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Taktik(tisch)thread

17.12.2008 - 20:13 Uhr
Taktik(tisch)thread |#2771
27.02.2025 - 18:13 Uhr
Ich verstehe das Problem mit der Konstellation Ritter/Ache/Yokota und würde auch nicht behaupten, dass der Kicker oder die geschätzten Kollegen hier im Forum falsch mit ihrer Analyse lägen.

Mich verwundert nur die immer wieder aus der Analyse des Problems gezogene Schlussfolgerung, dass man zum 4-3-3 des Saisonanfangs zurückkehren sollte. Warum sollte man das tun - wenn nicht aus purem Aktionismus? Ja, die spielerische Leistung war zuletzt immer reduzierter und die letzten zwei Ergebnisse haben dann (quasi als Krönung des Trends) auch nicht mehr gestimmt. Und das gibt genau welchen Grund, um zu diesem 4-3-3 zurückzukehren? Aus meiner Sicht nicht einen einzigen.

Wir haben in Form von Breithaupt zwar einen zusätzlichen Sechser und in Form von Bauer einen starken Ersatz für Tomiak erhalten und mit Alidou kam ein zusätzlicher Flügelstürmer in den Kader. Aber trotzdem sehe ich uns für dieses Anfang'sche 4-3-3 mit nur einem 6er und mit zwei 8ern, die immer wieder zu verkappten Außenspielern werden, immer noch nicht aufgestellt.

Die Defensive ist trotz Bauer/Breithaupt viel zu wacklig, wie man gegen Hannover und Hamburg eindrucksvoll gesehen hat - und daran würde ein 4-3-3 nichts ändern. Ganz im Gegenteil: Das System ist nominell noch offensiver und verzichtet im Vergleich zur Dreierkette auf einen Defensiven. Auch das immer wieder genannte Argument, man müsse aus Qualitätsgründen endlich auf Kleinhansl statt Wekesser setzen, liefert aus meiner Sicht nicht wirklich einen Grund für die Systemumstellung. Ja, Kleinhansl hätte seine Chance schon längst verdient. Aber seine Startelf-Spiele bei uns hat er ALLE in einer Dreierketten-Formation gemacht, und die meisten davon waren durchaus ordentlich. Heißt also: Er KANN Dreierkette spielen. Es stimmt zwar, dass er und Gyamerah als Zweierpack eigentlich zu defensiv für die Rolle des Schienenspieler-Duos sind. Aber das kannst du beispielsweise lösen, indem du in der Mittelfeldzentrale auf verstärkte Offensiv-Impulse durch ein Duo Sirch/Kaloc setzt. Wer sagt denn, dass ein Breithaupt unbedingt gesetzt sein muss? Bis jetzt war er sicherlich nicht richtig schwach, aber überzeugt hat er mich auch noch nicht. Und was spricht auf dem rechten Flügel eigentlich gegen einen Yokota (falls er wieder fit ist)? In der Defensive hilft er doch sowieso sehr fleißig aus - dann kann man ihn doch auch gerne mal ein bisschen mehr aus der Tiefe des Raumes starten lassen anstatt ihn so weit vorne zu platzieren. Dann könnte er mit seiner Dynamik und Handlungsschnelligkeit noch mehr Räume schafft. Wobei die Idee des "inversen Schienenspielers" natürlich etwas waghalsig klingt - das ist mir schon bewusst.

Und die Art und Weise, wie sich hier auf Ritter eingeschossen wird (quasi als der, der "Schuld" sei, dass Arche nicht mehr richtig funktioniert), ist schon ein bisschen schade. Ich finde, er gehört auf die Zehn. Und die Doppelzehn mit Yokota, wo man sich zuletzt ein bisschen gegenseitig auf den Füßen gestanden hat, wird bei mir dadurch aufgelöst, dass wir wieder mit zwei nominellen Spitzen starten: Hanslik als Entlastung und Räume-Schaffer für Ache. Dann spätestens ist letzterer kein Opfer des Systems mehr und dann gibt es auch keine Ausrede mehr für ihn.

Aus meiner Sicht ist es dieses System mehr als wert, am Samstag ausprobiert zu werden. Und wenn dann einzelne Akteure immer noch im Tief sein sollte, wäre es eher mal an der Zeit, den betreffenden Akteuren eine Pause zu gönnen anstatt gleich das System infrage zu stellen.

P.S.
Als Variation wäre auch Breithaupt für Kaloc denkbar - dann wäre es gegen den Tabellenletzten aus Regensburg halt ziemlich defensiv.
Und prinzipiell kann ich mir Gyamerah mit seinen Skills auch als rechten IV vorstellen. Wobei ich jetzt auch nicht unbedingt die Notwendigkeit sehe, Elvedi nach einem schwarzen Tag in Hamburg auf die Bank zu setzen.

•     •     •

"And what can I tell you, my brother, my killer?
What can I possibly say?
I guess that I'll miss you. I guess, I'll forgive you.
I'm glad you stood in my way.
If you ever come by here for Jane or for me -
Well, your enemy's sleeping. And his woman is free.
Yes, and thanks for the trouble you took from her eyes.
I thought it was there for good - so I never tried."
(Leonard Cohen)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 27.02.2025 um 18:14 Uhr bearbeitet
Taktik(tisch)thread |#2772
28.02.2025 - 09:10 Uhr
Zitat von Vic Dorn
Ich verstehe das Problem mit der Konstellation Ritter/Ache/Yokota und würde auch nicht behaupten, dass der Kicker oder die geschätzten Kollegen hier im Forum falsch mit ihrer Analyse lägen.

Mich verwundert nur die immer wieder aus der Analyse des Problems gezogene Schlussfolgerung, dass man zum 4-3-3 des Saisonanfangs zurückkehren sollte. Warum sollte man das tun - wenn nicht aus purem Aktionismus? ...


Aus meiner Sicht ist es für eine Weiterentwicklung notwendig ab und an zu wechseln (eher auf ein 4-2-3-1 oder 4-4-2. Wir haben nur 3,5 offensiv Spieler am Platz. Gegen Hamburg habe ich ein 5 - 3 - 2 gesehen - also nur Yokota und Ache vorne. Das ist schon wenig und man wird langsam ausrechenbar - so wie Hannover die uns unsere Schwachstellen aufgezeigt haben, da wir lange Bälle schlagen mussten und dort aber zu wenig Anspielstationen waren und man Ache sehr gut gedeckt hat, meist vorne und hinten abgesichert.

Auch ist es so, dass unsere linke Seite nicht durchgängig offensiv besetzt ist, muss offensiv und defensiv sehr viel laufen.

Auch hat man mit Kleinhansl einen Spieler der die 4er Kette sehr gut kann und mit Alidou, Opoku und ggf. Redondo Spieler die über die Aussen kommen oder man setzt Hanslik ein, der für das Spiel einfach sehr wichtig ist, als zweite Spitze, der Ache Entlastung bringt und auch selbst gefährlich wird. Wenn Ritter, Yokota, Hanslik und Ache am Platz stehen, das hätte schon was und würde uns etwas unberechenbarer machen. Denn andere Mannschaften haben uns etwas ausgeschaut und da sollte man flexibel sein zu reagieren.

Natürlich sollte man gegen Mannschaften aus dem oberen Hälfte, viel mit 3er Kette spielen. Aber gegen Regensburg (bei aller Wertschätzung), sollte man schon mind. 4 Offensivspieler haben.

Grundsätzlich steht uns die 3er Kette sehr gut und damit waren wir erfolgreich, bis auf das letzte Spiel, aber wenn man uns konsequent presst, dann kommen wir gar nicht ins Spiel, gerade weil die Aussen nicht klar besetzt sind. Das hat mich gegen HSV geärgert, nur Selke hat uns hoch angelaufen und wir haben trotzdem geschlagen, da hatte ich gewartet, bis mehr HSV Spieler pressen, um Lücken dahinter zu finden.

Ausserdem wechselt Sirch in den letzten drei Spielen oft ins Mittelfeld und da haben wir dann auch eine 4er Kette, allerdings bleibt es trotzdem oft eine 3er Kette, weil Wekesser weiter vorne ist. Gerade so einen Spieler wie Sirch kann man perfekt nutzen um Situativ zu reagieren.

LG David
Taktik(tisch)thread |#2773
02.03.2025 - 10:19 Uhr
Kann das jemand nochmal taktisch erklären, warum wir so wenig pressingresistent sind und warum wir nicht souverän verwalten können?

Sobald der Gegner uns presst, wie der Kollege oben schon erwähnt hat, sehen wir ganz alt aus. Das wundert mich, weil wir ja theoretisch schnelle Spieler wie Redondo haben/Kopfballstarke Spieler wie Ache, sodass wir das Pressing theoretisch einfach überspielen könnten. Klassischer Schusterball...

Und ich denke eigentlich auch, dass wir auf der anderen Seite technisch starke Spieler hinten haben, mit denen wir uns auch durch gute Kombinationen hinten raus befreien können. Gerade mit Markus Anfang, sollte doch der Anspruch sein, dass wir das können?
Taktik(tisch)thread |#2774
02.03.2025 - 10:37 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Kann das jemand nochmal taktisch erklären, warum wir so wenig pressingresistent sind und warum wir nicht souverän verwalten können?

Sobald der Gegner uns presst, wie der Kollege oben schon erwähnt hat, sehen wir ganz alt aus. Das wundert mich, weil wir ja theoretisch schnelle Spieler wie Redondo haben/Kopfballstarke Spieler wie Ache, sodass wir das Pressing theoretisch einfach überspielen könnten. Klassischer Schusterball...

Und ich denke eigentlich auch, dass wir auf der anderen Seite technisch starke Spieler hinten haben, mit denen wir uns auch durch gute Kombinationen hinten raus befreien können. Gerade mit Markus Anfang, sollte doch der Anspruch sein, dass wir das können?


Ich hab mir gestern den KSC gegen Köln angschaut und eines ist mir da im Vergleich schon aufgefallen.

Die Ballsicherheit, Handlungsschnelligkeit und direkte Ballannahme war bei beiden Mannschaften "gefühlt" besser als bei uns.

Wir haben auch keine Alternative, wenn uns der Gegner beim Abstoß mit 4 Mann zustellt, oder seh ich das falsch?

Ich bin da bei dir, dass Redondo in vielen Situationen enorm viel Platz hätte. Die Gegner stehen oft sehr hoch und wir haben da selten eine brauchbare Lösung.

Die 5er Kette war mit Puchacz und Toure schon um einiges besser, deshalb wär die Idee mit 4er Kette (mit Kleinhansl, Gyamerah) vielleicht eine Option.
Damit bekommst du im Mittelfeld vielleicht wieder mehr Zugriff.
Taktik(tisch)thread |#2775
02.03.2025 - 11:09 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Kann das jemand nochmal taktisch erklären, warum wir so wenig pressingresistent sind und warum wir nicht souverän verwalten können?

Sobald der Gegner uns presst, wie der Kollege oben schon erwähnt hat, sehen wir ganz alt aus. Das wundert mich, weil wir ja theoretisch schnelle Spieler wie Redondo haben/Kopfballstarke Spieler wie Ache, sodass wir das Pressing theoretisch einfach überspielen könnten. Klassischer Schusterball...

Und ich denke eigentlich auch, dass wir auf der anderen Seite technisch starke Spieler hinten haben, mit denen wir uns auch durch gute Kombinationen hinten raus befreien können. Gerade mit Markus Anfang, sollte doch der Anspruch sein, dass wir das können?


Erstens denke ich, dass es taktisch teilweise auch so geplant ist. Nach der Wintervorbereitung hatten wir mit Sirch oft lange Bälle eingebaut, denke das man das also gezielt einsetzt um flexibler agieren zu können, weil man eben Spieler wie Ache als Zielspieler hat und das Spiel so überbrücken kann.

Auf der anderen Seite ist es in den Spielen aber sehr auffällig, dass wir fast nur noch lang schlagen. Wir sind in den Positionen schon sehr starr finde ich und bewegen uns da zu wenig und damit meine ich nicht die dreier Kette und Breithaupt, die versuchen es permanent. Über rechts wird öfters mal aufgebaut, aber der lässt meist selbst nur klatschen oder schlägt an der Linie lang. Über links wird es schon öfters probiert und klappt auch besser, aber wenn man dann mal an der Mittellinie angekomme ist, bricht man ab und spielt wieder hinten herum. Aus meiner Sicht müsste das Kaloc viel mehr aktiv sein und zwar im Mittelfeld und nicht über die Aussen. Wir haben da zu wenig Anspielstationen und halt zu wenig Bewegung um es spielerisch zu lösen.

Was auch noch ein Thema ist, dass wir mit Ache nur einen Zielspieler hatten, d.h. der würde gekoppelt und einer vor ihm und einer hinter ihm. Dann ist es schon sehr schwer sich da durchzusetzen. Weil Ritter und Yokota brauchst du da nicht anspielen. Gestern war es mit Hanslik deutlich besser, da er auch ab und an angespielt wurde und sich die Gegner halt nicht nur Ache ausschalten können.

Ist aber meine Meinung, sehen bestimmt einige anders und besser!
Taktik(tisch)thread |#2776
02.03.2025 - 22:04 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Kann das jemand nochmal taktisch erklären, warum wir so wenig pressingresistent sind und warum wir nicht souverän verwalten können?

Sobald der Gegner uns presst, wie der Kollege oben schon erwähnt hat, sehen wir ganz alt aus. Das wundert mich, weil wir ja theoretisch schnelle Spieler wie Redondo haben/Kopfballstarke Spieler wie Ache, sodass wir das Pressing theoretisch einfach überspielen könnten. Klassischer Schusterball...

Und ich denke eigentlich auch, dass wir auf der anderen Seite technisch starke Spieler hinten haben, mit denen wir uns auch durch gute Kombinationen hinten raus befreien können. Gerade mit Markus Anfang, sollte doch der Anspruch sein, dass wir das können?


Ich glaube die Frage ist wer die langen Bälle spielt, als Gegner würde ich versuchen das diese am besten Krahl oder Elvedi spielen, in dem ich Sirch zu mache. Was offensive Kopfbälle angeht haben wir zwar Ache, aber er hat immer den stärksten Kopfballspiel gegen sich , außerdem kommen die Bälle nicht immer genau und wir rücken nicht immer konsequent nach und es ist insgesamt etwas statig. Mit Hanslik haben wir generell mehr Flexibilität und mehr Anspielmöglichkeiten, da dieser auch die tiefen Läufe macht.
Taktik(tisch)thread |#2777
15.03.2025 - 20:05 Uhr
Zitat von Olivarius
Zitat von Old_Icebear



Das hat mit Tiefschlaf nichts zu tun. Das kannst Du fast in jedem Spiel beobachten - vor allem, wenn Zimmer spielt. In HZ 2 haben wir noch so eine Situation, wo nur deshalb nichts passiert, weil Michel den Ball nicht richtig verarbeitet - und wieder war Zimmer beteiligt.

Und den fehlenden Druck auf den ballführenden Spieler sehen wir schon die gesamte Saison. Auf die Defensive bezogen ist Anfang ein richtig schlechter Trainer!


Das mag ja sein, trotzdem haben wir die erste Viertelstunde komplett verschlafen und das war gerade in Sachen Körpersprache immens wenig.
Im Endeffekt waren wir halt auch letzte Saison defensiv richtig schwach. Ich finde dahingehend haben wir uns fast schon verbessert.
Es gab auch noch eine andere Situation wo die Abstimmung zwischen Elvedi und Zimmer überhaupt nicht gepasst hat, ich glaube trotzdem das man das auch besser lösen kann und alles auf den Trainer zu schieben ist mir gerade beim 1. Gegentor zu billig und da kommt die Mannschaft auch viel zu gut weg.


Ich ziehe die Diskussion mal rüber in den Taktikthread, weil es mir um einen anderen Aspekt geht, als bei meinen beiden Vorrednern. Das was ich meine macht sich aber an der Situation zum 1:0 durch Paderborn sehr gut fest:

Ich habe mir die Situation zum 1:0 ein paar mal angeschaut. Der Angriff der Paderborner läuft über deren rechte Seite, also gegenüber der, die bei uns Zimmer besetzt. Bevor der Ball vom Paderborner in die Mitte gebracht wird orientiert sich Zimmer zu Ansah am 11er Punkt, da alle unsere IVs an die linke Strafraumkante gerückt sind. Dadurch ist Zimmers eigentlicher Gegenspieler Zehnter völlig frei. Kann mir hier jemand beantworten, wieso unsere AVs häufig so derart weit einrücken sollen, bzw. wieso unsere IV in solchen Momenten so weit auf außen rückt?
Das ist nicht das erste mal, das mir das in dieser Saison so auffällt und auch nicht nur auf rechts bei Zimmer der Fall, auf links gab es bei Wekesser vergleichbare Momente ebenfalls (fiel mir vor allem zu Beginn der Saison mehrfach auf.
Ich gehe also eigentlich davon aus, dass es sich hier um eine taktische Vorgabe handelt, nur erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht, wenn ich dadurch immer den einrückenden Spieler auf der Gegengerade blank lasse. Solche Fehler dürfen zum Beginn der Saison oder wenn ein neues System etabliert wird mal passieren, aber doch nicht immer und immer wieder, selbst nach einem dreiviertel Jahr.
Taktik(tisch)thread |#2778
15.03.2025 - 20:11 Uhr
Zitat von AxiomVerge
Zitat von Olivarius

Zitat von Old_Icebear

Das hat mit Tiefschlaf nichts zu tun. Das kannst Du fast in jedem Spiel beobachten - vor allem, wenn Zimmer spielt. In HZ 2 haben wir noch so eine Situation, wo nur deshalb nichts passiert, weil Michel den Ball nicht richtig verarbeitet - und wieder war Zimmer beteiligt.

Und den fehlenden Druck auf den ballführenden Spieler sehen wir schon die gesamte Saison. Auf die Defensive bezogen ist Anfang ein richtig schlechter Trainer!


Das mag ja sein, trotzdem haben wir die erste Viertelstunde komplett verschlafen und das war gerade in Sachen Körpersprache immens wenig.
Im Endeffekt waren wir halt auch letzte Saison defensiv richtig schwach. Ich finde dahingehend haben wir uns fast schon verbessert.
Es gab auch noch eine andere Situation wo die Abstimmung zwischen Elvedi und Zimmer überhaupt nicht gepasst hat, ich glaube trotzdem das man das auch besser lösen kann und alles auf den Trainer zu schieben ist mir gerade beim 1. Gegentor zu billig und da kommt die Mannschaft auch viel zu gut weg.


Ich ziehe die Diskussion mal rüber in den Taktikthread, weil es mir um einen anderen Aspekt geht, als bei meinen beiden Vorrednern. Das was ich meine macht sich aber an der Situation zum 1:0 durch Paderborn sehr gut fest:

Ich habe mir die Situation zum 1:0 ein paar mal angeschaut. Der Angriff der Paderborner läuft über deren rechte Seite, also gegenüber der, die bei uns Zimmer besetzt. Bevor der Ball vom Paderborner in die Mitte gebracht wird orientiert sich Zimmer zu Ansah am 11er Punkt, da alle unsere IVs an die linke Strafraumkante gerückt sind. Dadurch ist Zimmers eigentlicher Gegenspieler Zehnter völlig frei. Kann mir hier jemand beantworten, wieso unsere AVs häufig so derart weit einrücken sollen, bzw. wieso unsere IV in solchen Momenten so weit auf außen rückt?
Das ist nicht das erste mal, das mir das in dieser Saison so auffällt und auch nicht nur auf rechts bei Zimmer der Fall, auf links gab es bei Wekesser vergleichbare Momente ebenfalls (fiel mir vor allem zu Beginn der Saison mehrfach auf.
Ich gehe also eigentlich davon aus, dass es sich hier um eine taktische Vorgabe handelt, nur erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht, wenn ich dadurch immer den einrückenden Spieler auf der Gegengerade blank lasse. Solche Fehler dürfen zum Beginn der Saison oder wenn ein neues System etabliert wird mal passieren, aber doch nicht immer und immer wieder, selbst nach einem dreiviertel Jahr.


Markus Anfang hat die Szene schon dem Zimmer angekreidet, weil alle (auch er) zu weit eingerückt sind.

Taktisch wurde das so also nicht vorgegeben.

Ich hoffe ehrlich gesagt darauf, dass Gyamerah in 2 Wochen wieder fit ist. schief
Taktik(tisch)thread |#2779
15.03.2025 - 20:18 Uhr
Zitat von AxiomVerge
Zitat von Olivarius

Zitat von Old_Icebear

Das hat mit Tiefschlaf nichts zu tun. Das kannst Du fast in jedem Spiel beobachten - vor allem, wenn Zimmer spielt. In HZ 2 haben wir noch so eine Situation, wo nur deshalb nichts passiert, weil Michel den Ball nicht richtig verarbeitet - und wieder war Zimmer beteiligt.

Und den fehlenden Druck auf den ballführenden Spieler sehen wir schon die gesamte Saison. Auf die Defensive bezogen ist Anfang ein richtig schlechter Trainer!


Das mag ja sein, trotzdem haben wir die erste Viertelstunde komplett verschlafen und das war gerade in Sachen Körpersprache immens wenig.
Im Endeffekt waren wir halt auch letzte Saison defensiv richtig schwach. Ich finde dahingehend haben wir uns fast schon verbessert.
Es gab auch noch eine andere Situation wo die Abstimmung zwischen Elvedi und Zimmer überhaupt nicht gepasst hat, ich glaube trotzdem das man das auch besser lösen kann und alles auf den Trainer zu schieben ist mir gerade beim 1. Gegentor zu billig und da kommt die Mannschaft auch viel zu gut weg.


Ich ziehe die Diskussion mal rüber in den Taktikthread, weil es mir um einen anderen Aspekt geht, als bei meinen beiden Vorrednern. Das was ich meine macht sich aber an der Situation zum 1:0 durch Paderborn sehr gut fest:

Ich habe mir die Situation zum 1:0 ein paar mal angeschaut. Der Angriff der Paderborner läuft über deren rechte Seite, also gegenüber der, die bei uns Zimmer besetzt. Bevor der Ball vom Paderborner in die Mitte gebracht wird orientiert sich Zimmer zu Ansah am 11er Punkt, da alle unsere IVs an die linke Strafraumkante gerückt sind. Dadurch ist Zimmers eigentlicher Gegenspieler Zehnter völlig frei. Kann mir hier jemand beantworten, wieso unsere AVs häufig so derart weit einrücken sollen, bzw. wieso unsere IV in solchen Momenten so weit auf außen rückt?
Das ist nicht das erste mal, das mir das in dieser Saison so auffällt und auch nicht nur auf rechts bei Zimmer der Fall, auf links gab es bei Wekesser vergleichbare Momente ebenfalls (fiel mir vor allem zu Beginn der Saison mehrfach auf.
Ich gehe also eigentlich davon aus, dass es sich hier um eine taktische Vorgabe handelt, nur erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht, wenn ich dadurch immer den einrückenden Spieler auf der Gegengerade blank lasse. Solche Fehler dürfen zum Beginn der Saison oder wenn ein neues System etabliert wird mal passieren, aber doch nicht immer und immer wieder, selbst nach einem dreiviertel Jahr.


Das Ziel ist glaube ich eine Seite zu überladen und den Angriff auf eine Seite zu beschränken.
Kommt dann der diagonale Ball muss schnell rotiert werden, in dem Fall gebe es meiner Meinung nach 2 Möglichkeiten das besser zu verteidigen, einmal könnte Redondo den Weg mit zurück gehen, gleichzeitig muss einer der Innenverteidiger sehen das Zimmer quasi 2 Spieler decken muss. Wir haben in der Situation mit Sirch 3 Innenverteidiger, selbst wenn Bauer raus rotiert und quasi den Linksverteidiger gibt dann hätte man im Zentrum immer noch Sirch und Elvedi gehabt und einer der beiden muss das einfach sehen. Diese Taktik ist ja keine Erfindung von Anfang und das sieht man generell recht häufig, allerdings fehlt uns dafür evtl. die Spielintelligenz und die Übersicht und das hat auch zumindest in dieser Situation etwas mit Schläfrigkeit zu tun.
Taktik(tisch)thread |#2780
15.03.2025 - 20:25 Uhr
Zitat von pacman
Zitat von AxiomVerge

Zitat von Olivarius

Zitat von Old_Icebear

Das hat mit Tiefschlaf nichts zu tun. Das kannst Du fast in jedem Spiel beobachten - vor allem, wenn Zimmer spielt. In HZ 2 haben wir noch so eine Situation, wo nur deshalb nichts passiert, weil Michel den Ball nicht richtig verarbeitet - und wieder war Zimmer beteiligt.

Und den fehlenden Druck auf den ballführenden Spieler sehen wir schon die gesamte Saison. Auf die Defensive bezogen ist Anfang ein richtig schlechter Trainer!


Das mag ja sein, trotzdem haben wir die erste Viertelstunde komplett verschlafen und das war gerade in Sachen Körpersprache immens wenig.
Im Endeffekt waren wir halt auch letzte Saison defensiv richtig schwach. Ich finde dahingehend haben wir uns fast schon verbessert.
Es gab auch noch eine andere Situation wo die Abstimmung zwischen Elvedi und Zimmer überhaupt nicht gepasst hat, ich glaube trotzdem das man das auch besser lösen kann und alles auf den Trainer zu schieben ist mir gerade beim 1. Gegentor zu billig und da kommt die Mannschaft auch viel zu gut weg.


Ich ziehe die Diskussion mal rüber in den Taktikthread, weil es mir um einen anderen Aspekt geht, als bei meinen beiden Vorrednern. Das was ich meine macht sich aber an der Situation zum 1:0 durch Paderborn sehr gut fest:

Ich habe mir die Situation zum 1:0 ein paar mal angeschaut. Der Angriff der Paderborner läuft über deren rechte Seite, also gegenüber der, die bei uns Zimmer besetzt. Bevor der Ball vom Paderborner in die Mitte gebracht wird orientiert sich Zimmer zu Ansah am 11er Punkt, da alle unsere IVs an die linke Strafraumkante gerückt sind. Dadurch ist Zimmers eigentlicher Gegenspieler Zehnter völlig frei. Kann mir hier jemand beantworten, wieso unsere AVs häufig so derart weit einrücken sollen, bzw. wieso unsere IV in solchen Momenten so weit auf außen rückt?
Das ist nicht das erste mal, das mir das in dieser Saison so auffällt und auch nicht nur auf rechts bei Zimmer der Fall, auf links gab es bei Wekesser vergleichbare Momente ebenfalls (fiel mir vor allem zu Beginn der Saison mehrfach auf.
Ich gehe also eigentlich davon aus, dass es sich hier um eine taktische Vorgabe handelt, nur erschließt sich mir der Sinn dahinter nicht, wenn ich dadurch immer den einrückenden Spieler auf der Gegengerade blank lasse. Solche Fehler dürfen zum Beginn der Saison oder wenn ein neues System etabliert wird mal passieren, aber doch nicht immer und immer wieder, selbst nach einem dreiviertel Jahr.


Markus Anfang hat die Szene schon dem Zimmer angekreidet, weil alle (auch er) zu weit eingerückt sind.

Taktisch wurde das so also nicht vorgegeben.

Ich hoffe ehrlich gesagt darauf, dass Gyamerah in 2 Wochen wieder fit ist. schief


Und genau das ist falsch! Wäre Zimmer nicht eingerückt, wäre am 11er ein Paderborner blank gestanden. Wenn also Anfang tatsächlich Zimmer das 1:0 ankreidet, dann kann ich nur den Kopf schütteln - und es würde einiges erklären.
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