Hertha BSC Hertha BSC
deadline-day banner
Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#1741
04.06.2023 - 18:03 Uhr
Zitat von AbuDardai
Zitat von DrDeDre

Zitat von AbuDardai

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Natürlich habe ich verstanden das die Anleihe nur ein kleiner Teil ist. Und was Bernstein der Zeit intern bereits angestoßen hat an kleinen Maßnahmen kann man nicht konkret wissen. Meines Wissens ist schon lange Bekannt, dass diverse Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle gehen müssen. Das Bobic noch zu viel ausgeben durfte ist korrekt. Ich denke aber, dass Bernstein hier einfach die Wogen glätten wollte. Bobic hatte sich bei der Präsidentenwahl für seinen Gegenkanditat ausgesprochen. Im Nachhinein natürlich der falsche Weg. Wären Kanga, Ejuke und Co. eingeschlagen, würden wir jetzt nicht debattieren.

Die Sponsorensuche dürfte schon lange laufen, nur ist das in unserer Sportlichen Situation einfach schwierig gewesen. Und selbst jetzt ist für einen potenziellen Sponsor nicht klar wo wir spielen. Einfach ein Teufelskreislauf. Wahrscheinlich haben die meisten Verantwortlichen einfach zu lange mit dem Klassenerhalt spekuliert. Was definitiv falsch war und das muss sich Bernstein richtigerweise ankreiden lassen.

Was ich mich halt Frage ist, mit was für zusätzlichen Einnahmen haben Schiller und Co. nach den Windorst Millionen gerechnet? Klar Corona hat ein Teil gefressen, aber wenn ich mir den Verlust von 70-90 Millionen pro Jahr anschaue, dann sind das nicht ein paar Mitarbeiter zu viel. Um das zu Decken hätten wir die Champions-League gewinnen müssen! Demnach konnten wir fast nur hoffen die Klasse zu halten und dadurch für Sponsoren attraktiv zu bleiben, mehr TV-Einnahmen und den Kader genauso drastisch zu verändern wie jetzt.

Naja bevor ein einziger Mitarbeiter entlassen wurde, hat Bernstein erstmal ua Jahn einstellen lassen.

Und warum hat man nicht schon im Sommer Mitarbeiter entlassen?
Und ich meine eben nicht nur die Bobic Leute? Hertha beschäftigt 400 Mitarbeiter oder so.

Im März lam er dann auf die Idee an Reisen und Druckerpapier zu sparen.
Warum erst im März?
Und warum fliegt zB das Präsidium weiterhin mit Lufthansa zu Auswärtsspielen?
Weber und Herrich würden ja reichen und es muss auch nicht Lufthansa sein.
etc.

Mit alledem ist es sehr unwahrscheinlich, dass vor 2023 überhaupt irgendwie versucht wurde die Kosten zu reduzieren.
Man kann immer "argumentieren", dass wir es ja nicht wissen, aber so viel wie KB in die Öffentlichkeit trägt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass er viel bewegt hat, was er nicht öffentlich verbalisiert hat. Meinst du nicht?
Dazu hat er Mitte Dezember ja noch erklärt, dass es weder ein Lquiditätsproblem gäbe, noch die Lezens in Gefahr sei, weil die komende Saison ja durchfinanziert sei.


Alles valide Punkte, aber das (für mich) wichtigste Argument von @Ebert88 behandelst Du nicht. Ohne Bernstein entlasten zu wollen, muss es doch möglich sein sich zu fragen, wie sich Schiller und Gegenbauer die Zukunft des Projekts Hertha BSC vorgestellt haben. Auch ein Carsten Schmidt ist hier zu nennen, der ja in seiner Zeit hier auch nicht gerade für Sparmaßnahmen plädierte, sondern lieber sein Projekt Goldelse vorantrieb.

Bernstein scheint selber allerhand vermasselt zu haben. Aber er hat einen Verein übernommen, der mit Tempo 100 auf die Wand zuraste. Er hat nicht unmittelbar die Bremse betätigt und das wird bei der nächsten Wahl zu berücksichtigen sein. Dennoch ist fraglich, wer und warum wir überhaupt ein derart monströses Ausgabenproblem bekommen haben. Und da kann Bernstein auch nichts für, er hat nur sein erstes Amtsjahr scheinbar auch keine Notwendigkeit gesehen, Ausgaben drastisch zu kürzen. Auch ein Thomas Herrich ist hier mindestens mal kritisch zu hinterfragen.

Insgesamt ist es unerhört, dass in einem Verein dieser Größe NIEMAND mal dran gedacht hat, die Reißleine zu ziehen. Auch ein Pering, der immerhin 15 Jahre im Vorstand saß, wäscht bei seinem Rücktritt seine Hände in Unschuld. Es will mir einfach nicht in den Kopf.


Dass Gegenbauer und Schiller katrophal agiert haben, das ist doch kein Streitpunkt. Und selbst ohne Corona und mit Europapokaleinzug wäre da keine schwarze Null zu erzielen gewesen mit den Ausgaben des Tennorgeldes.
Im Gegenteil sogar, sage ich stetig, dass Hertha unter Schiller immer defizitär gewirtschaftet hat, auch alle Jahre vor Tennor. DAs war immer mies.

Aber das entlastet eben nicht das (Nicht-)Wirken Bernsteins seit dessen Amtsantritt. Da hat sich ja nichts geändert. Deshalb muss man Bernsteins Handeln nicht relativieren bzw. gar komplett entschuldigen. Er hat ja ein Jahr lang nichts positiv beeinflusst. Ausgangslage hin oder her.
Wenn bei einem "normalen" Wirtschaftsunternehmen in Schieflage ein "Sanierer" neu eingestellt wird, dann würde wohl jeder dessen Handeln stark kritisieren, wenn er 12 Monate nichts bewirkt hat, oder?


Nein, insofern würde ich dir 100% recht geben. Nur ist Bernstein nicht allein verantwortlich für den Niedergang, manchmal habe (zumindest ich) das Gefühl du unterstellst das bei deinen Postings. Kann aber auch sein, dass ich hier die Antibernstein Haltung von mehreren anderen User auf dich projiziere.


Wie gesagt, ich habe Schiller immer kritisiert. Schon vor 10 Jahren.
Ich habe mir damals schon gewünscht, dass wir eine schwarze Null erzielen und die Klasse halten. Mehr wollte ich nicht, während andere Fans idR Europapokalträume hatten oder zumindest mit Platz 15 damals nicht zufrieden gewesen wären.
Mich hätte das absolut zufreiden gestellt, wenn man die schwarze Null oder gar Gewinn erwirtschaftet. Mit der Meinung war ich fast überall alleine.
Das habe ich aber so postuliert, klar nicht hier im Forum, da war ich ja nicht hier zugegen. Habe das aber inzwischen auch mehrmals so geschildert.

Aber, das ist Geschichte und das kann man jetzt nicht mehr ändern.

Es hilft also nichts, immer nur auf die Vergangenheit zu verweisen.
Man muss im Rahmen des möglichen handeln und die nun handelnden Personen sich daran messen lassen.
Ich habe von Bernstein oder Herrich keine schwarze Null erwartet dieses Jahr. Das war unmöglich. Aber man hätte mehr bewirken können, als sie es getan haben.
Und daran messe ich sie und daran müssen sie sich mM auch messen lassen. Ohne den ständigen Entschuldigungszettel, dass vorhaer ja alles so katastrophal war.

Hertha würde es beudetend besser gehen, wenn man diese Saison 20 oder 30 Mio weniger ausgegeben hätte. Oder wenn man wenigstens vor einem Jahr schon die GS entschlankt hätte, so dass die Kosten in der kommenden Saison (diese Saison hätte man ja Abfindungen zahlen müssen) signifikant geringer wären.
Das hätte alles weit mehr bewirkt, als jetzt das Druckerpapier zu rationieren.
Aber Bernstein hat fast ein Jahr gar nichts bewirkt , im gegenteil sogar, er hat zumindest mitzuverantworten, dass die GS weitere Gehaltskosten zu tragen hat. Nochmal alleine C.Jahn.
Kay Bernstein [✝] |#1742
07.06.2023 - 23:11 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein

•     •     •

Most people do not listen with the intent to understand, they listen with the intent to reply ...
Kay Bernstein [✝] |#1743
08.06.2023 - 00:01 Uhr
Zitat von Ron-D
Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.
Kay Bernstein [✝] |#1744
08.06.2023 - 07:34 Uhr
Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.

•     •     •

Bekämpfe Angst mit Wissen,
Wut mit Vernunft,
Verwirrung mit Wissenschaft und
Unschuld mit Wahrheit

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Starslayer am 08.06.2023 um 07:39 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1745
08.06.2023 - 07:52 Uhr
Zitat von Starslayer
Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Sehr guter Beitrag. Ich befürchte zwar, dass er den nächsten „Aber Kurvensänger schuld!!!1!“-Post nicht verhindern wird, trotzdem ein Danke an Dich.
Kay Bernstein [✝] |#1746
08.06.2023 - 08:18 Uhr
Zitat von Starslayer
Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.
Kay Bernstein [✝] |#1747
08.06.2023 - 11:14 Uhr
Zitat von InsideOut
Zitat von Starslayer

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.


@AlmanSimplex Knapp 45 min, hat er gehalten und wir sind wieder bei: " Aber der Präsident muss doch irgendwie und irgendwo Schuld sein."

Ich weiß nicht wann Bernstein das gesagt hat, dass die komenden beiden Saisons durchfinanziert seien. Ich sag nicht das er es nicht getan hat, aber ich hab bisher nur davon gehört und, wie hier, davon gelesen.

Dieser Satz hat mich ein wenig getriggert von @DrDeDre :"Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen."

Nein, muss er nicht und er muss das auch nicht wissen. Er sollte die Zahlen des e.V. kennen, aber die KGaA ist ausgegliedert. Das Präsidium des e.V. hätte da eigentlich garnichts zu melden, wenn die 50+1 Regel nicht wäre. Nochmal, für die Finzanzen der KGaA ist er nicht zuständig, das war Gegenbauer vor ihm auch nicht. Der Hr. Herrich muss, oder besser sollte die Zahlen kennen. Für die Finanzen verantwortlich ist Hr. Bäring, der MUSS die Zahlen kennen.

Wie schon geschrieben, Hr. Bernstein und seine Kollegen im Präsidium und Aufsichtsrat des e.V. kannst du ans Kreuz nageln dafür das diese Herren (Herrich und Bäring) in der Position sind in der sie sind, aber nicht dafür was die da machen. Dafür können sie die Leute nur zur Rechenschaft ziehen und abbestellen, um neue zu bestellen. Ob Die das dann besser machen, steht auf einem anderen Blatt.

•     •     •

Bekämpfe Angst mit Wissen,
Wut mit Vernunft,
Verwirrung mit Wissenschaft und
Unschuld mit Wahrheit
Kay Bernstein [✝] |#1748
08.06.2023 - 11:39 Uhr
Zitat von Starslayer
Zitat von InsideOut

Zitat von Starslayer

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.


@AlmanSimplex Knapp 45 min, hat er gehalten und wir sind wieder bei: " Aber der Präsident muss doch irgendwie und irgendwo Schuld sein."

Ich weiß nicht wann Bernstein das gesagt hat, dass die komenden beiden Saisons durchfinanziert seien. Ich sag nicht das er es nicht getan hat, aber ich hab bisher nur davon gehört und, wie hier, davon gelesen.

Dieser Satz hat mich ein wenig getriggert von @DrDeDre :"Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen."

Nein, muss er nicht und er muss das auch nicht wissen. Er sollte die Zahlen des e.V. kennen, aber die KGaA ist ausgegliedert. Das Präsidium des e.V. hätte da eigentlich garnichts zu melden, wenn die 50+1 Regel nicht wäre. Nochmal, für die Finzanzen der KGaA ist er nicht zuständig, das war Gegenbauer vor ihm auch nicht. Der Hr. Herrich muss, oder besser sollte die Zahlen kennen. Für die Finanzen verantwortlich ist Hr. Bäring, der MUSS die Zahlen kennen.

Wie schon geschrieben, Hr. Bernstein und seine Kollegen im Präsidium und Aufsichtsrat des e.V. kannst du ans Kreuz nageln dafür das diese Herren (Herrich und Bäring) in der Position sind in der sie sind, aber nicht dafür was die da machen. Dafür können sie die Leute nur zur Rechenschaft ziehen und abbestellen, um neue zu bestellen. Ob Die das dann besser machen, steht auf einem anderen Blatt.


Deinen ersten Absatz hättest du dir meiner Meinung nach sparen können, weil ich das nicht ansatzweise so formuliert habe. Demzufolge bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob du meinen Beitrag verstanden hast.
Ich habe einzig und allein die Aussage von Bernstein kritisiert, dass "diese und die folgende Saison" durchfinanziert sein sollen und DrDeDre in dem Punkt verteidigt, dass ich es nicht so empfunden habe, dass er KB die alleinige Schuld zuweist. Gleichzeitig habe ich verständnis für deine Position geäußert.
Wenn ich dann jedoch so eine Antwort bekomme nimmt mir das jede Lust auf eine weitere Diskussion mit dir.

Die Aussage von KB kannst du übrigens ganz einfach über eine bekannte Suchmaschine finden:
https://www.google.com/amp/s/amp.sport1.de/article/6358376
Kay Bernstein [✝] |#1749
08.06.2023 - 11:53 Uhr
Zitat von Starslayer
Zitat von InsideOut

Zitat von Starslayer

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.


@AlmanSimplex Knapp 45 min, hat er gehalten und wir sind wieder bei: " Aber der Präsident muss doch irgendwie und irgendwo Schuld sein."

Ich weiß nicht wann Bernstein das gesagt hat, dass die komenden beiden Saisons durchfinanziert seien. Ich sag nicht das er es nicht getan hat, aber ich hab bisher nur davon gehört und, wie hier, davon gelesen.

Dieser Satz hat mich ein wenig getriggert von @DrDeDre :"Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen."

Nein, muss er nicht und er muss das auch nicht wissen. Er sollte die Zahlen des e.V. kennen, aber die KGaA ist ausgegliedert. Das Präsidium des e.V. hätte da eigentlich garnichts zu melden, wenn die 50+1 Regel nicht wäre. Nochmal, für die Finzanzen der KGaA ist er nicht zuständig, das war Gegenbauer vor ihm auch nicht. Der Hr. Herrich muss, oder besser sollte die Zahlen kennen. Für die Finanzen verantwortlich ist Hr. Bäring, der MUSS die Zahlen kennen.

Wie schon geschrieben, Hr. Bernstein und seine Kollegen im Präsidium und Aufsichtsrat des e.V. kannst du ans Kreuz nageln dafür das diese Herren (Herrich und Bäring) in der Position sind in der sie sind, aber nicht dafür was die da machen. Dafür können sie die Leute nur zur Rechenschaft ziehen und abbestellen, um neue zu bestellen. Ob Die das dann besser machen, steht auf einem anderen Blatt.


Also das KB die Zahlen nicht kennen muss, halte ich für eine sehr theoretische Aussage, auch wenn du im Kern sicherlich recht hast. Allerdings ist KB Präsident und Gesicht des Vereines und er wurde gewählt, weil er laut seiner Aussage „gebraucht wurde“ und im Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Genau das sehe ich nach einem Jahr Amtszeit nicht im Entferntesten.
Bernstein drängt als Präsident nach außen und genau dann ist seine Aussage zur finanziellen Lage und der Durchfinanzierung ein Statement, an das er sich messen lassen muss. Wenn er solch eine Aussage trifft, sollte er schon die Zahlen kennen.
Wenn man dann feststellt, das nur einige Monate das Gegenteil der Fall ist, hat er sich entweder nicht mit den Zahlen befasst, seinen Laden nicht im Griff oder schlicht gelogen. Bin mir nicht sicher, was hier die schlimmste Variante ist.
So oder so hat er mein Vertrauen verloren und ich bin mir sicher, dass es vielen anderen auch so geht. Wir sprechen hier nicht von einer Lappalie, sondern der Existenz des Vereins
Kay Bernstein [✝] |#1750
08.06.2023 - 14:08 Uhr
Ich bin jetzt seit 1965 Herthaner (da war ich 6 Jahre), und ich weiß nicht was man hier jetzt alles von KB erwartet.
Bei Gegenbauer war es in der Zeit von 2012-2022 insgesamt 69 Seiten hier im Forum, bei KB sieht ja jeder selber.

Früher, ja lang ist es her, war da ein Präsident und die wenigsten wussten was der eigentlich macht. Verbindungen knüpfen? Buffet arrangieren? Er war eben da und gut ist. Zu Roloffs Zeiten dachte ich immer der steckt Geld in den Verein, das war vielleicht auch so, kann ich nicht beurteilen.

Aber was ich sagen will ist ja folgendes. Von KB wird ja mittlerweile alles erwartet. Kaderplaner, Finanzgenie, Akademieleiter, er soll von alles eine Ahnung haben und alles wissen.

Ich meine er sollte lediglich delegieren können und die Leute die in bestimmten Fachgebieten ihr Metier beherrschen auch vertrauen müssen. Warum sich hier z. B. wenn es um die Finanzen geht nicht alles um Herrich dreht erschließt sich mir nicht. Schiller war ja auch dafür zuständig und keiner hat nach Gegenbauer gerufen.

Ich gebe ihm einfach ein bisschen Zeit und die braucht man auch für diesen Posten, liegt vielleicht an meinem Alter, also immer mit der Ruhe.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.