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Taktik(tisch)thread

17.12.2008 - 20:13 Uhr
Taktik(tisch)thread |#801
06.02.2012 - 09:46 Uhr
Für mich gibt es aus den letzten Spielen die Erkenntnis dass wir zum 4-2-3-1 zurückkehren sollten. Unsre Mittelfeldzentrale ist einfach zu schwach um dort nur mit 2 Spielern zu spielen. Und in der jetzigen Form seh ich auch für den Kapitano im Moment keinen Platz auf dem Feld wenn de Wit und Ariel fit und spielberechtigt sind. In die Zentrale hinter die Spitze MUSS zwingend Fortounis, alle anderen können das nicht spielen nach dem Abgang von Nemec. Somit stellt sich die erste Elf von alleine auf (vorausgesetzt alle sind fit).

---------------Trapp----------------------

Dick---Simunec---Rodnei------Bugera

----------de Wit-----Ariel---------------

Sahan-------Fortounis------Shechter(Jörgensen)

----------------Wagner-------------------

•     •     •

"Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben."
(Friedich Hebbel)

Taktik(tisch)thread |#802
06.02.2012 - 11:42 Uhr
Ich verstehe den aktuellen Trend zur Doppelsechs nicht im Geringsten. Dies, weil das System immer zwei Einschränkungen mit sich bringt. Entweder wird ein Offensivspieler in der Zentrale geopfert oder es muss mit nur einem Stürmer gespielt werden. Mein taktisches System der Wahl sähe daher folgendermaßen aus:


---------Wagner---Swierczok---------

Shechter-------Fortounis-------Sahan

---------------Borysiuk----------------

Jessen----Rodnei--Simunek----Dick(C)

-----------------Trapp-----------------


Bank: Sippel, Yahia, Bugera, Petsos, de Wit, SuPa, Jörgensen


Borysiuk ist zweifelsfrei in der Lage, die Sechs alleine zu spielen, Fortounis muss von den Flügeln weg in die Zentrale, um dort das Angriffsspiel zu organisieren, Shechter und Sahan bilden die offensiven Flügel, Wagner und Swierczok das Angriffsduo. Dick wird Kapitän. Tiffert bekommt eine Zwangspause und das Kapitänsamt abgenommen. Beide Maßnahmen sollten für ihn Denkanstoß genug sein, seine bisherigen Auftritte zu reflektieren. Im Moment ist er keine Hilfe: Weder schafft er es, die Mannschaft zu führen, zu organisieren und mitzureißen, noch ist er derzeit in der Lage, halbwegs ordentliche Flanken, Freistüße und Ecken zu produzieren. All das ist Grund genug, ihm einen übersichtlichen Tribünenplatz zuzuweisen.

•     •     •

Autoritäre Herrschaft braucht keine Superschurken, die sie von langer Hand planen. Sie ist schlichtweg die bequemste Art, Komplexität zu reduzieren.
•••
Das Leben ist die Schule, der Schmerz ist der Lehrer.
Taktik(tisch)thread |#803
06.02.2012 - 11:56 Uhr
Ich wäre auch für eine Umstellung unserer ersten elf in München. Zu verlieren hat man dort ja sowieso nichts.


----------------------Sippel-----------------------

---Dick-----Simunek-----Rodnei-----Jessen---

--------------------Petsos------------------------


Sahan-----De Wit-----Fortounis-----Jörgensen

--------------------Wagner-----------------------

Dabei Fortounis als Bindeglied zwischen Sturm und Mittelfeld, also mehr so zwischen 8 und 10.
Taktik(tisch)thread |#804
06.02.2012 - 12:21 Uhr
Zitat von Devil_till_Death:
Ich verstehe den aktuellen Trend zur Doppelsechs nicht im Geringsten. Dies, weil das System immer zwei Einschränkungen mit sich bringt. Entweder wird ein Offensivspieler in der Zentrale geopfert oder es muss mit nur einem Stürmer gespielt werden. Mein taktisches System der Wahl sähe daher folgendermaßen aus:


---------Wagner---Swierczok---------

Shechter-------Fortounis-------Sahan

---------------Borysiuk----------------

Jessen----Rodnei--Simunek----Dick(C)

-----------------Trapp-----------------


Bank: Sippel, Yahia, Bugera, Petsos, de Wit, SuPa, Jörgensen


Borysiuk ist zweifelsfrei in der Lage, die Sechs alleine zu spielen, Fortounis muss von den Flügeln weg in die Zentrale, um dort das Angriffsspiel zu organisieren, Shechter und Sahan bilden die offensiven Flügel, Wagner und Swierczok das Angriffsduo. Dick wird Kapitän. Tiffert bekommt eine Zwangspause und das Kapitänsamt abgenommen. Beide Maßnahmen sollten für ihn Denkanstoß genug sein, seine bisherigen Auftritte zu reflektieren. Im Moment ist er keine Hilfe: Weder schafft er es, die Mannschaft zu führen, zu organisieren und mitzureißen, noch ist er derzeit in der Lage, halbwegs ordentliche Flanken, Freistüße und Ecken zu produzieren. All das ist Grund genug, ihm einen übersichtlichen Tribünenplatz zuzuweisen.

Dieses (offensive) System findet ohne Wenn und Aber meine Zustimmung. Es verlangt von Borysiuk, Shechter, Fortounis und Sahan allerdings erheblich mehr Laufbereitschaft als bei einer Doppelsechs. Auch Wagner und Swierzok wären dahingehend gefordert. Aber grundsätzlich finde ich das sehr interessant. Bliebe aber die Frage im Raum, wie lange die Zwangspause für Christian Tiffert in Anspruch nimmt, wie er dies aufnimmt und vor allem, wo sein Platz in diesem System wäre.

Cheers
Bahli

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Leonard Cohen (1934-2016)
Taktik(tisch)thread |#805
06.02.2012 - 12:49 Uhr
Tja bahli, Tifferts Platz in diesem System... Grundsätzlich könnte ich ihn mir auf der Fortounis-Position vorstellen. Falls er es schafft, seine Tugenden Übersicht und Spielverständnis wieder abzurufen.

Aber klar ist, dass die Sechser-Position in diesem Fall Borysiuk oder de Wit zufallen würde, eventuell noch Petsos. Betrachtet man unseren derzeitigen Kader, so wird deutlich, dass er voll auf ein Doppelsechs-System zugeschnitten ist. Petsos, de Wit, Borysiuk, Tiffert, Kirch und Zellner können dort spielen. Es wird deutlich, dass in einem System, wie ich es bevorzuge, mit einem Schlag drei Spieler überflüssig geworden sind, wenn sie nicht auch den offensiven Part von Fortounis übernehmen können.

In einem System mit "Einzelsechs" würden wir problemlos mit Borysiuk, de Wit und Zellner auskommen. Petsos zähle ich nicht auf, da er nur geliehen ist und ich derzeit keine Chance auf Weiterbeschäftigung sehe. (Persönlich würde ich ihn allerdings behalten, weil er auch als Dick-Ersatz spielen kann und ich nicht einschätzen kann, ob Zellner für den Profikader stark genug ist.)


EDITH kopiert die Aufstellung, die bahli und ich diskutieren nochmal hier rein:


---------Wagner---Swierczok---------

Shechter-------Fortounis-------Sahan

---------------Borysiuk----------------

Jessen----Rodnei--Simunek----Dick(C)

-----------------Trapp-----------------


Bank: Sippel, Yahia, Bugera, Petsos, de Wit, SuPa, Jörgensen

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Devil_till_Death am 06.02.2012 um 13:12 Uhr bearbeitet
Taktik(tisch)thread |#806
06.02.2012 - 13:06 Uhr
Exakt, Devil. Christian Tiffert stünde plötzlich in einem Konkurrenzkampf mit Fortounis. Das wäre einerseits eine interessante Angelegenheit, weil auf dieser Position mit dem jungen Griechen ein Talent spielt, der bereits weite Teile der FCK-Anhängerschaft beeindruckt hat - auch, wenn er sich aktuell in einem Leistungsloch zu befinden scheint. Tiffert hingegen spielt eine richtige unterdurchschnittliche Saison - sofern man ihn an der vergangenen misst. Und Tiffert ist kein Spieler, der sich problemlos auf die Bank setzen lässt.

Stellt sich also die Frage, ob bei diesem System überhaupt eine Weiterbeschäftigung von Tiffert beim FCK möglich wäre. Ich glaube das nicht. Er würde so mit Oliver Kirch und Thanos Petsos zu den Spielern gehören, die nicht mehr gebraucht würden. Wir wissen aber, was ein Tiffert wert sein kann, wenn es läuft. Ich muss ehrlich gestehen, ich bin da hin- und hergerissen.

Cheers
Bahli

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Leonard Cohen (1934-2016)
Taktik(tisch)thread |#807
06.02.2012 - 13:11 Uhr
Tiffert ist für mich kein OM und auch kein DM, er ist ein klassischer ZM von der alten Schule. Wenn er in einem System mit ZM spielt und seine Mannschaftskollegen um ihn herum funktionieren ist er stark. Wenn das aber systemtechnisch nicht so ist und die Mannschaft nicht funktioniert dann ist er nicht der Typ Spieler der mal das Heft in die Hand nehmen kann, dann ist er ein ganz normaler Spieler wie alle anderen auch. So ist jedenfalls mein Eindruck.

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Taktik(tisch)thread |#808
06.02.2012 - 13:19 Uhr
Tiffert wird auch gegen Bayern definitiv auflaufen. Genauso wie er definitiv Kapitän bleibt. Genauso wie Kurz definitiv Trainer bleibt. Und letzteres ist auch gut so.

Dtd: Du beginnst deine Aufstellungsanalyse mit "Borysiuk ist zweifelsfrei in der Lage, die Sechs alleine zu spielen"... Äh? Hab' ich was nicht mitbekommen?
Ansonsten sehe ich deine Aufstellung viel zu offensiv. So bekommen wir gegen jeden Gegner den Frack voll.

Die Doppelsechs dient der Kompaktheit, und das läuft eigenltich seither nicht so schlecht.

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Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
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Taktik(tisch)thread |#809
06.02.2012 - 13:29 Uhr
Als ZM könnte Tiffert ja auch die Fortounis-Position spielen. Etwas zurückgezogen und etwas mehr in die Defensivarbeit eingebunden. Allerdings mit deutlicher Tendenz zum Offensivspiel.

Und bahli, ich bin da voll bei Dir: Tiffert sitzt in "meinem" System zwischen den Stühlen. Ist ja auch das, was AS1010 so richtig beschreibt. Würde dieses System gespielt werden, wäre er überflüssig. Aus von AS1010 genannten Gründen. Die offensive Position in der Zentrale kann ja auch von Sahan gespielt werden, dem ich das zutraue. (Auch wenn ich sagen muss, dass sein Biss auf den Außen gebraucht wird.) Tiffert wäre ein klassisches Opfer des Systems.

Aber unabhängig von einem Systemwechsel täte Tiffert ene Denkpause (wie auch der Entzug des Kapitänsamtes) gut. Borysiuk/de Wit, das wäre meine Doppelsechs der Wahl, wenn man schon diese Ausrichtung spielen lassen will.

Wir haben letztes Jahr gesehen, wie wichtig Tiffert sein kann. Wir sehen aber aktuell, dass er der Mannschaft keine Hilfe ist – das Gegenteil ist der Fall.

Und um nochmal die Kurve zur Systemdiskussion zu finden: Bahli hat vorhin angemerkt, dass im Einzelsechs-System mehr Laufarbeit vonnöten sein würde. Genau das traue ich Borysiuk zu. Zumal ich gestern gesehen habe, dass er durchaus in der Lage ist, das Spiel von hinten klug zu eröffnen. Und die Flügel sind schon ausreichend Laufstark besetzt, vor Allem durch Sahan. Wenn man das auf der anderen Seite Jörgensen nicht zutraut, dann sollte dort SuPa spielen, der trotz meiner Kritik an ihm gezeigt hat, dass er den nötigen Biss mitbringt, sich den Hintern aufzureißen. Und wenn das alles nicht befriedigt, hat man immer noch Shechter, der zumindest die Schnelligkeit besitzt, auf den Flügeln ein ständiger Gefahrenherd für die gegnerische Abwehr zu sein.

Das eigentliche Problem besteht dann in den Außenverteidigern, die voll in die Angriffsarbeit eingebunden werden, die offensiven Flügel sowohl nach hinten absichern als auch nach vorne unterstützen müssen. Bei Dick mache ich mir da weniger Gedanken, als bei der linken Seite. Bugera fehlt dort die Schnelligkeit, Jessen (oft) die Kampfkraft in der Defensive.

Trotzdem bleibe ich dabei: Weg mit der Doppelsechs, her mit dem 4-1-3-2!

EDITH ruft Fox zu: Kompaktheit gut und schön, aber Tore müssen her! Und bislang schaffen wir es nicht, auch nur einmal vor dem gegnerischen Tor eine Spielergleichheit, geschweige denn Überzahl herzustellen. Daran krankt unser Spiel. Doppelsechs ist ja in Ordnung, wenn nachgerückt wird, aber genau das passiert bei uns ja kaum. Ich sage nicht, dass mein System das Allheilmittel ist, ich nehme Deine Kritik auch gerne entgegen und kann das auch nachvollziehen – aber wer keine Tore schießt, der kann auch keine Punkte sammlen.

Und nur mal so am Rande: Kann mir irgendjemand sagen, ob auch nur eines unserer 15 Tore aus dem Spiel heraus gefallen und somit Ergebnis eines Spielzuges und nicht einer Standardsituation gewesen ist? Ich kann mich nämlich nicht daran erinnern.

EDITH ruft bilek19 zu, dass D_t_D mit Dir völlig einer Meinung ist.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Devil_till_Death am 06.02.2012 um 13:37 Uhr bearbeitet
Taktik(tisch)thread |#810
06.02.2012 - 13:32 Uhr
Vielleicht sollte man unseren Außenspielern auch einfach mal ein Video von Buck und Wagner aus der Saison 97/98 zeigen. Ich weiß ja nicht, ob Sahan, Jörgensen & Co. einfach nicht wissen, dass man als Außenspieler auch mal Richtung Grundlinie ziehen kann oder ob es von Kurz verboten wurde oder sie es einfach nicht wollen.
Egal wen wir im 4-4-2 oder 4-2-3-1 auf den Außenpositionen stehen haben, ein Dribbling zur Grundlinie bzw. ein einfaches "den-Ball-am-Verteidiger-Vorbeilegen-und-Nachrennen" mögen sie scheinbar nicht. Wir dribbeln lieber immer und immer wieder in die Mitte oder passen nach hinten oder verlieren den Ball einfach direkt.
Würden unsere Außen mal einfach und ohne Schnick-Schnack spielen, würden wir auch mehr Torgefahr entwickeln.
Man muss sich nur die Aktion von Ri-Su-Pasu in Augsburg und das Resultat ansehen. Ball am Außenverteidiger vorbeigelegt, nachgerannt, geflankt und eine Riesenchance von Wagner eingeleitet.
Flanken von der Grundlinie sind 100mal so gefährlich wie unsere Verlegenheitsflanken aus dem Halbfeld.
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