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Jürgen Klinsmann
Geburtsdatum 30.07.1964
Alter 62
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Jürgen Klinsmann

27.11.2019 - 10:12 Uhr
Jürgen Klinsmann |#381
28.01.2020 - 23:54 Uhr
Zitat von marcello84
Muss es so rabiat sein? Ein Kalou war immer ein Muster-Profi. Einerseits menschlich, als Teamplayer und Leader - anderseits auch als Spieler, der immer seine Tore gemacht hat. Muss man einen derart respektierten und wohlverdienten Spieler so degradieren und bloßstellen, in dem man ihn mit 34 vom Training freistellt ? Ihm intern einen Transfer nahe zu legen, ist in Ordnung - dir Art & Weise finde ich aüßerst schwierig.


Man hat es Kalou doch zunächst intern gesagt - die berüchtigten 'ehrlichen Gespräche'. Kalou selbst ist dann als erster Spieler an die (Boulevard-)Presse herangetreten und hat öffentlich Stunk gemacht - wie zuletzt damals vor zig Jahren gegen Luhukay, der auch nicht konsequent auf ihn setzen wollte. Übrigens halte ich es aber auch nicht für völlig unmöglich, dass er auch gegen Dárdai geschossen hätte. Da war er auch ein paar Mal außen vor und musste auf eine neue Chance lauern, was er mit leisem Grummeln und Kampfansagen geschluckt und dann im Zuge der mehrfachen Comebacks verziehen oder vergessen hat. Aber jetzt kurz vor Vertragsende und mit seinen angesammelten Verdiensten kann man die Ungeduld und Enttäuschung irgendwie verstehen. Trotz meiner großen Sympathie für ihn finde ich sein aktuelles Vorgehen aber absolut nicht ok. Nochmal: ER hat öffentlich angekündigt, dass er idealerweise woanders eine größere Rolle als die hier angebotene spielen will. Klinsmann hatte nur gesagt, dass er zwar weiterhin ein toller Typ und Spieler ist aber im Zweifel trotzdem eher der jüngere Konkurrent spielt (Dilrosun, Lukebakio, Selke...). Und wenn Kalou sich einmal sooo klar positioniert, muss er nun wirklich keinen roten Teppich mehr erwarten. Das ist inkonsequent und albern, wenn er das wirklich erwartet oder gehofft hätte. Dann hätte er lieber konsequent einen neuen Verein suchen sollen. Immerhin hat Klinsmann ihn auch in Bezug auf die Vereinssuche offen unterstützt und ihn trotz des Angriffs wieder nur in respektvollen Worten den Sonderurlaub gewährt. Zumindest öffentlich war da niemand respektlos, außer Kalou selbst. Und das sage ich als langjähriger Fan des Spielers, der seine Leistung um Hertha nie vergessen wird.

Private Meinungen sind eigentlich fehl am Platz. Klinsmann hat Dudas taktisches Verhalten derart verärgert, dass er von da an Persona non grata war. Keine Frage - Duda hatte bisher eine schwache Hinrunde. Aber er hat Fähigkeiten, die sonst niemand bei uns hat. Wieso baut man einen Spieler nicht lieber auf ? Oder verleiht erst dann einen, wenn man auch jemanden auf der Habenseite hat.


Das ist doch aber gerade keine private Meinung, sondern eine sportliche Differenz. Und wenn Duda direkt nach der Halbzeitpause so krass gegen die Traineranweisung schießt, dann ist das irgendwo schon eine offene da öffentlich sichtbare und speziell für alle Mitspieler deutliche Auflehnung (davon abgesehen, dass es einfach nur saudämlich und potentiell sehr schädlich für Hertha war). Das hat Klinsmann sogar - ähnlich wie auch bei Kalou - öffentlich runter gespielt aber kurz darauf eben auch ohne jede Intervention seine Leihe akzeptiert. Auch hier sehe ich zumindest öffentlich keine unangemessene Härte. Ich hätte es Duda als Trainer definitiv auch nicht durchgehen lassen.

Der Umgang mit unseren Talenten. Jordan war erst chancenlos. Die Kommunikation mit Maier entweder so klar (kein Platz für dich) oder so unklar, dass unser größtes Talent nun weg will. Das sorgt einfach nicht für gute Stimmung! Die Jungs die nachrücken bekommen sowas auch mit - wir sind aber nach wie darauf angewiesen, mal einen eigenen Star auszubilden. Dazu ist auch ein eben erst gekaufter Löwen sehr ruckartig gegangen.


Bei Facebook Live hat Klinsmann sehr deutlich seine Linie erklärt. Dass er im akuten Abstiegskampf zunächst sehr begrenzt auf die Entwicklung von Talenten eingehen könne. Er wolle jetzt erst einmal Ruhe und Sicherheit reinbringen und werde bei individueller Leistung sowie kollektivem Erfolg nicht viel durchwechseln. Aber speziell nach der Pause und der darin absolvierten Vorbereitung wolle er genau diesen Spieler ihre Chance geben (Maier, Jordan und Maxi hat er alle drei explizit genannt). Zu Arne sagte er sogar noch sinngemäß, dieser sei mittelfristig natürlich fest eingeplant. Wenn Klinsmann da nicht wild gelogen und geheuchelt hat (bei Kalou oder Duda hat er das jedenfalls nicht), dann klingt das nachvollziehbar und fair. Zumal es in 2 von 3 Fällen bereits umgesetzt wurde und Arne halt leider nach wie vor nie richtig fit wurde (was genau der Junge eigentlich konkret erwartet hat, ist mir ein Rätsel - auch Dárdai hat verletzte Spieler geschont und erst über die zweite Mannschaft wieder aufgebaut).

Die Transfers lassen mich bisher mehr als kalt. Knapp 40 Mio. € für mMn durchschnittliche 6er. Ascacibar hat sicherlich Talent - aber auch nicht so viel, dass man hier Sprünge machen muss. Seine Spiele bisher haben schon ganz klar gezeigt, wo er limitiert ist. Bei Tousart kann ich es zwar nicht selber bestätigen- aber die Stimmen aus Lyon lassen befürchten, dass er ähnlich fußballerisch limitiert ist. Was ist hier der Plan? Zwei spielschwache 6er sollen für Sicherheit sorgen? Damit lockt man niemanden ins Stadion - schon gar nicht mit der gesteigerten Erwartungshaltung. Ich gebe zu, ein Statement zu Tousart ist noch unfair, aber die Anzeichen sind da.


Ascacibar hatte phasenweise einen höheren Marktwert als Maier und spielte schon in der Argentinischen Nationalmannschaft. Für den Preis ist er eher günstig, wenn man den Spielertyp gebrauchen kann. Von der Mentalität und Robustheit aber definitiv ein Upgrade. Tousart will ich auch erst einmal hier spielen sehen aber bin eher zuversichtlich. Insgesamt ist die Kaderentwicklung zumindest nominell aber auch gar nicht Klinsmanns alleinige Verantwortung...
Jürgen Klinsmann |#382
29.01.2020 - 10:19 Uhr
Quelle: Morgenpost
Niklas Stark: „Ich bin zweimal auf Klinsmann zugegangen“

Herthas Vizekapitän Niklas Stark über seine Unzufriedenheit als Reservist und mangelnde Kommunikation mit Coach Jürgen Klinsmann.

Duda, Kalou, Maier, Stark.. Anscheinend gibt es massive Kommunikationsprobleme bei Hertha unter JK.
Jürgen Klinsmann |#383
29.01.2020 - 10:25 Uhr
Zitat von Urberliner
Quelle: Morgenpost
Niklas Stark: „Ich bin zweimal auf Klinsmann zugegangen“

Herthas Vizekapitän Niklas Stark über seine Unzufriedenheit als Reservist und mangelnde Kommunikation mit Coach Jürgen Klinsmann.

Duda, Kalou, Maier, Stark.. Anscheinend gibt es massive Kommunikationsprobleme bei Hertha unter JK.


Das würde ich so gar nicht mal unbedingt behaupten wollen... Vielleicht sagt er ihnen einfach auch nur klar den Stand, wie er eben aktuell ist, aber das reicht dem einen oder anderen nicht... Man muss ja auch nicht in ewige Diskussionen mit Spielern gehen, wenn die Sache geklärt ist...
Jürgen Klinsmann |#384
29.01.2020 - 10:29 Uhr
Ohne beim Interview dabei gewesen zu sein, ist das zwar schwer aufzulösen, aber die Morgenpost verhält sich hier ungewöhnlich reißerisch...Das schadet dem Verein einfach nur und im Zweifel auch Stark...

Klinsmann wirkt schon sehr als Hardliner, was ich als emotionaler Mensch überhaupt nicht ab kann. Kommunikation ist das A und O, deshalb habe ich auch an Favre keine guten Erinnerungen... Da lobe ich mir solche Typen wie Nagelsmann.

Klinsmann hat hier vom Ergebnis her überzeugt, aber eine Zukunft mit ihm und Hertha kann und will ich mir nicht vorstellen...
Jürgen Klinsmann |#385
29.01.2020 - 10:32 Uhr
Klar will Niklas zur EM. Das ist vollkommen nachvollziehbar. Aber man muss halt auch ganz ehrlich sagen, dass er von unserer labilen Defensive einer der Hauptakteure war. Es wurden zwar immer wieder Rekik Fehler und dumme Fouls zugerechnet, die Situationen entstanden aber auch teils durch das katastrophale Stellungsspiel von Stark.

Ich sehe aktuell, bei aller Symphatie für Niklas sowohl Rekik, als auch Boyata vor. Selbst Jordan hat im letzten Spiel eine bessere Figur gemacht.

•     •     •

"Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre es ja ein Würfel." - Gyula Lorant
Jürgen Klinsmann |#386
29.01.2020 - 10:32 Uhr
Klinsi ist der Trainer und wenn er der Meinung ist, dass der eine spielt und der andere nicht, muss man da dann doch nicht ewig lange Gespräche führen. Es geht nachdem Leistungsprinzip und wenn Boyata und Rekik und jetzt Toru die Sache ziemlich gut machen und Niklas gerade zum Ende der HR einige ordentliche Wackler hatte, dann beantwortet sich seine Frage, warum er nicht mehr gesetzt ist von selbst. Und der aktuelle Erfolg gibt Jürgen doch recht, wer aktuell in der IV gesetzt ist.

Jürgen kam, um mit allen Mitteln hier die Klasse zu halten und dann musst du halt auch voran gehen und knallharte Entscheidungen treffen, die dann auch leider den ein oder anderen bisherigen Stammspieler treffen können.

Und Stark sagt, er geht nicht den Weg über die Medien. Aber die Aussagen kommen doch von ihm und die Zeitung hat sie veröffentlichtgrinsaugen-zuhalten

Klinsi bricht gerade viele eingeschliffene und selbstverständliche Abläufe innerhalb der Mannschaft auf. Und das gefällt halt nicht allen. Gerade denen, die in den letzten Jahren von den Trainern immer sehr sehr viele Vorschusslorbeeren bekamen und so gut wie immer gesetzt waren, egal was war. Jetzt haben wir einen breiteren Kader und mehr Möglichkeiten und Klinsi macht sich das auch zu nutze. So einfach ist das. Das ewige Rumgejammere geht einen echt auf den Zünder.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kalla89 am 29.01.2020 um 10:34 Uhr bearbeitet
Jürgen Klinsmann |#387
29.01.2020 - 10:45 Uhr
Was erwarten die Spieler? Soll jede Aufstellung, jede Nominierung wie auch Nichtnominierung ausdiskutiert werden? Ich denke das macht Sinn wenn ein absoluter Stammspieler mal aus taktischen Gründen weichen muss, dass man dann mit ihm spricht. Aber musst du neuerdings jede Kader Nominierung oder Aufstellung der Startelf, womöglich auch noch jeden Wechsel diskutieren bzw. dem Spieler erklären und dich dann auch noch für die Entscheidung entschuldigen?
Irgendwo hört es auch auf. Jeder (!) Trainer wird immer so aufstellen, wie er sich den maximalen Erfolg verspricht. Dafür trägt er und sein Team alleine die Verantwortung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kraule am 29.01.2020 um 10:46 Uhr bearbeitet
Jürgen Klinsmann |#388
29.01.2020 - 10:45 Uhr
Jetzt bricht halt der ganze unterschwellige Unmut bei den Leuten aus, die in der Vergangenheit das Leistungsprinzip umgehen durften, aber finde das okay. Wenigstens hast du dann wieder mehr Reibung in der Mannschaft und zumindest zeigt Klinsi dass er zu 100% auf das Leistungsprinzip setzt. Wenn Stark nicht versteht, warum er nicht spielt, soll er sich mal anschauen, wie beschissen er die Hinrunde gespielt hat.

Jede Woche schau ich mir die Aufstellung an und denk mir "damit kann ich leben", das hatte ich lange Zeit bei Pal nicht und bei Covic erst recht nicht.

Ich hab das Gefühl, in der neuen Saison wird eine komplett andere Mannschaft auf dem Platz stehen. Finde das ehrlich gesagt richtig geil, mir fehlt seit Jahren dieser Gier nach Erfolg bei uns und die Wohlfühloase Hertha wird es in Zukunft so nicht mehr geben. Und dass ernsthaft Spieler glauben, dass der Weg über die Medien de richtige ist...
Jürgen Klinsmann |#389
29.01.2020 - 10:49 Uhr
Was Klinsi macht, ist einfach nur die Hertha Wohlfühloase aufbrechen. Wir befinden uns immer noch im Abstiegskampf.

Wer keine Leistung bringt, spielt nicht. Für die Spieler die nicht spielen, heißt es dann anbieten. Anscheinend kommen aber einige damit nicht klar und wollen nicht kämpfen um auf dem Platz zu stehen. Duda und Kalou lasse ich mal Außen vor.

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Herz: Hertha BSC

Jürgen Klinsmann |#390
29.01.2020 - 13:33 Uhr
Die Morgenpost macht doch da wieder mehr drauß, als es ist:

Stark: „Ich kann Arne Maier verstehen“
Dass sich Mittelfeldtalent Arne Maier, der für sich unter Klinsmann keine Perspektive mehr sieht, unlängst öffentlich um einen Wechsel bemühte, kann Stark nachvollziehen. „Er ist ein super Fußballer, das sehe ich jeden Tag im Training. Er will spielen und versucht alles, um das umzusetzen. Ich verstehe ihn, aber ich verstehe auch den Verein. Aber über die Medien zu gehen, ist nicht mein Weg.“

Die Frage ist, welchen Weg er stattdessen wählt, wenn er wieder nur auf der Bank sitzen sollte. Die Situation sei nun mal so, wie sie ist, nun gelte es, sie anzunehmen, sagt Stark: „Abschütteln, weitermachen und so viel spielen wie möglich. Ich gebe im Training alles und versuche, meinen Platz zu behalten. Was anderes gibt es nicht.“ Wirklich zuversichtlich wirkt er dabei nicht.


Er ist unzufrieden, was völlig verständlich ist. Aber im Gegensatz zu Maier schluckt er seinen Egoismus runter und nimmt die Situation an. Das ist professionell, da kann sich der ein oder andere mal ein Beispiel dran nehmen.
Alles weitere sind mediale Spekulationen. Es kommt mir ein bisschen so vor, als versuchte man in einigen Medien den Münchener Diskurs vom Klinsmann'schen Scheitern wieder aufzugreifen. Sukzessive wird er vom Hurra- zum Krisen-Trainer geschrieben.

Dabei sollte man sich doch mal die Frage stellen, ob die Spieler, die sich lieber öffentlich beschweren oder die Flucht antreten statt mit Leistung zu überzeugen, die richtigen Charaktere sind, die man im Abstiegskampf braucht.

•     •     •

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