr fair. Und wenn das Bekennen zu einer Organisation, auch mittels Schirt nunmal ein Staat als "Bedrohung" sieht, dann trage ich dort das Schirt nicht und fühle mich sicher. Dabei fühle ich mich nicht unterdrückt.


Stimmt, wir sind nicht weit auseinander. Vieles kann ich unterschreiben, Straftäter konsequenter verfolgen, auf die Einhaltung der Regeln achten etc.

Der Staat muss allerdings einen gesunden Mittelweg finden, zwischen Freiheit auf der einen Seite und Sicherheit auf der anderen Seite. Natürlich gibt es in einem Überwachungsstaat weniger Straftaten, aber wollen wir ernsthaft in einem solchen Staat leben? Ich möchte das genauso wenig wie in einem Staat, in dem eine Frau angemacht wird, wenn sie abends alleine in der Stadt unterwegs ist.

Es gibt allerdings ein paar grundlegende Freiheiten, die einfach unverzichtbar sind. Und dazu gehört die Freiheit, seine Meinung offen sagen zu können, natürlich auch in der Presse. Wenn man dafür jahrelang ins Gefängnis wandert (u.a. als Journalist), dann nützt mir auf der anderen Seite auch die größte Sicherheit nichts mehr, weil man dann in einem Klima der Angst lebt.

Eine wie auch immer geartete Meinungspolizei sorgt am Ende dafür, dass Menschen aller Sicherheiten zum Trotz auf offener Straße zusammengeschlagen werden, nur weil sie die "falsche" politische Meinung haben. (Hoffen wir, dass dieser aktuelle Fall genauso konsequent verfolgt wird, wie man es getan hätte, wenn
das Opfer Mitglied einer anderen Partei gewesen wäre)
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#532
08.01.2019 - 14:51 Uhr
daumen-hoch
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#533
08.01.2019 - 16:42 Uhr
Zitat von Dynamo59

Für mein Sicherheitsbedürfnis ist nicht wichtig, ist nun ein Staat und seine Justiz demokratisch oder nicht anzusehen, sondern ob die Regeln dort einigermaßen fair durchgesetzt werden. Da finde ich die Laschheit hier gegenüber Straftaten nicht mehr fair. Und wenn das Bekennen zu einer Organisation, auch mittels Schirt nunmal ein Staat als "Bedrohung" sieht, dann trage ich dort das Schirt nicht und fühle mich sicher. Dabei fühle ich mich nicht unterdrückt.


Das ist ja das Problem mit "fair". Wenn Du hier in den 80ern mal ein T-Shirt getragen hast, wo "Heute muss ich nicht spülen" draufsteht, und auf dem Erinnerungsfoto, das Du auf Facebook hochlädst, sind nur die letzten 4 Buchstaben gut zu erkennen, dann kann Dir sonstwas passieren.

Aias braucht ja nichtmal selber was "gemacht" zu haben, heutzutage reicht es, wenn ein Kumpel von Dir aus Kindertagen, mit dem Du ab und zu Kontakt hast, auf irgendeine Weise im Syrienkrieg verstrickt ist. Keine Ahnung, ob Aias das besser beurteilen kann, ob er über sein Konsulat mit der Türkei schon Kontakt hat oder whatever - wenn ich einen syrischen Kurden im Team hätte, würde ich mein Trainingslager sicher nicht in der Türkei aufschlagen.

Wer weiss (wilde Spekulation hier), vielleicht war das ein Teil seines "Fehlverhaltens" am letzten Spieltag.
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#534
08.01.2019 - 17:13 Uhr
Aias wollte letztes Jahr nach Katar wechseln ( Al Sadd Sports ).
100% haben sie ihn damals schon durchleuchtet.

Wenn es dort keine Probleme gab dann gibt es diese auch nicht in der Türkei, denn Katar und die Türkei sind ganz, ganz dicke Freunde und dürften einen Infopool haben
Dieser Beitrag wurde zuletzt von sgd-fra am 08.01.2019 um 17:13 Uhr bearbeitet
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#535
08.01.2019 - 18:01 Uhr
Zitat von Biple
Zitat von Dynamo59

Für mein Sicherheitsbedürfnis ist nicht wichtig, ist nun ein Staat und seine Justiz demokratisch oder nicht anzusehen, sondern ob die Regeln dort einigermaßen fair durchgesetzt werden. Da finde ich die Laschheit hier gegenüber Straftaten nicht mehr fair. Und wenn das Bekennen zu einer Organisation, auch mittels Schirt nunmal ein Staat als "Bedrohung" sieht, dann trage ich dort das Schirt nicht und fühle mich sicher. Dabei fühle ich mich nicht unterdrückt.


Das ist ja das Problem mit "fair". Wenn Du hier in den 80ern mal ein T-Shirt getragen hast, wo "Heute muss ich nicht spülen" draufsteht, und auf dem Erinnerungsfoto, das Du auf Facebook hochlädst, sind nur die letzten 4 Buchstaben gut zu erkennen, dann kann Dir sonstwas passieren.

Aias braucht ja nichtmal selber was "gemacht" zu haben, heutzutage reicht es, wenn ein Kumpel von Dir aus Kindertagen, mit dem Du ab und zu Kontakt hast, auf irgendeine Weise im Syrienkrieg verstrickt ist. Keine Ahnung, ob Aias das besser beurteilen kann, ob er über sein Konsulat mit der Türkei schon Kontakt hat oder whatever - wenn ich einen syrischen Kurden im Team hätte, würde ich mein Trainingslager sicher nicht in der Türkei aufschlagen.

Wer weiss (wilde Spekulation hier), vielleicht war das ein Teil seines "Fehlverhaltens" am letzten Spieltag.


Zum ersten habe ich nie sinnfreie Sprüche auf der Brust getragen und nie etwas aufs Gesichtsbuch hochgeladen, daher sind mir deine Ängste darüber völlig fremd.

Zum zweiten, die Geschichte mit dem Kontakt zu Syrien (inhaltlich auch Quatsch, wichtig für die türkische Staatsmacht sind Personen, die in Kontakt mit der verbotenen PKK sind, Syrien an sich ist Nebensache) betrifft nicht nur Exsyrer wie Aosmann, sondern alle 40 Mio Türken und weiter Mio woanders Lebende, die irgendwie in Kontakt mit Syrien und andere Kurdenregionen in Kontakt sind. Dass die reine Geburturkunde ( die ja nicht einmal der deutsche Staat kannte wie wir wissen) schon als Verhaftungsrisiko gilt ist deutlich überzogen. Dann müsste die Türkei Knastplätze haben in der Grössenordnung der Einwohnerzahl.

So lange man nich mit Bomben um den Gürtel durch die Fussgängerzone läuft oder ne dicke Akte bei der Türkenstasi hat, wird nichts passieren.
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#536
02.02.2019 - 16:33 Uhr
Ich würde gerne mal versuchen eine Analyse zu starten warum wir auf Platz zehn mit einer überaus durchwachsenen Leistung, welche sich zwischen Genie und Wahnsinn befindet, herumkrebsen.

Da ich aber persönlich kein Bock auf inhaltlose Phrasen aus Einzei(l)lern habe, können bestimmte User hier bereits aufhören zu lesen.

Darüber zu diskutieren wieso das passiert, was gerade passiert halte ich zumindest für interessanter, als ständig sich darüber aufregen müssen und sich darauf zu beschränken.
Davon schaukeln sich nur die Gemüter und Emotionen hoch und am Ende sind wieder alle genervt vom anderen.


1. Probleme in der Defensive

Den TW klammerte ich hier mal aus. Egal wie die Diskussionen um Schubert, Boss und Wiegers sind, habe ich nicht den Eindruck das diese der Grund für die mangelhafte Abwehr ist.
Ausklammern möchte ich auch Hamalainen, welcher aus der Abwehr mit seiner Leistung deutlich herausragt.

Problematisch sehe ich hingegen die Positionen Innenverteidiger und Rechtsverteidiger, wobei die Probleme des RV wohl eher die Verletzungsmisere am Ende der Hinrunde geschuldet war.
Wahlqvist ist zwar bisher nicht herausragend gewesen, aber lieferte eine deutlich bessere Stabilität als seine Alternativen.
Im Moment zeigt sich also in meinen Augen, dass große Problem in der Innenverteidigung.

Diese halte ich persönlich für deutlich zu langsam. Sowohl was Physis, als auch Psyche (da hilft auch kein Psychologe) betrifft.
Man merkte es an den letzten beiden Spielen vor allem daran, dass beide Innenverteidiger aufgrund von Defiziten in der Schnelligkeit Karten erhalten haben. Hinzu kommt, dass auch im DM Nikolaou immer wieder zu spät reagiert und dies zwangsläufig Einfluss auf die IV hat.

Theoretisch könnte man die Defizite mit guten Stellungsspiel ausgleichen, aber auch hier zeigt sich, dass die Innenverteidigung Probleme hat.

Verdeutlicht wird dies auch dadurch, dass wir immer wieder in Drangphasen des Gegners geraten, in denen wir dauerhaft ausgekontert werden.

Das Problem wird aber durch etwas anderes verstärkt.........

2. Probleme in der Offensive

Im Spielaufbau funktioniert zwar grundlegend die physische Schnelligkeit, allerdings mangelt es mMn an dem Blick für den freilaufend Mitspieler, sowie an dem Mangel an freilaufenden Mitspielern.

Symptomatisch dafür steht mMn Duljevic. Er ist schnell, kann nach vorne zwei Gegner ins Leere laufen lassen, verpasst aber das Abspiel zum Mitspieler. Zum Einen weil er zu ungenau ist, zum Anderen weil es selten ist, dass die Mitspieler sich richtig positionieren.

So wie man Hamalainen bei der Defensive ausklammern kann, würde ich hier Koné ausklammern. Koné reagiert oft richtig und das auch äußerst schnell. Limitiert wird er aber durch seine Mitspieler.

Hier fehlt es dann mMn eher an dem Spielmacher, der die Fäden zieht. Einer der sich im Mittelfeld freiläuft, oder einem der Räume für Mitspieler reißt in die sich bewegen können.

Ebert könnte es theoretisch machen, aber aus irgendeinem Grund funktionierte es bei ihm nur nach dem Trainerwechsel.

Eventuell könnte diesen Part Burnic ausüben, sofern die Einschätzungen von anderen Usern stimmen.

Zwischen diesen beiden Problemen befindet sich aber auch noch eine riesige Baustelle...


3. Defensivesmittelfeld

Nikolaou bemüht sich und zeigt immer wieder, dass er das Zeug hat für die zweite Liga. Leider zeigt er auch immer wieder wo er vorherige Saison gespielt hat, nämlich zeitweise gegen den Abstieg aus Liga Drei.

Hartmann wäre hier sicherlich besser aufgehoben und könnte auch nach vorne für Stabilität sorgen, allerdings fällt er der mangelhaften IV zum Opfer und wird dort ei gesetzt für mehr Stabilität, wodurch er im DM fehlt.

So wie wir zentrale Strippenzieher in der IV und im ZOM benötigen, so benötigen wir eigentlich einen jüngeren, besseren Hartmann für das DM.

Das mündet im nächsten Problem...

4. Verkannte Schwachstellen im Kader

Ich will hier nicht all zu sehr in der Vergangenheit herum bohren, da wir das oft genug getan haben und das nur in dem Für und Wider der damaligen Trainerentlassung und Neueinstellung mündet.

Ich will hier auf etwas anderes eingehen.
In Summe finde ich, dass diese Probleme seit zwei Jahren bestehen. Nicht immer zeitgleich, nicht immer in dieser Stärke, aber durchaus waren sie einzeln immer wieder da und haben uns einzelne Punkte gekostet.

Mittlerweile treten sie gepaart auf in einzelnen Spielen auf. Genie und Wahnsinn wechseln sich nicht mehr in den Spielen ab, wodurch man einzelne Spiele vielleicht retten kann und so dreckige Punkte sammelt, sondern in einem Spiel sind wir sehr gut udn diszipliniert und im nächsten genau das Gegenteil.

Sicherlich hat es auch mit einzelnen Spielern zu tun. Einem Spieler der sich lustig über den Trainer und seinen Methoden macht, einem Spieler der seine Mitspieler öffentlich kritisiert und einem Spieler der auf und neben dem Platz sich nicht wie ein Profi verhält.

Auch das muss man nicht weiter ausführen, halte ich die Maßnahmen gegen solches Verhalten allerdings für zu spät ergriffen.

Ebenso was die Zusammenstellung des Kaders betrifft. Hartmanns Anfälligkeit für Verletzungen ist bekannt gewesen, dennoch haben wir halbwegs qualitativ nur eine Alternative zu ihm.
Die bröckelnde IV ist ebenso bekannt gewesen, dennoch sind alle Innenverteidiger in Summe nebeneinander oft zu langsam.
Die Offensive Ideenlosigkeit ist ebenfalls bekannt gewesen, dennoch haben wir einen Altstar geholt und ein Talent, das auf den Durchbruch wartet, während die zuvor verpflichteten Spieler ebenfalls nicht überzeugen konnten.

Anschließend wurde ein gegenteiliger Trainer verpflichtet, welcher für eine andere Philosophie steht, als man bisher hatte.

Es ist außerdem fraglich ob die Mannschaft tatsächlich so gut funktioniert, wie sie dargestellt wird, denn auf dem Platz sieht das nicht danach aus.

Die Verkettung der Umstände wurde entweder zu spät erkannt, oder aber bisher noch überhaupt nicht realisiert.

Ich stehe im übrigen auch weiterhin dazu, dass Walpurgis funktionieren könnte, wenn er entweder eher verpflichtet worden wäre, oder aber die Vorbereitung im Sommer anders angegangen worden wäre.
Denn der Umbruch der für diesen Sommer angekündigt wurde, kommt wohl ein Jahr zu spät.

5. Die Verantwortlichen des sportlichen Bereiches

Das mündet nun in den Problemen der beiden GF Sport. In den letzten 1 bis 1 1/2 Jahren haben wir den roten Faden unseres sportlichen Erfolges irgendwo liegen lassen. Vielleicht war es der Ausfall von Minge. Vielleicht auch die internen Querelen zwischen den Gremien.
Genaues wäre reine Spekulation, wobei ich hier auf eine Mischung tippen würde.

Minge an sich würde ich nicht in Frage stellen wollen, denn bisher steht es 3:1 für ihn bei der richtigen Saisonvorbereitung (2x dritte Liga und erstes Jahr zweite Liga erfolgreich, das zweite Jahr zweite Liga nicht erfolgreich // anschließend war er krank und hatte keinen wirklichen Einfluss).
Kristian Walter scheint talentiert zu sein für diese Position, wobei er scheinbar noch nicht ganz reif dafür ist, diese Position aktuell gänzlich alleine zu übernehmen.

Die Professionalisierung des Trainer-Gespanns im Sommer war zwar ein richtiger Schritt, aber bisher ist nicht zu sehen, dass sie auch gut angegangen wurde.
Die Wirkung durch den Sportpsychologen kann ebenso infrage gestellt werden, wie die Verbreiterung des Co Trainer Teams.
Beides halte ich dauerhaft für notwendig, denn so lassen sich die einzelnen Mannschaftsteile gezielt verbessern, allerdings ist die Wirkung scheinbar NULL.

Warum das gleich Null ist, darüber kann man wohl lange diskutieren. Ein Grund wird sein, dass dieses Team in der Form so noch nicht zusammen gearbeitet hat. Zum anderen wird es auch am Kader liegen.
Einzelne Spieler die so schon negativ auffallen wirst du auch mit Guardiola nicht erreichen können. Warum muss man aber solange an ihnen festhalten?
Hier sehe ich Probleme im Charakter der Mannschaft, aber auch im Trainer...

6. Die Trainer

Wofür Walpurgis und Neuhaus stehen könnte nicht unterschiedlicher sein. Der eine will ansehnlichen Ballbesitz zelebrieren. Der andere über eine sattelfeste Abwehr gezielt nach vorne spielen.

Ich halte beides für gut, aber beides funktioniert mit diesem Kader nicht. Weder im 4-3-3, im 3-4-3/5-4-1, oder im 4-4-2.
Weder die Flügelzange funktionierte dauerhaft, noch die Dreier/Fünferkette.

Hier habe ich die Vermutung, dass es nicht nur am Trainer liegt, sondern auch an der Zusammenstellung des Kaders und der Entscheidung im letzten Sommer für den Nachfolger von Neuhaus.

Hier komme ich jetzt leider zu sehr viel Konjunktiv.
Die Entlassung hätte entweder zwei Monate früher erfolgen müssen, oder aber zwei Monate später. Allerdings mit einem Trainer die Vorbereitung zu machen und kurz vor Transferende ihn zu entlassen und nach zwei Wochen Odyssee auf dem Trainermarkt sich zu entscheiden, dass man das Gegenteil vom eingeschlagenen Weg geht, war rückblickend äußerst fahrlässig.

Ich halte nach wie vor Walpurgis auch in Dresden für eine Option die funktionieren kann, aber nicht unter den derzeit gegebenen Umständen.

Ob das in den nächsten Tagen, Wochen, oder auch Monaten besser wird kann man sicherlich schlecht sagen, allerdings bleibt zu hoffen das die Verantwortlichen besser mit der Situation umgehen, als bisher.

Ich sehe allerdings die Möglichkeiten die ein Trainer auf den einzelnen Spieler haben kann für begrenzt, zumindest bei den Trainern in unserer Preisklasse.
Ebert ist lange genug im Geschäft um zu wissen wie er was macht und wie er mit der Situation umgeht. Ein Ebert hat sicherlich andere Trainingsziele, als ein fast zehn Jahre jüngerer Atik. Welchen Einfluss kann man also als Trainer auf so einen "Haudegen" wie Ebert haben?

Als Trainer kannst du die Mechanismen einstudieren lassen und das Spielsystem vorgeben. Die Umsetzung dessen obliegt am Ende aber der Mannschaft.
Unter Neuhaus hätte sich gezeigt, dass die Mannschaft mit komplexen Strategien überfordert ist. Scheinbar ist dies aber auch unter Walpurgis, welcher ja nun die Taktik deutlich vereinfacht hat. Wenn aber selbst das nicht funktioniert, stellt sich die Frage was der aktuelle Kader im Gesamten hergeben kann.

Unter all diesen Problemen steckt aber am Ende immer noch eine Gemeinsamkeit die wir alle haben:
Die SG Dynamo Dresden.

Es wird mit Sicherheit nicht besser, wenn Fans die Mannschaft beschimpfen oder auspfeifen. Sicherlich auch nicht, wenn der Trainer jeden Spieltag als Stümper dargestellt und bezeichnet wird.
Mit sinnlosen Quervergleichen wer bei uns alles gut zu Gesicht stehen würde (für mich eine der schlimmsten Phrasen überhaupt) und wie Ach so geil der Konkurrent ist wird es auch nicht besser.

Ich persönlich hoffe aktuell, dass die richtigen Schlüsse gezogen werden, denn ruhiger wird es leider nicht mehr im Umfeld des Vereins.



Wie und wo seht ihr die Probleme? Welche Vorschläge habt ihr in Bezug und was würdet ihr eventuell noch ergänzen?
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#537
02.02.2019 - 16:59 Uhr
Während der Saison hast du ja nicht viele Optionen.
1. Innenverteidigung mit Ballas und Müller versuchen mehrere Spiele am Stück ein zu spielen. Dumic und Gonther als back up.
2. Hartmann ins def. Mittelfeld als zusätzlichen defensiven Stabilisator.
3. Für die Offensive fällt mir beim besten Willen nichts ein, weil es einfach keine Alternativen gibt. Ich hätte gerne mal Duljevic gesehen, der ja anfangs bewiesen hat, dass er auch schnell und zielstrebig spielen kann. Fällt Kone mal aus, sieht es dünne aus.
4. Auch heute fehlte mir der absolute Wille. Hier muß der neue Mannschaftsrat aktiv werden.
5. Trainerwechsel bringt m.E. aktuell nichts. Auch der schon geforderte Fiel kann in so einer Situation eher Schaden nehmen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dynamo66 am 02.02.2019 um 16:59 Uhr bearbeitet
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#538
02.02.2019 - 17:09 Uhr
Sehr schön geschrieben!
Was man noch anführen kann als das nächste Problem, was auf die Akteure zu kommen könnte ist, daß die sportliche Flaute sich auch langsam auf die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen auswirken kann bzw. die immer besser zu hören sein werden, die bei jeder missglückten Aktion pfeifen oder buhen.
Ist aber letztlich nur durch Besserung der Leistungen/ Ergebnisse zu verhindern. Und da sind wir schon wieder bei der psychischen Verfassung der Mannschaft. Mit jedem negativen Ergebnis wird der Rucksack, den jeder über den Rasen schleppt, natürlich schwerer. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist die Aufgabe der Stunde.
Nominell ist ja unser Team um's Team gut aufgestellt, so das fast eine 1zu1 Betreuung möglich wäre... silent
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#539
02.02.2019 - 17:56 Uhr
Zitat von dynamo66
Während der Saison hast du ja nicht viele Optionen.
1. Innenverteidigung mit Ballas und Müller versuchen mehrere Spiele am Stück ein zu spielen. Dumic und Gonther als back up.
2. Hartmann ins def. Mittelfeld als zusätzlichen defensiven Stabilisator.
3. Für die Offensive fällt mir beim besten Willen nichts ein, weil es einfach keine Alternativen gibt. Ich hätte gerne mal Duljevic gesehen, der ja anfangs bewiesen hat, dass er auch schnell und zielstrebig spielen kann. Fällt Kone mal aus, sieht es dünne aus.
4. Auch heute fehlte mir der absolute Wille. Hier muß der neue Mannschaftsrat aktiv werden.
5. Trainerwechsel bringt m.E. aktuell nichts. Auch der schon geforderte Fiel kann in so einer Situation eher Schaden nehmen.


Den Willen würde ich der Mannschaft gar nicht absprechen wollen. Eher ist es scheinbar ein mentales Problem, dass viele Spieler nicht voran gehen wollen, bzw. scheinbar nicht davon überzeugt sind dies zu können.
In der Defensive scheinen wir dabei eigentlich überall Spieler zu haben die Verantwortung übernehmen wollen. Müller will es in Zukunft machen. Gonther, Ballas, Hamalainen, Dumic und auch Kreuzer haben das in der Vergangenheit bereits getan und Wahlqvist hat sicherlich auch das Zeug dazu.

Schwieriger wirds im Mittelfeld und im Sturm.
Hartmann ist klar und Ebert hätte das Zeug dazu, bringt es aber zu selten rüber, bzw. schafft er es nicht immer.
Ansonsten ist da in meinen Augen keiner den ich das wirklich zutrauen kann.

Nehmen wir mal Eberts Bemühungen gegen Ende des Spiels. Der Wille war da, aber Distanzschüsse sind nicht zwangsweise das Wachrütteln was die Mannschaft gebraucht hätte.
Diskussionsthemen Dynamo Dresden |#540
02.02.2019 - 17:59 Uhr
Zitat von omanyd-saxony
Sehr schön geschrieben!
Was man noch anführen kann als das nächste Problem, was auf die Akteure zu kommen könnte ist, daß die sportliche Flaute sich auch langsam auf die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen auswirken kann bzw. die immer besser zu hören sein werden, die bei jeder missglückten Aktion pfeifen oder buhen.
Ist aber letztlich nur durch Besserung der Leistungen/ Ergebnisse zu verhindern. Und da sind wir schon wieder bei der psychischen Verfassung der Mannschaft. Mit jedem negativen Ergebnis wird der Rucksack, den jeder über den Rasen schleppt, natürlich schwerer. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist die Aufgabe der Stunde.
Nominell ist ja unser Team um's Team gut aufgestellt, so das fast eine 1zu1 Betreuung möglich wäre... silent


Das Schlimme ist, dass wir in einem halben Jahr immer noch im dem Kreislauf stecken werden, weil irgendwo die letzte Überzeugung an die eigene Stärke fehlt. Wie ichs gerade dem dynamo66 geschrieben habe: Offensiv fehlt einer der die Mannschaft leitet, voran geht und im Zweifel wachrüttelt.
Ich sehe nur keinen der es außer Ebert und Hartmann könnte, wobei Hartmann in der Defensive eigentlich benötigt wird.
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