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Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#1721
03.06.2023 - 23:32 Uhr
Zitat von Curryeck
Bernstein meint:
„Wir müssten dieses System grundsätzlich mal in Frage stellen“, forderte Bernstein und stellte eine Gehaltsobergrenze zur Diskussion. Er würde sich wünschen, dass die Vereinsvertreter „nicht dem Erfolg auf Biegen und Brechen“ nachjagen.

Das ist zu wenig konkret. Wie soll die Gehaltsobergrenze aussehen? Wie will er sie umsetzen und in welchem Rahmen? Einfach nur eine Obergrenze zu fordern ist keine Diskussionsgrundlage.

Es ist sicher auch nicht richtig, dass DIE Vereinsvertreter auf Biegen und Brechen dem Erfolg hinterher jagen. Hertha ist da schon ein Extremfall. Es wäre sicher schon ein Fortschritt, wenn einigermassen kompetente Führungskräfte in den Vereinen agieren würden. Und ich bezweifele, dass dies bei Hertha der Fall ist.


Naja, das war jetzt ein Interview im Deutschlandfunk, das Format lässt ja nun nicht zu, dass er da lang und breit seine Pläne für eine Gehaltsobergrenze erläutert und außerdem fände ich das in der derzeitigen Situation, in der sich sein Verein befindet auch unpassend. Er hat dringendere Dinge zu tun als den Fußball grundlegend zu reformieren.

Und natürlich wäre es ein Fortschritt, wenn man kompetente Führungskräfte hätte. Es hat sich aber immer und immer wieder in verschiedensten Branchen gezeigt, dass man sich darauf nicht verlassen kann. Deshalb haben wir in vielen Bereichen und Branchen ja Kontrollen, Aufsichtsorgane und Regulierungen. Eben damit ein inkompetenter oder auch nur rücksichtsloser Mensch nicht das ganze System oder ein ganzes Unternehmen ruinieren kann. Warum sollte das im Fußball anders sein als etwa bei Banken?
Kay Bernstein [✝] |#1722
03.06.2023 - 23:39 Uhr
Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrDeDre am 03.06.2023 um 23:44 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1723
04.06.2023 - 00:06 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten
Kay Bernstein [✝] |#1724
04.06.2023 - 02:24 Uhr
Zitat von Skjelbred-Fan
Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.

•     •     •

Most people do not listen with the intent to understand, they listen with the intent to reply ...
Kay Bernstein [✝] |#1725
04.06.2023 - 02:37 Uhr
Zitat von Ron-D
Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.
Kay Bernstein [✝] |#1726
04.06.2023 - 10:34 Uhr
Zitat von Ebert88
Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..
Kay Bernstein [✝] |#1727
04.06.2023 - 10:56 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


naja es ist dann doch sehr fraglich, ob selbst ein strenger sparkurs eine Finanzlücke von mindestens mal 60 Millionen geschlossen hätte. Bernstein hat viel zu spät angefangen, die nötigen Mittel zu ergreifen bzw. Hat er es vielleicht immer noch nicht. Man hätte Bobic von Tag 1 daran hindern müssen, hier weiter den Verein zu sabotieren und hätte selber auf einige Einstellungen verzichten sollen.

Warum aber IS und WG nicht 40 Millionen von Windhorst beiseitegelegt haben, oder die Anleihe einfach sofort ausgelöst ist dann doch extrem fraglich und fahrlässig. Und wurde doch immer erzählt, das Geld fließt unter anderem in die Schuldentilgung. Und damit hat Bernstein wirklich nichts zu tun, das Geld war schon nicht mehr da als er gewählt wurde.

Allerdings ist dann sehr fraglich, wie Bernstein zum Urteil kommt, diese Saison und nächste seien durchfinanziert. Das hatte er im November ja behauptet, mittlerweile sieht es aber eher so aus, als wären ohne 777 schon irgendwann in der Rückrunde die Lichter ausgegangen. Das ist eine derart fatale Fehleinschätzung, dass man nur hoffen kann, dass mittlerweile zumindest der Ernst der Lage verstanden wurde.
Kay Bernstein [✝] |#1728
04.06.2023 - 11:07 Uhr
"Da kann ich inhaltlich gar nicht so viel sagen, weil wir natürlich den Prozess noch abwarten müssen, um dann inhaltlich ehrlich mehr Aufklärung leisten zu können", sagte Bernstein. Aufwand und Nutzen hätten aber in keinem Verhältnis gestanden, betonte Bernstein.
Die Äußerung war insofern überraschend, als Hertha zuletzt immer wieder erklärt hatte, eine "einvernehmliche Lösung" mit Bobic anzustreben. Auf Anfrage hieß es, diese sei "immer noch möglich", Hertha sei "weiterhin gesprächsbereit".

Nach SZ-Informationen hat es seitens des Vereins aber bislang kein einziges Gesprächsangebot an Bobic gegeben.
Definitiv "besser" hätte man die Bobic Kündigung bzw. die Dufner, Wane , Waigand, Zelichowski , Westphal Entlassungen moderieren / handhaben können , wenn nicht sogar müssen .

Hier geht man mMn völlig unnötig ins (finanzielle) Risiko.

Ein Teil wird noch weiter bezahlt, mit dem anderen Teil sieht man sich vorm Arbeits- bzw. Landgericht , eine "einvernehmliche, außergerichtliche Lösung" sollte doch möglich sein .

Aber gut , wir haben nur die Infos aus den Medien und Hertha diverse Juristen im Vorstand und Präsidium ....

Ob man dem Deutschlandfunk zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt ein Interview(inklusive der unglücklichen Äußerungen) geben muss lasse ich mal dahingestellt .

•     •     •

Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Kay Bernstein [✝] |#1729
04.06.2023 - 11:25 Uhr
Zitat von Donhelli

"Da kann ich inhaltlich gar nicht so viel sagen, weil wir natürlich den Prozess noch abwarten müssen, um dann inhaltlich ehrlich mehr Aufklärung leisten zu können", sagte Bernstein. Aufwand und Nutzen hätten aber in keinem Verhältnis gestanden, betonte Bernstein.
Die Äußerung war insofern überraschend, als Hertha zuletzt immer wieder erklärt hatte, eine "einvernehmliche Lösung" mit Bobic anzustreben. Auf Anfrage hieß es, diese sei "immer noch möglich", Hertha sei "weiterhin gesprächsbereit".

Nach SZ-Informationen hat es seitens des Vereins aber bislang kein einziges Gesprächsangebot an Bobic gegeben.
Definitiv "besser" hätte man die Bobic Kündigung bzw. die Dufner, Wane , Waigand, Zelichowski , Westphal Entlassungen moderieren / handhaben können , wenn nicht sogar müssen .

Hier geht man mMn völlig unnötig ins (finanzielle) Risiko.

Ein Teil wird noch weiter bezahlt, mit dem anderen Teil sieht man sich vorm Arbeits- bzw. Landgericht , eine "einvernehmliche, außergerichtliche Lösung" sollte doch möglich sein .

Aber gut , wir haben nur die Infos aus den Medien und Hertha diverse Juristen im Vorstand und Präsidium ....

Ob man dem Deutschlandfunk zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt ein Interview(inklusive der unglücklichen Äußerungen) geben muss lasse ich mal dahingestellt .


Da ist die Frage, wie man einen Bobic z.B. kostengünstig losgeworden wäre, wenn es stimmt, dass ER die einseitige Option zur Vertragsverlängerung gehabt hat. Für mich hat sich das so gelesen, als wäre die fristlose Kündigung die einzige Chance, um hier überhaupt Geld zu sparen. Die Kosten der juristischen Auseinandersetzung lasse ich hier mal außen vor.

Zahlen wird man schlimmstenfalls bis zum endgültigen Vertragsende Bobics sowieso, entweder regulär oder verdonnert per Gericht. Vielleicht entscheidet das Gericht auch anders (Stichwort vereinsschädigendes Interview) oder man einigt sich auf einen Vergleich, weil man darauf setzt, dass Bobic selbst keine Schlammschlacht will, die seine Karriere genauso schaden kann. Dann hätte man tatsächlich Geld gespart. Für mich sieht das mehr oder weniger nach einer Flucht nach vorne seitens Hertha aus und ich nehme an, dass eine breite Mehrheit im Präsidium zu der Erkenntnis gelangt ist, dass dieser Weg das kleinere Übel darstellt.

Die Hauptsache ist doch, dass man Bobic von seinen Aufgaben entbunden hat, damit er nicht noch weiter hier sein Unwesen treibt und weitere Kumpels einstellt, die Dank Hertha versorgt sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Skjelbred-Fan am 04.06.2023 um 11:29 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1730
04.06.2023 - 11:32 Uhr
Zitat von Skjelbred-Fan
Zitat von Donhelli

"Da kann ich inhaltlich gar nicht so viel sagen, weil wir natürlich den Prozess noch abwarten müssen, um dann inhaltlich ehrlich mehr Aufklärung leisten zu können", sagte Bernstein. Aufwand und Nutzen hätten aber in keinem Verhältnis gestanden, betonte Bernstein.
Die Äußerung war insofern überraschend, als Hertha zuletzt immer wieder erklärt hatte, eine "einvernehmliche Lösung" mit Bobic anzustreben. Auf Anfrage hieß es, diese sei "immer noch möglich", Hertha sei "weiterhin gesprächsbereit".

Nach SZ-Informationen hat es seitens des Vereins aber bislang kein einziges Gesprächsangebot an Bobic gegeben.
Definitiv "besser" hätte man die Bobic Kündigung bzw. die Dufner, Wane , Waigand, Zelichowski , Westphal Entlassungen moderieren / handhaben können , wenn nicht sogar müssen .

Hier geht man mMn völlig unnötig ins (finanzielle) Risiko.

Ein Teil wird noch weiter bezahlt, mit dem anderen Teil sieht man sich vorm Arbeits- bzw. Landgericht , eine "einvernehmliche, außergerichtliche Lösung" sollte doch möglich sein .

Aber gut , wir haben nur die Infos aus den Medien und Hertha diverse Juristen im Vorstand und Präsidium ....

Ob man dem Deutschlandfunk zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt ein Interview(inklusive der unglücklichen Äußerungen) geben muss lasse ich mal dahingestellt .


Da ist die Frage, wie man einen Bobic z.B. kostengünstig losgeworden wäre, wenn es stimmt, dass ER die einseitige Option zur Vertragsverlängerung gehabt hat. Für mich hat sich das so gelesen, als wäre die fristlose Kündigung die einzige Chance, um hier überhaupt Geld zu sparen. Die Kosten der juristischen Auseinandersetzung lasse ich hier mal außen vor.

Zahlen wird man schlimmstenfalls bis zum endgültigen Vertragsende Bobics sowieso, entweder regulär oder verdonnert per Gericht. Vielleicht entscheidet das Gericht auch anders (Stichwort vereinsschädigendes Interview) oder man einigt sich auf einen Vergleich, weil man darauf setzt, dass Bobic selbst keine Schlammschlacht will, die seine Karriere genauso schaden kann. Dann hätte man tatsächlich Geld gespart. Für mich sieht das mehr oder weniger nach einer Flucht nach vorne seitens Hertha aus und ich nehme an, dass eine breite Mehrheit im Präsidium zu der Erkenntnis gelangt ist, dass dieser Weg das kleinere Übel darstellt.

Die Hauptsache ist doch, dass man Bobic von seinen Aufgaben entbunden hat, damit er nicht noch weiter hier sein Unwesen treibt und weitere Kumpels einstellt, die Dank Hertha versorgt sind.


Naja, diese Art der Freistellung bzw. Kündigung samt mieser Nachrede, die bekommen ja auch viele außerhalb der Herthablase mit.
Da wird es in Zukunft schwer fachlich gutes Personal von Hertha als Arbeitgeber zu überzeugen. Und Hertha bräuchte mM nach dringend externe Expertise.

Aber, da es unter der aktuelle Führung augenscheinlich eh vor allem um Machterhalt und Postengeschacher geht, externe Expertise null gefragt ist, ist das dann halt auch egal.
Solange bis man doch mal jemanden außerhalb der HerthaDNA verpflichten will.
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