Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von denniebro_
Mir gehts darum, dass die ganzen Heimspielbesucher kaum den Aufwand erkennen den es braucht, um auswärts 90min zu supporten. Vorm heimischen TV oder alle 2 Wochen Heimspiel lässt sich immer leicht über die bösen Jungs aus der Kurve schimpfen, aber wieviel es wirklich benötigt die Kurve am Leben zu erhalten, sieht halt keiner der nicht auswärts fährt.
Zitat von Capsoni
Ist das für Dich die Grundlage ob man ein guter oder schlechter Fan ist oder ob man was sagen darf oder nicht?
Was willst Du uns mit dieser Aussage mitteilen?
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, das ich schon Hertha gesehen habe da warst Du noch Quark im Schaufenster
Ist das für Dich die Grundlage ob man ein guter oder schlechter Fan ist oder ob man was sagen darf oder nicht?
Was willst Du uns mit dieser Aussage mitteilen?
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, das ich schon Hertha gesehen habe da warst Du noch Quark im Schaufenster
Mir gehts darum, dass die ganzen Heimspielbesucher kaum den Aufwand erkennen den es braucht, um auswärts 90min zu supporten. Vorm heimischen TV oder alle 2 Wochen Heimspiel lässt sich immer leicht über die bösen Jungs aus der Kurve schimpfen, aber wieviel es wirklich benötigt die Kurve am Leben zu erhalten, sieht halt keiner der nicht auswärts fährt.
Das mit dem Aufwand ist doch völlig unerheblich. Ich verstehe auch gar nicht, was du damit sagen willst?! Tatsache ist doch, dass das vlt eine Lebensaufgabe für den ein oder die andere seien mag und wir sehen auch alle gerne geile Choreos und mögen den akustischen Support. Aber das macht doch niemand zu eine besseren oder wichtigeren Fan. Sie machen das freiwillig, werden dafür nicht bezahlt, wurden von niemanden dazu gewählt oder darum gebeten und vermitteln oft den Eindruck, sich selbst zu erhöhen. Genau das sind sie aber nicht. Sie sind gewöhnliche Mitglieder, wie alle anderen Mitglieder auch, die sich in ihrer Freizeit mit der Vorbereitung von Choreos und Auswärtsfahrten und zum Teil auch gemeinnützigen Aktionen beschäftigen. Andere backen Kuchen für Altersheime, organisieren Tafeln oder gehen zu Skat? Wer hat denn jetzt die richtigere Meinung oder das vorrangige „Mitbestimmungsrecht“?
Ich fahre seit 35 Jahren wann immer ich kann zu Auswärtsspielen, bin Mitglied wie meine Frau und meine Söhne, stehen seit 22 Jahren gemeinsam bei den Heimspielen. Und??
Das ist die gleiche Sache wie irgendwelche Swifties, die ihr zu zig Konzerten hinterherreisen, Sachen basteln, Plakate machen etc. und dadurch denken, dass sie ihnen irgendwas schuldig wäre, Meet&Greets, Freikarten für die erste Reihe, was weiß ich.
Natürlich ist Hertha von den aktiven Fans in einer gewissen Art und Weise abhängig, aber daraus leitet sich einfach exakt gar keine Bringschuld ab. Niemand zwingt irgendwen, sein ganzes Leben in den Dienst dieses Vereins zu stellen, niemand hat dafür irgendwas geboten, und vor allem: keiner dieser Fans ist letztlich unersetzbar. Selbst wenn die ganze aktive Fanszene ab morgen den Support einstellt (was nicht passieren wird, da es teilweise ihr Lebensinhalt ist), würde es eine ganze Weile dauern, aber irgendwann würden sich andere finden, die in die Bresche springen.
Dieses Denken, dass man irgendeinen besonderen Anspruch stellen darf, ist... im englischen sagt man "delusional".
Natürlich ist Hertha von den aktiven Fans in einer gewissen Art und Weise abhängig, aber daraus leitet sich einfach exakt gar keine Bringschuld ab. Niemand zwingt irgendwen, sein ganzes Leben in den Dienst dieses Vereins zu stellen, niemand hat dafür irgendwas geboten, und vor allem: keiner dieser Fans ist letztlich unersetzbar. Selbst wenn die ganze aktive Fanszene ab morgen den Support einstellt (was nicht passieren wird, da es teilweise ihr Lebensinhalt ist), würde es eine ganze Weile dauern, aber irgendwann würden sich andere finden, die in die Bresche springen.
Dieses Denken, dass man irgendeinen besonderen Anspruch stellen darf, ist... im englischen sagt man "delusional".
Zitat von KnuckleBust
Das mit dem Aufwand ist doch völlig unerheblich. Ich verstehe auch gar nicht, was du damit sagen willst?! Tatsache ist doch, dass das vlt eine Lebensaufgabe für den ein oder die andere seien mag und wir sehen auch alle gerne geile Choreos und mögen den akustischen Support. Aber das macht doch niemand zu eine besseren oder wichtigeren Fan. Sie machen das freiwillig, werden dafür nicht bezahlt, wurden von niemanden dazu gewählt oder darum gebeten und vermitteln oft den Eindruck, sich selbst zu erhöhen. Genau das sind sie aber nicht. Sie sind gewöhnliche Mitglieder, wie alle anderen Mitglieder auch, die sich in ihrer Freizeit mit der Vorbereitung von Choreos und Auswärtsfahrten und zum Teil auch gemeinnützigen Aktionen beschäftigen. Andere backen Kuchen für Altersheime, organisieren Tafeln oder gehen zu Skat? Wer hat denn jetzt die richtigere Meinung oder das vorrangige „Mitbestimmungsrecht“?
Ich fahre seit 35 Jahren wann immer ich kann zu Auswärtsspielen, bin Mitglied wie meine Frau und meine Söhne, stehen seit 22 Jahren gemeinsam bei den Heimspielen. Und??
Zitat von denniebro_
Mir gehts darum, dass die ganzen Heimspielbesucher kaum den Aufwand erkennen den es braucht, um auswärts 90min zu supporten. Vorm heimischen TV oder alle 2 Wochen Heimspiel lässt sich immer leicht über die bösen Jungs aus der Kurve schimpfen, aber wieviel es wirklich benötigt die Kurve am Leben zu erhalten, sieht halt keiner der nicht auswärts fährt.
Zitat von Capsoni
Ist das für Dich die Grundlage ob man ein guter oder schlechter Fan ist oder ob man was sagen darf oder nicht?
Was willst Du uns mit dieser Aussage mitteilen?
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, das ich schon Hertha gesehen habe da warst Du noch Quark im Schaufenster
Ist das für Dich die Grundlage ob man ein guter oder schlechter Fan ist oder ob man was sagen darf oder nicht?
Was willst Du uns mit dieser Aussage mitteilen?
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, das ich schon Hertha gesehen habe da warst Du noch Quark im Schaufenster
Mir gehts darum, dass die ganzen Heimspielbesucher kaum den Aufwand erkennen den es braucht, um auswärts 90min zu supporten. Vorm heimischen TV oder alle 2 Wochen Heimspiel lässt sich immer leicht über die bösen Jungs aus der Kurve schimpfen, aber wieviel es wirklich benötigt die Kurve am Leben zu erhalten, sieht halt keiner der nicht auswärts fährt.
Das mit dem Aufwand ist doch völlig unerheblich. Ich verstehe auch gar nicht, was du damit sagen willst?! Tatsache ist doch, dass das vlt eine Lebensaufgabe für den ein oder die andere seien mag und wir sehen auch alle gerne geile Choreos und mögen den akustischen Support. Aber das macht doch niemand zu eine besseren oder wichtigeren Fan. Sie machen das freiwillig, werden dafür nicht bezahlt, wurden von niemanden dazu gewählt oder darum gebeten und vermitteln oft den Eindruck, sich selbst zu erhöhen. Genau das sind sie aber nicht. Sie sind gewöhnliche Mitglieder, wie alle anderen Mitglieder auch, die sich in ihrer Freizeit mit der Vorbereitung von Choreos und Auswärtsfahrten und zum Teil auch gemeinnützigen Aktionen beschäftigen. Andere backen Kuchen für Altersheime, organisieren Tafeln oder gehen zu Skat? Wer hat denn jetzt die richtigere Meinung oder das vorrangige „Mitbestimmungsrecht“?
Ich fahre seit 35 Jahren wann immer ich kann zu Auswärtsspielen, bin Mitglied wie meine Frau und meine Söhne, stehen seit 22 Jahren gemeinsam bei den Heimspielen. Und??
Genau DAS ist doch der Punkt den ich meine! Hier den Ultras bzw. der Kurve zu sagen sie „nehmen sich zu ernst“ oder „machen sich wichtig“ ist doch völliger Quatsch, nur weil sie sagen wie es ist und was sie von der Mannschaft erwarten. Das kann jeder im Stadion machen, wenn er der Meinung ist. Und nur weil jemand ein Mikro in der Hand hat und das für mehrere Leute macht, heißt das nicht, dass sich jemand zu ernst nimmt.
Wenn du die anderen Kommentare gelesen hättest, könntest du dir deine Zeit sparen.
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
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Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
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Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zitat von KnuckleBust
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zecke findet bestimmt noch ein paar Taler und lobende Worte für Kreisel um ihn als Motivationstrainer einen Posten zu beschaffen. 😉
Zitat von KnuckleBust
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Es zeigt zumindest, dass die Bernstein und nach Bernstein Freundlichkeit dem Verein gegenüber im inneren Kreis ans Ende gelangt ist. Ein Umstand der den oberen handelnden zu denken geben muss. Da bröckelt ein Fundament gerade erheblich. Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
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Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zitat von KnuckleBust
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Die Truppe geht auch in die Kurve wenn sie mal gewonnen hat und feiert das mit den Fans. Auch da gibt es vom Capo immer Worte die sie sich anhören und dankend annehmen.
Unabhängig davon wie ernst sie das nehmen, fand ich seine Wortwahl adäquat. Sie waren weder aggressiv, drohend oder beleidigend. Sie erlauben den Blick in die Gefühlslage der Fans, ob die Truppe das an sich heran lässt ist ihre Sache. Das einzige was es nicht brauchte war das Kommando, dass sie sich überlegen sollen wie sie es besser machen können - das finde ich dann aus Sicht eines Fans auch etwas anmaßend, ansonsten fand ich seine Aussagen angemessen. Daher sehe ich das nicht so kritisch. Er hatte inhaltlich recht. Der Grund für die kippende Stimmung sind nicht die Fans. Die Unterstützung seit dem Abstieg ist beeindruckend, trotz wenig berauschender Ergebnisse, vorallem in dieser Saison.
Das wesentliche Problem ist, dass der Verein eben auch nicht mehr annähernd an den Werten von Bernstein hält. "Lasst uns kritisch bleiben und den Finger in die Wunde legen." Diese Bereitschaft ist dieser Führung komplett abhanden gekommen. Es ist alles wieder beim alten. Wir lügen uns lange an bis es zu spät ist. Das führt natürlich zu Unmut.
Zitat von ber-olymp
Die Truppe geht auch in die Kurve wenn sie mal gewonnen hat und feiert das mit den Fans. Auch da gibt es vom Capo immer Worte die sie sich anhören und dankend annehmen.
Unabhängig davon wie ernst sie das nehmen, fand ich seine Wortwahl adäquat. Sie waren weder aggressiv, drohend oder beleidigend. Sie erlauben den Blick in die Gefühlslage der Fans, ob die Truppe das an sich heran lässt ist ihre Sache. Das einzige was es nicht brauchte war das Kommando, dass sie sich überlegen sollen wie sie es besser machen können - das finde ich dann aus Sicht eines Fans auch etwas anmaßend, ansonsten fand ich seine Aussagen angemessen. Daher sehe ich das nicht so kritisch. Er hatte inhaltlich recht. Der Grund für die kippende Stimmung sind nicht die Fans. Die Unterstützung seit dem Abstieg ist beeindruckend, trotz wenig berauschender Ergebnisse, vorallem in dieser Saison.
Das wesentliche Problem ist, dass der Verein eben auch nicht mehr annähernd an den Werten von Bernstein hält. "Lasst uns kritisch bleiben und den Finger in die Wunde legen." Diese Bereitschaft ist dieser Führung komplett abhanden gekommen. Es ist alles wieder beim alten. Wir lügen uns lange an bis es zu spät ist. Das führt natürlich zu Unmut.
Zitat von KnuckleBust
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
(....)
Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
(....)
Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
(....)
Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Die Truppe geht auch in die Kurve wenn sie mal gewonnen hat und feiert das mit den Fans. Auch da gibt es vom Capo immer Worte die sie sich anhören und dankend annehmen.
Unabhängig davon wie ernst sie das nehmen, fand ich seine Wortwahl adäquat. Sie waren weder aggressiv, drohend oder beleidigend. Sie erlauben den Blick in die Gefühlslage der Fans, ob die Truppe das an sich heran lässt ist ihre Sache. Das einzige was es nicht brauchte war das Kommando, dass sie sich überlegen sollen wie sie es besser machen können - das finde ich dann aus Sicht eines Fans auch etwas anmaßend, ansonsten fand ich seine Aussagen angemessen. Daher sehe ich das nicht so kritisch. Er hatte inhaltlich recht. Der Grund für die kippende Stimmung sind nicht die Fans. Die Unterstützung seit dem Abstieg ist beeindruckend, trotz wenig berauschender Ergebnisse, vorallem in dieser Saison.
Das wesentliche Problem ist, dass der Verein eben auch nicht mehr annähernd an den Werten von Bernstein hält. "Lasst uns kritisch bleiben und den Finger in die Wunde legen." Diese Bereitschaft ist dieser Führung komplett abhanden gekommen. Es ist alles wieder beim alten. Wir lügen uns lange an bis es zu spät ist. Das führt natürlich zu Unmut.
Grundsätzlich hast natürlich recht. Mein Beitrag war natürlich geprägt ob der Erfahrungen, die wir mit den HB Berlin in der Vergangenheit gemacht haben. Die Aktion am Trainingsgelände war für mich meilenweit drüber.
Zitat von KnuckleBust
Grundsätzlich hast natürlich recht. Mein Beitrag war natürlich geprägt ob der Erfahrungen, die wir mit den HB Berlin in der Vergangenheit gemacht haben. Die Aktion am Trainingsgelände war für mich meilenweit drüber.
Zitat von ber-olymp
Die Truppe geht auch in die Kurve wenn sie mal gewonnen hat und feiert das mit den Fans. Auch da gibt es vom Capo immer Worte die sie sich anhören und dankend annehmen.
Unabhängig davon wie ernst sie das nehmen, fand ich seine Wortwahl adäquat. Sie waren weder aggressiv, drohend oder beleidigend. Sie erlauben den Blick in die Gefühlslage der Fans, ob die Truppe das an sich heran lässt ist ihre Sache. Das einzige was es nicht brauchte war das Kommando, dass sie sich überlegen sollen wie sie es besser machen können - das finde ich dann aus Sicht eines Fans auch etwas anmaßend, ansonsten fand ich seine Aussagen angemessen. Daher sehe ich das nicht so kritisch. Er hatte inhaltlich recht. Der Grund für die kippende Stimmung sind nicht die Fans. Die Unterstützung seit dem Abstieg ist beeindruckend, trotz wenig berauschender Ergebnisse, vorallem in dieser Saison.
Das wesentliche Problem ist, dass der Verein eben auch nicht mehr annähernd an den Werten von Bernstein hält. "Lasst uns kritisch bleiben und den Finger in die Wunde legen." Diese Bereitschaft ist dieser Führung komplett abhanden gekommen. Es ist alles wieder beim alten. Wir lügen uns lange an bis es zu spät ist. Das führt natürlich zu Unmut.
Zitat von KnuckleBust
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Zitat von Donhelli
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha BSC und die Minderleistungen: Selbst die Ultras haben jetzt „die Schnauze voll“
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Drei Niederlagen nacheinander, fünf Pleiten in acht Heimspielen: Bei Hertha kippt nach dem 1:2 gegen Münster die Stimmung. Von den Ultras gibt es eine klare Ansage an die Mannschaft.
Zitat von tagesspiegel.
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
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Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
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Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
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Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Der Vorsänger der Ultras von Hertha BSC hat es in den vergangenen Monaten zu einiger, zumindest lokaler Berühmtheit gebracht. „Kreisel“, so sein Spitzname, war diverse Male in der vereinseigenen Dokumentation zu sehen, mit der Hertha seit dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga die Mannschaft begleitet.
Seinen ersten Auftritt hatte „Kreisel“ zu Beginn der vorigen Saison, nach dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg, das Hertha mit 4:6 verloren hatte. Der Vorsänger stand nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen der Magdeburger Arena, auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft gewissermaßen. Mit ausladenden Gesten redete er auf die recht bedröppelt dreinschauenden Spieler ein. Es waren Worte der Aufmunterung.
„Kreisels“ Ansprache endete mit einer klaren Ansage: „Immer weiter! Keiner steckt den Kopf in den Sand! Haben wir uns verstanden? Haben wir uns verstanden?“ Er zog Marton Dardai an seine Brust, klatschte mit Fabian Reese ab und wandte sich schließlich der Kurve zu. „Auf geht’s, Hertha, kämpfen und siegen!“, rief der Block.
Dass die Worte, die „Kreisel“ am vergangenen Freitag an die Mannschaft richtete, in einer der kommenden Folgen der Hertha-Doku auftauchen werden, das ist mindestens zweifelhaft. Der Ton ist ein anderer geworden, die Stimmung durch die 1:2-Niederlage gegen den Tabellenvorletzten Preußen Münster erst einmal gekippt. Von Nachsicht für unzureichende sportliche Leistungen des Teams war jedenfalls nichts mehr zu spüren.
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Auch in dieser Spielzeit war die Unterstützung ähnlich wie in der Vorsaison: bedingungslos und nachsichtig. Bis zum Freitagabend.
Nach der Niederlage gegen Münster ergriff „Kreisel“ wieder das Wort. Doch von Aufmunterung diesmal keine Spur. „Keiner versteht, warum“, sagte der Vorsänger der Ultras, der diesmal auf seinem Platz in der Kurve stand, als er mit dem Megaphon in der Hand zu den Spielern auf der Tartanbahn sprach. „Ihr habt den besseren Kader als Preußen Münster. Die waren vor zwei Jahren noch in der vierten Liga.“
Zuvor hatte es erstmals seit dem Abstieg im Frühjahr 2023 wütende Pfiffe gegen die Mannschaft gegeben, auch als sie am Ende ihrer ritualisierten Ehrenrunde in der Ostkurve ankam. Das 1:2 gegen Münster war die dritte Pflichtspielniederlage innerhalb von zehn Tagen, jeweils nach einer 1:0-Führung.
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Dass die Geduld endlich ist, erfuhren die Spieler nach dem Schlusspfiff, als sie wie kleine Schuljungs vor der Kurve standen, um sich einen Anschiss vom Direktor abzuholen. „Wir versuchen hier immer alle eine Gemeinschaft zu pflegen, aber ihr seid ein Teil davon“, sagte „Kreisel“. „Ihr könnt hier nicht jedes Heimspiel rausgehen und nicht funktionieren. Wie sollen wir das so akzeptieren?“
Im achten Heimspiel dieser Saison kassierte Hertha am Freitag die fünfte Niederlage. Nur gegen die beiden Abstiegskandidaten Braunschweig und Regensburg haben die Berliner im eigenen Stadion gewonnen – und das auch nur mit viel Glück.
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Trotz allem sind im Jahr 2024 mehr als eine Million Zuschauer zu Herthas Heimspielen gekommen. Das ist der beste Wert seit 1999, als sich die Berliner zum ersten und bisher einzigen Mal für die Champions League qualifiziert haben.
Gegen Münster, an einem kalten Freitagabend in der Adventszeit, waren es 45.676 Zuschauer. „Ich hätte nicht gedacht, dass heute so viele kommen. Wenn ich ein Fan wäre, wäre ich nicht gekommen“, sagte Herthas Mittelfeldspieler Ibrahim Maza nach dem Spiel dem RBB. „Dass im letzten Heimspiel trotzdem so viele hier waren und wir das mit so einer Leistung zurückgeben, ist einfach respektlos.“
In der Kurve war die Empfindung wohl ähnlich – zumindest wenn man die Äußerungen ihres Vorsängers für halbwegs repräsentativ erachtet. „Zum ersten Mal sind wir nicht für die schlechte Stimmung verantwortlich, sondern das seid ihr“, sagte „Kreisel“. „Ihr geht jetzt nach Hause und überlegt, wie ihr es besser machen könnt. Wir haben die Schnauze voll. Tschüss.“
Na, dann werden wir ja demnächst mal wieder Kreisel als Motivationstrainer beim Training begrüßen dürfen.
Ich verstehe nicht, warum man dieser Gruppe immer wieder eine so große Bühne bietet.
Die Truppe geht auch in die Kurve wenn sie mal gewonnen hat und feiert das mit den Fans. Auch da gibt es vom Capo immer Worte die sie sich anhören und dankend annehmen.
Unabhängig davon wie ernst sie das nehmen, fand ich seine Wortwahl adäquat. Sie waren weder aggressiv, drohend oder beleidigend. Sie erlauben den Blick in die Gefühlslage der Fans, ob die Truppe das an sich heran lässt ist ihre Sache. Das einzige was es nicht brauchte war das Kommando, dass sie sich überlegen sollen wie sie es besser machen können - das finde ich dann aus Sicht eines Fans auch etwas anmaßend, ansonsten fand ich seine Aussagen angemessen. Daher sehe ich das nicht so kritisch. Er hatte inhaltlich recht. Der Grund für die kippende Stimmung sind nicht die Fans. Die Unterstützung seit dem Abstieg ist beeindruckend, trotz wenig berauschender Ergebnisse, vorallem in dieser Saison.
Das wesentliche Problem ist, dass der Verein eben auch nicht mehr annähernd an den Werten von Bernstein hält. "Lasst uns kritisch bleiben und den Finger in die Wunde legen." Diese Bereitschaft ist dieser Führung komplett abhanden gekommen. Es ist alles wieder beim alten. Wir lügen uns lange an bis es zu spät ist. Das führt natürlich zu Unmut.
Grundsätzlich hast natürlich recht. Mein Beitrag war natürlich geprägt ob der Erfahrungen, die wir mit den HB Berlin in der Vergangenheit gemacht haben. Die Aktion am Trainingsgelände war für mich meilenweit drüber.
Darüber brauchend wir nicht diskutieren. Die Nummer auf dem Trainingsplatz war nur knapp unter dem, was bei Schalke nach ihrem 1. Abstieg abging.
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